Dokumentation des kirchlichen Engagements für Geflüchtete im Jahr 2018

Auswertung beim Vierten Katholischen Flüchtlingsgipfel am 4. Juli in Essen

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat beim Vierten Katholischen Flüchtlingsgipfel am 4. Juli 2019 in Essen eine Dokumentation des kirchlichen Engagements für Geflüchtete im Jahr 2018 veröffentlicht. Die Eröffnungsansprache des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße, Sonderbeauftragter der DBK für Flüchtlingsfragen, finden Sie hier.

Deutsche Bischofskonferenz


Die katholische Kirche in Deutschland hat angesichts der Fluchtbewegungen seit 2015 ihr Engagement für Geflüchtete in finanzieller und personeller Hinsicht ausgebaut. Dabei konzentriert sich die Hilfe auf die Förderung von Initiativen im Inland sowie auf Flüchtlingsprojekte in den Krisenregionen.*

I. Die Gesamtsumme der Mittel: 125,5 Millionen Euro

Die 27 (Erz-)Bistümer und die kirchlichen Hilfswerke haben im Jahr 2018 rund 125,5 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe bereitgestellt: darunter 37,5 Millionen für die Unterstützung der Flüchtlingshilfe im Inland und 83,5 Millionen für die Unterstützung der Flüchtlinge im Ausland. Die Gesamtausgaben bewegen sich damit weiterhin auf einem hohen Niveau, sind aber in der Tendenz rückläufig. Gründe hierfür sind das Auslaufen einer Reihe von Programmen, die zur Bewältigung einer Sondersituation eingerichtet wurden, und die zunehmende Einbettung der Flüchtlingsarbeit in die Regelarbeit. Eine erhöhte Nachfrage dieser Regeldienste wird bereits gemeldet. Vor allem sind einige Großprojekte der Diözesen, beispielsweise im Bereich Wohnraum, abgeschlossen.

II. Finanzielle Sondermittel (Deutschland): 37,5 Millionen Euro

Die 27 (Erz-)Bistümer haben insgesamt 37,5 Millionen Euro für die Unterstützung der Flüchtlingshilfe im Inland aufgebracht: darunter 15,4 Millionen Euro für hauptamtliche Dienste in der Flüchtlingshilfe und in der Begleitung des Ehrenamts, 4,2 Millionen Euro im Bildungsbereich und für die berufliche Ausbildung sowie knapp 5 Millionen Euro zur Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements. Dazu kommt ein geschätzter Gegenwert von ca. 4,5 Millionen Euro für erbrachte Sachleistungen.

III. Finanzielle Sondermittel (Ausland): 83,5 Millionen Euro

Die finanziellen Ausgaben für die Unterstützung der Flüchtlinge im Ausland belaufen sich im Jahr 2018 auf 83,5 Millionen Euro. Das bedeutet einen Zuwachs gegenüber den Mitteln, die im Jahr 2017 aufgebracht wurden. Damit trägt die Kirche dazu bei, dass Geflüchtete in den Aufnahmeländern versorgt werden und eine Zukunftsperspektive entwickeln können.

IV. Hauptamtliche und Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe
Im Jahr 2018 waren ca. 5.100 hauptamtliche Mitarbeiter und rund 51.000 Ehrenamtliche in der Hilfe für Geflüchtete tätig.
Die Unterbringungssituation der Flüchtlinge hat sich gegenüber den Vorjahren verändert. Aktuell gibt es eine stärkere Konzentration der Unterbringung auf einige bestimmte Gebiete. Dadurch erleben wir einen Rückgang des zuvor in der Fläche breit gefächerten Netzes an hauptamtlicher und ehrenamtlicher Begleitung.


* Stichtag ist jeweils der 31. Dezember. Nicht erfasst ist die außerordentliche Flüchtlingshilfe der Ordensgemeinschaften und der katholischen Verbände. Alle Zahlen sind Mindestangaben.



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