Bischof Reinelt mit Montessori-Preis geehrt

Verleihung gestern, 19. August, in Leipzig

Bischof Reinelt nimmt die Auszeichung von Professor Ludwig entgegen. Foto: D. Wanzek/Tag des HerrnLeipzig, 20.08.2009 (KPI): Für seine Verdienste um den Aufbau von Montessori-Schulen hat Bischof Joachim Reinelt gestern von der "Stiftung Montessori-Pädagogik - Reformpädagogik - Wissenschaft"  den Montessori-Preis 2008/2009 erhalten. Der Stiftungsvorsitzende, Professor Dr. Harald Ludwig, überreichte Bischof Reinelt die Auszeichnung gestern im Rahmen eines Festakts im Bischöflichen Maria-Montessori-Schulzentrum in Leipzig. Mit der Auszeichung werde die Aufgeschlossenheit des Bischofs für die Montessori-Pädagogik gewürdigt, so Professor Ludwig in seiner Laudatio.

Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld in Höhe von 2000 Euro geht auf Wunsch des Bischofs hin von der Montessori-Stiftung aus an die vier katholischen Montessori-Schulen im Bistum. Drei davon sind im Bischöflichen Maria-Montessori-Schulzentrum Leipzig zusammengeschlossen mit Grund-, Mittelschule und im Aufbau befindlichem Gymnasium. Auch die Maria-Montessori-Grundschule in Bautzen befindet sich in Trägerschaft des Bistums.

Stichwort: Maria Montessori

Maria Montessori (1870-1952) war eine italienische Ärztin und Pädagogin. Sie entwickelte didaktische Materialien, mit denen sie geistig behinderte Kinder erheblich fördern konnte, und übertrug diese Methoden schließlich auf normal begabte Sprösslinge. Ihre Ideen, die insbesondere darauf beruhen, die Heranwachsenden zu selbständigem Lernen zu ermuntern, wurden in Montessori-Kindergärten, ‑Vorschulen und -Schulen weltweit verbreitet. "Hilf mir, es selbst zu tun!", so lautet ein Grundgedanke der Montessori-Pädagogik.

Die Entwicklung der Persönlichkeit soll dabei durch die eigene Aktivität des Kindes entwickelt werden. Bewegung nimmt in der Montessori-Pädagogik einen besonderen Platz ein, da sie in engem Zusammenhang mit der geistigen Entwicklung gesehen wird. Indem die Kinder die Möglichkeit haben, in einem abgegrenzten Rahmen ihre Tätigkeiten frei zu wählen, können sie ihren eigenen Rhythmus finden. Freie Wahl der Tätigkeit bedeutet dabei nicht, dass das Kind ziel- und orientierungslos tut, was es will. Maria Montessori setzt für dieses Leben in Freiheit voraus, dass das Kind ein positives Ich- und Gemeinschaftsgefühl entwickeln wird.

Die Haltung des Erziehers soll eine beobachtende und helfende sein. Er beeinflusst das pädagogische Geschehen nicht, indem er auf das einzelne Kind oder eine Kindergruppe einredet, vielmehr versteht er sich als Helfer des Kindes, der bereit ist, dem Kind Material anzubieten und sich im geeigneten Moment zurückzuziehen, damit sich die Eigenaktivität des Kindes voll entfalten kann.


Zur Homepage des Bischöflichen Maria-Montessori-Schulzentrums in Leipzig

http://www.montessori-leipzig.de

 

Zur Homepage der Maria-Montessori-Grundschule Bautzen

http://www.montessori-bautzen.de

 

meu / MB



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