Musik kennt keine Grenzen

Dresdner Kapellknaben und Caritas starten Musikprojekt für Flüchtlingskinder – Ministerpräsident Tillich und Diözesanadministrator Kutschke übernehmen Schirmherrschaft

Kapellknaben beim Adventskonzert in der Sächsischen Staatskanzlei am 4. Dezember 2015
Der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich dankt den Kapellknaben für das Adventskonzert in der Sächsischen Staatskanzlei am 4. Dezember 2015.  (Fotos: Sebastian Kieslich)

Dresden, 04.12.2015: Die Dresdner Kapellknaben, der traditionsreiche Knabenchor der Dresdner Kathedrale, bieten ab sofort in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für Dresden e.V. ein spezielles Musikprojekt für Flüchtlingskinder an. Unter der Leitung von Musikpädagogen und Musiktherapeuten sollen die Kinder durch Singen und Musik Lebensfreude gewinnen und Kontakte zu Gleichaltrigen aus dem Chor finden können.

Die Schirmherrschaft zum Projekt haben Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Diözesanadministrator Andreas Kutschke übernommen. Das ist heute, 4. Dezember, um 15 Uhr im Rahmen des Adventsliedersingens der Kapellknaben in der Staatskanzlei verkündet worden.

Diözesanadministrator Andreas Kutschke begrüßt ebenfalls die Initiative des Kapellknabeninstituts: „Musik ist eine weltumspannende Sprache, mit der es gelingen kann, Trennendes zu überwinden und Gemeinschaft zu erfahren. Sie hilft, den eigenen Blickwinkel zu erweitern und Brücken zu bauen: Brücken zwischen verschiedenen Nationalitäten, Völkern und Religionen. Miteinander zu singen und zu musizieren bedeutet auch, Geborgenheit zu erfahren, Heimat zu finden, anzukommen und vor allem auch angenommen zu werden."

Die Dresdner Kapellknaben wollen mit dem Projekt vor allem ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Fremdenhass setzen und zeigen, dass die Stadt Dresden und der Freistaat Sachsen ein offenes, freundliches Gesicht haben. “Dresden hat nie nur aus sich selbst heraus gelebt, das reiche kulturelle Erbe der Stadt hat immer von äußeren Einflüssen und Zuwanderung profitiert”, sagt Kirchenmusikdirektor Matthias Liebich. Der Chorleiter des Dresdner Kapellknaben, die im vergangenen Jahr in die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden und den Titel “kulturelle Botschafter Europas" tragen, ist überzeugt von der integrativen Kraft der Musik: “Die Sprache der Musik ist international. Viele Sänger der Dresdner Kapellknaben und viele Hofkapellmeister vergangener Jahrhunderte kamen als Fremde nach Dresden. An den Bühnen und Klangkörpern der Stadt und des Freistaates und an den Musikhochschulen sind Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft zu finden, die ihre musikalischen Talente einbringen. Musik verbindet und macht glücklich.”

Heike Riedel, Geschäftsführerin des Dresdner Caritasverbandes freut sich über das Projekt: “Natürlich stehen materielle Dinge wie Verpflegung, Unterbringung und Kleidung sowie Beratung zu allgemeinen organisatorischen Fragen bei unseren Hilfsangeboten zunächst im Vordergrund. Kulturelle Angebote wie dieses sind jedoch ebenso wichtig, damit sich die Menschen angenommen fühlen und ihre Talente entwickeln können.“

Für das Projekt wird mit Flyern, Plakaten und direkter Ansprache in Asylbewerberunterkünften und in Einrichtungen von Sozialverbänden geworben. Damit die Teilnahme am Kurs nicht an den Fahrtkosten scheitert, werden die nötigen Fahrscheine über Spenden finanziert. Um weitere Details zum Unterricht zu erhalten, werden Interessenten gebeten, sich bitte telefonisch unter 0351 / 3100060 oder per E-Mail an info@kapellknaben.de zu melden.

Kapellknaben beim Adventskonzert in der Sächsischen Staatskanzlei am 4.12.2015



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