Solidarität mit den Christen im Heiligen Land

Aufruf zur Palmsonntagskollekte 2009


Zum Palmsonntag 2009 rufen die Deutschen Bischöfe wie in jedem Jahr zur Kollekte für die Christen im Heiligen Land auf.

Dresden/Bonn, 30.03.09 (dbk): Zum Palmsonntag 2009 rufen die Deutschen Bischöfe wie in jedem Jahr zur Kollekte für die Christen im Heiligen Land auf. Damit will die katholische Kirche in Deutschland ihre Solidarität mit dem Ursprungsland des biblischen Glaubens unterstreichen. In einem gemeinsamen Aufruf schreiben die Bischöfe: „Die neuerliche Erfahrung der Gewalt darf weder die Konfliktparteien noch die gutwilligen Kräfte in aller Welt zu Zynismus oder Resignation verleiten.“ An erster Stelle stehe für eine sichtbare Solidarität das Gebet für die Christen im Heiligen Land. „Zugleich bitten wir um eine großzügige Spende für die kirchlichen Einrichtungen vor Ort. Diese dienen dem Überleben des Christentums in einer schwierigen Umgebung und versetzen die dortigen Ortskirchen in die Lage, wirksame Beiträge für eine friedliche und gerechte Entwicklung zu leisten.“

Die Palmsonntagskollekte wird vor allem vom Deutschen Verein vom Heiligen Lande begleitet, der entsprechende Materialien zusammengestellt hat. Die Blicke der Christen weltweit richten sich insbesondere jetzt auf das Heilige Land, weil Papst Benedikt XVI. für die Zeit vom 8. – 14. Mai 2009 seine Reise in die Region angekündigt hat.


Aufruf der deutschen Bischöfe zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land (Palmsonntags-Kollekte 2009)

In den Gottesdiensten am Palmsonntag richtet sich der Blick der Katholiken auf das Heilige Land. Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem Staat Israel und der Hamas-Bewegung im Gaza-Streifen, deren Zeugen die Welt in diesem Jahr wurde, zeigen einmal mehr, wie weit ein gerechtes und friedliches Zusammenleben im Nahen Osten noch in der Ferne liegt. Gerade in einer Zeit, in der die Menschen dort in eine ungewisse Zukunft blicken, bedürfen sie unserer Solidarität und Ermutigung.

Die neuerliche Erfahrung der Gewalt darf weder die Konfliktparteien noch die gutwilligen Kräfte in aller Welt zu Zynismus oder Resignation verleiten. Alle sind aufgerufen, sich den drängenden Appell Papst Benedikts XVI. zueigen zu machen: „Im Herzen der großen Mehrheit der israelischen und palästinensischen Bevölkerung herrscht das tiefe Bedürfnis nach einem Leben in Frieden. Gewalt, Hass und Misstrauen [] dürfen nicht die Oberhand gewinnen!“ (Predigt zum Neujahrstag 2009). Als Christen wissen wir: Nur wachsendes Vertrauen und wechselseitiges Entgegenkommen können den Kreislauf der Gewalt durchbrechen.

Auch zum diesjährigen Palmsonntag rufen wir die Katholiken in Deutschland zu besonderer Solidarität mit den Christen im Ursprungsland unseres Glaubens auf. An erster Stelle steht das Gebet für unsere Brüder und Schwestern. Zugleich bitten wir Sie um eine großzügige Spende für die kirchlichen Einrichtungen vor Ort. Diese dienen dem Überleben des Christentums in einer schwierigen Umgebung und versetzen die dortigen Ortskirchen in die Lage, wirksame Beiträge für eine friedliche und gerechte Entwicklung in der palästinensischen wie in der israelischen Gesellschaft zu leisten. Schließlich ermutigen wir die Kirchengemeinden und Gruppen in Deutschland, auch weiterhin Pilgerreisen zu den heiligen Stätten zu unternehmen. Lernen Sie die Christen vor Ort näher kennen und geben Sie ihnen so ein Zeichen, dass sie nicht vergessen sind!

Würzburg, den 19. Januar 2009
Für das Bistum Dresden-Meißen

Joachim Reinelt
Bischof von Dresden-Meißen

Der Deutsche Verein vom Heiligen Lande im Internet unter www.heilig-land-verein.de


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