Prägend für die Kirche, das Wort Gottes zu hören

Bischof segnete am 11. Mai in Dresden 25 Gottesdienstbeauftragte und überreichte die Ernennungsurkunden

Im Anschluss an den Gottesdienst stellte sich Bischof Heinrich mit den neuen Gottesdienstbeauftragten zum Gruppenfoto auf. Fotos: Michael Baudisch

Im Anschluss an den Gottesdienst stellte sich Bischof Heinrich mit den neuen Gottesdienstbeauftragten zum Gruppenfoto auf. Fotos: Michael Baudisch

Dresden, 13.05.2019 (KPI): 25 Gottesdienstbeauftragte hat Bischof Heinrich Timmerevers am Sonnabend, 11. Mai, im Rahmen einer Heiligen Messe in der St. Martin-Kirche in Dresden-Neustadt für ihren Dienst gesegnet. Im Anschluss an die Messfeier überreichte er bei einem Sektempfang die Ernennungsurkunden, ehe bei einem Mittagessen Zeit zur Begegnung und zum Gespräch war. „Es ist ein schönes Zeichen und eine große Freude für den Bischof und die Gemeinden, dass sich so viele Frauen und Männer zu diesem Dienst bereit erklärt haben“, sagte Bischof Heinrich. „Das Wort Gottes ist Ermutigung und Orientierung. Es ist prägend für die Kirche, dieses Wort zu hören.“

Eineinhalb Jahre lang hatten sich die Gottesdienstbeauftragten auf ihren Dienst vorbereitet. Ausgewählt wurden sie dafür in den Pfarreien durch ihre Pfarrer und die Pfarrgemeinderäte. Neben drei Wochenendkursen im Bischof-Benno-Haus umfasste die Ausbildung ein Praxisjahr, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils drei Wortgottesdienste eigenverantwortlich leiten sollten. „Aus vielen Berichten über das Praxisjahr habe ich entnommen, dass Ihr Dienst von den Gläubigen angenommen wird. Das hat Mut gemacht. Ihre Beschäftigung mit dieser Aufgabe ist aber nicht bei den bloßen Abläufen stehengeblieben, sondern hat Sie tiefer mit der Botschaft dahinter in Verbindung gebracht“, so Bischof Heinrich. „Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen das erhalten bleibt.“

Begleitet wurden die Gottesdienstbeauftragten in ihrer Ausbildungszeit jeweils von einem Mentor oder einer Mentorin. Zehn Gemeindereferentinnen und -referenten sowie ein Pfarrer und ein Diakon standen dafür zur Verfügung. Ausgebildet wurden insgesamt 16 Frauen und 11 Männer; zwei Gottesdienstbeauftragten waren zur Teilnahme an der Segnungsfeier allerdings verhindert.

Rund 130 Gottesdienstbeauftragte im Bistum aktiv

Die neuen Beauftragten kommen aus den Pfarreien in Bautzen, Bischofswerda, Borna, Crimmitschau, Döbeln, Gera, Glauchau, Löbau, Meerane, Meißen, Reichenbach, Riesa, St. Martin Dresden und Zeulenroda-Triebes. Sie können nun bei Bedarf in Absprache mit ihren Pfarreien Wortgottesdienste und Andachten eigenständig vorbereiten und leiten. Zukünftige Einsatzstellen werden dafür die Gottesdienstorte der Pfarrei sein, außerdem Altenpflegeheime, Kurkliniken und Krankenhäuser, aber auch die Seelsorge in der Justizvollzugsanstalt. In ihrem Praxisjahr konnten die Gottesdienstbeauftragten an diesen Orten schon erste Erfahrungen sammeln. Die Zahl der aktiven Gottesdienstbeauftragten im Bistum erhöht sich damit auf rund 130.

„Manchmal wird Ihnen Ihre Aufgabe leicht fallen, manchmal aber auch nicht“, sagte Bischof Heinrich und sicherte zu: „Sie sollen wissen: der Bischof und die Priester, wir stehen hinter Ihnen.“ Viele Gäste aus den Heimatpfarreien der Gottesdienstbeauftragten nahmen an der Segnungsfeier teil. Aus Bautzen hatte gleich eine 50-köpfige Ministrantengruppe mit ihrem Kaplan den Weg zur Segnungsfeier nach Dresden gefunden und nutzte im Anschluss daran die Gelegenheit zu einer Besichtigung im Deutschen Hygiene-Museum.

Die Ordnung der Wortgottesfeier ist vorgegeben (Gotteslob 668-671). Als liturgische Kleidung der Beauftragten wird in der Regel eine Albe empfohlen. Eine Lesepredigt – die in der Verantwortung der Pfarrer liegt – ist möglich. Die Gottesdienstbeauftragten sind auch als außerordentliche Spender der heiligen Kommunion befugt. Bei Segnungen, etwa dem Blasiussegen, oder der Auflegung der Asche zu Aschermittwoch dürfen sie mitwirken.

Text/Fotos: Michael Baudisch

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