Montessori-Preis für Bischof Joachim Reinelt

Verleihung am 19. August in Leipzig

Bischof Reinelt

Dresden / Leipzig, 10.08.2009 (KPI): Für seine Verdienste um den Aufbau von Montessori-Schulen im Bistum Dresden-Meißen erhält Bischof Joachim Reinelt am Mittwoch, dem 19. August, den Montessori-Preis 2008/2009. Die "Stiftung Montessori-Pädagogik - Reformpädagogik - Wissenschaft" würdige damit die Aufgeschlossenheit des Bischofs für die Montessori-Pädagogik, mit der er den Aufbau der Montessori-Schulen in Leipzig und Bautzen förderte und die Montessori-Pädagogen in ihrer Arbeit unterstütze, begründet der Stiftungsvorsitzende Prof. Dr. Harald Ludwig die Ehrung.

Der Festakt zur Verleihung des Montessori-Preises an Bischof Reinelt findet im Bischöflichen Maria-Montessori-Schulzentrum Leipzig (Alte Salzstr. 61-65) statt und beginnt um 14 Uhr.

Im Bistum Dresden-Meißen gibt es vier katholische Schulen, die nach der Reformpädagogik Maria Montessoris arbeiten. Drei davon sind im Bischöflichen Maria-Montessori-Schulzentrum Leipzig zusammengeschlossen mit Grund-, Mittelschule und im Aufbau befindlichem Gymnasium. Auch die Maria-Montessori-Grundschule in Bautzen befindet sich in Trägerschaft des Bistums.

Das Maria-Montessori-Konzept

Maria Montessori (1870-1952) war eine italienische Ärztin und Pädagogin. Sie entwickelte didaktische Materialien, mit denen sie geistig behinderte Kinder erheblich fördern konnte, und übertrug diese Methoden schließlich auf normal begabte Sprösslinge. Ihre Ideen, die insbesondere darauf beruhen, die Heranwachsenden zu selbständigem Lernen zu ermuntern, wurden in Montessori-Kindergärten, ‑Vorschulen und -Schulen weltweit verbreitet. "Hilf mir, es selbst zu tun!", so lautet ein Grundgedanke der Montessori-Pädagogik.

Die Entwicklung der Persönlichkeit soll dabei durch die eigene Aktivität des Kindes entwickelt werden. Bewegung nimmt in der Montessori-Pädagogik einen besonderen Platz ein, da sie in engem Zusammenhang mit der geistigen Entwicklung gesehen wird. Indem die Kinder die Möglichkeit haben, in einem abgegrenzten Rahmen ihre Tätigkeiten frei zu wählen, können sie ihren eigenen Rhythmus finden. Freie Wahl der Tätigkeit bedeutet dabei nicht, dass das Kind ziel- und orientierungslos tut, was es will. Maria Montessori setzt für dieses Leben in Freiheit voraus, dass das Kind ein positives Ich- und Gemeinschaftsgefühl entwickeln wird.

Die Haltung des Erziehers soll eine beobachtende und helfende sein. Er beeinflusst das pädagogische Geschehen nicht, indem er auf das einzelne Kind oder eine Kindergruppe einredet, vielmehr versteht er sich als Helfer des Kindes, der bereit ist, dem Kind Material anzubieten und sich im geeigneten Moment zurückzuziehen, damit sich die Eigenaktivität des Kindes voll entfalten kann.

meu / MB


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