Heilige Pforten öffnen zum Jahr der Barmherzigkeit

am 13. Dezember in der Dresdener Kathedrale und unseren Wallfahrtskirchen in Rosenthal und Wechselburg

Kathedrale Dresden

Eine Heilige Pforte öffnet Diözesanadministrator Kutschke in der Kathedrale Sanctissimae Trinitatis zu Dresden.

Dresden, 07.12.2015 (KPI): Vom 8. Dezember 2015 bis 20. November 2016 findet das von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr der Barmherzigkeit statt, das den Blick auf das Thema „Barmherzigkeit“ lenken soll. ErstmalsDie Basilika im Kloster Wechselburg in der langen Geschichte des Heiligen Jahres wird es dazu nicht nur in Rom, sondern weltweit sogenannte „Heilige Pforten“ geben. Gemeint sind damit Kircheneingänge, die nur zu Heiligen Jahren geöffnet werden. Die feierliche Öffnung und Schließung markieren Beginn und Abschluss des Jubeljahres. Das Durchschreiten dieser Portale symbolisiert den Zugang zu Christus.

Im Bistum Dresden-Meißen werden dazu am Dritten Adventssonntag, 13. Dezember, drei Heilige Pforten geöffnet: um 10.30 Uhr im Rahmen der Heiligen Messe in der Dresdner Kathedrale durch Diözesanadministrator Andreas Kutschke; in der Basilika des Klosters Wechselburg bei der Feier der Heiligen Messe um 10.30 Uhr durch Benediktinerabt Barnabas Bögle. In Rosenthal im Rahmen einer Andacht mit allen sorbischen Priestern um 14 Uhr in der Wallfahrtskirche durch Dekan Veit Scapan.
Die HauptabteiluDie Wallfahrtskirche in Rosenthal.ng Pastoral und Verkündigung des Bischöflichen Ordinariats hat zum „Heiligen Jahr der Barmherzigkeit“ ein Leporello-Faltbuch erstellt, in dem es für jeden Monat Anregungen gibt, die „Werke der Barmherzigkeit“ entweder allein oder auch als Gruppe neu zu reflektieren. (Hier können sie das Leporello herunterladen.)

Diözesanadministrator Andreas Kutschke ermutigt dazu, das Jahr der Barmherzigkeit beispielsweise bei Wallfahrten oder in der Gestaltung der österlichen Bußzeit zum Thema zu machen. Auch weitere aktuelle Themen könnten damit in Verbindung gebracht werden, so der Diözesanadministrator: „Viele haben sicher entdeckt, dass der 100. Deutsche Katholikentag und seine Vorbereitung in dieser Hinsicht eine wertvolle Perspektive bieten. Andere erfahren konkret, dass das Engagement für Flüchtlinge sowie die damit verbundenen Sorgen – auch in gesellschaftlicher Hinsicht – der Frage nach der Barmherzigkeit eine drängende Aktualität verleihen. Schließlich: Gibt dieses Thema nicht auch den geistlichen Fragestellungen unseres pastoralen Erkundungsprozesses eine besondere Akzentuierung?“


Stichwort „Heiliges Jahr“

Die Tradition des Heiligen Jahres geht auf eine biblische Tradition zurück. Das „Jubeljahr“ oder „Jubiläum” war ein besonderes Heiliges Jahr, das alle 50 Jahre begangen wurde und besonders den Schutz der Schwachen im Sinn hatte.
In der katholischen Kirche griff Papst Bonifatius VIII. 1300 die Tradition des Jubiläums wieder auf. Ursprünglich sollte es alle hundert Jahre gefeiert werden. 1475 legte man jedoch einen Rhythmus von 25 Jahren fest. Dieser sollte es jeder Generation ermöglichen, zumindest ein Jubiläumsjahr zu erleben. Ein außerordentliches Jubiläum steht im Zusammenhang mit besonderen Anlässen und findet außerhalb des festen Rhythmus’ statt. Bis heute wurde insgesamt 26 Mal ein ordentliches Heiliges Jahr gefeiert. Das letzte war das große Jubiläum im Jahr 2000.

Der Brauch, außerordentliche Jubiläen auszurufen, geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Im vergangenen Jahrhundert geschah dies zweimal: 1933 feierte Pius XI. den 1900. Jahrestag der Erlösung und 1983 – 50 Jahre später – erinnerte der hl. Papst Johannes Paul II. an die 1950 Jahre, die seit der Kreuzigung Christi vergangen waren. Papst Franzikus stellt mit dem Beginn des Heiligen Jahres den Bezug her zum Zweiten Vatikanischen Konzil, das auf den Tag genau 50 Jahre zuvor zu Ende ging.
Die katholische Kirche hat dem Jubeljahr eine intensive geistliche Bedeutung gegeben. Sie besteht in einer umfassenden Vergebung und der Einladung, die Beziehung zu Gott und den Mitmenschen zu erneuern. Damit ist ein Heiliges Jahr stets ein Anlass zur Vertiefung des Glaubens und zu einem erneuerten Lebenszeugnis aus dem Glauben.

MB

Mehr Informationen: www.heiligesjahrbarmherzigkeit.de




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