Menü
Bistum Dresden Meissen
Papst Franziskus. © Friedbert Simon, in: Pfarrbriefservice.de
05. Februar 2020

Ein Welttag, der die Kranken besonders in den Blick nimmt

am 11. Februar

„Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.“ Mit diesen Jesusworten aus dem Matthäus-Evangelium beginnt Papst Franziskus seine Botschaft zum 28. Welttag der Kranken, der in der katholischen Kirche jährlich am 11. Februar begangen wird.

Franziskus macht nicht nur den Kranken mit ihren unterschiedlichen Leiden Mut, indem er sie des persönlichen Beistands Gottes versichert. Ausgehend von einer einfühlsamen Beschreibung der vielschichtigen Bedürfnisse kranker Menschen kommt er auf die unterschiedlichen Dienste und Berufsgruppen des Gesundheitswesens zu sprechen. Da Krankheit ein ganzheitlich belastendes Erleben ist, brauche es diese multiprofessionelle Unterstützung, die von Aufmerksamkeit und persönlicher Fürsorge bestimmt sei. Die Kirche selbst orientiert der Papst dabei am Vorbild vom Gasthaus des barmherzigen Samariters (Lukas 10). So könne sie ein Ruheplatz sein, wo Menschen, die sich ihrer eigenen Verwundungen bewusst sind, anderen „in einer familiären, gastfreundlichen und entspannten Atmosphäre“ einen Raum anbieten, wo sie „über den Horizont der Krankheit hinausblicken“ und so neu bestärkt werden.

Es überrascht nicht, dass der Papst auch in der Botschaft zum Welttag der Kranken seinem leidenschaftlichen Impuls für die Armen treu bleibt. Gerade im Bereich der Gesundheitsversorgung gibt es weltweit ja bekanntlich große Unterschiede, was den Zugang zu medizinischen, pflegerischen und sozialen Hilfen angeht. In Situationen von Krieg und gewaltsamen Konflikten geraten oft genug nicht nur die Versorgungsstrukturen, sondern auch das Gesundheitspersonal selbst unter Druck, wie der Papst mit eindringlichen Worten feststellt.

Sein Schreiben beendet Franziskus mit der Zusage, alle Kranken, ihre Angehörigen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens in sein persönliches Gebet einschließen zu wollen und ihnen Gottes Segen zuzusprechen.
Die Papstbotschaft im Wortlaut

Gebet und Segen in gemeinsamer Verbundenheit von Kranken, Angehörigen und Fachkräften in Gesundheitsberufen prägen auch die Segensfeier, die am 6. Mai 2020 um 17:30 Uhr bereits zum dritten Mal in Dresden stattfindet und ökumenisch vorbereitet wird. Die ersten beiden öffentlichen Feiern dieser Art fanden 2019 in der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Dresden-Johannstadt statt. Am 6. Mai lädt nun die evangelische Johanniskirchgemeinde in den Kirchsaal Fiedlerstrasse 2 ein.

Auch in Chemnitz finden zweimal im Jahr Gottesdienste für Patienten, Angehörige und Personal statt:
- am 17. März 2020 um 17 Uhr in der St. Jakobi-Kirche (Jakobikirchplatz 1)
- am 11. Oktober 2020 um 17 Uhr in der Kirche der Baptisten (Kanzlerstr. 10, auf dem Kaßberg).

Neben Gebet, Musik und Impulsen wird es bei allen genannten Gottesdiensten die Möglichkeit zum Empfang eines persönlich zugesprochenen Einzelsegens durch katholische und evangelische Seelsorger/-innen geben. Anschließend besteht Gelegenheit zur Begegnung bei Tee und Gebäck. Herzliche Einladung allen, die Interesse haben, mit oder ohne Kirchenzugehörigkeit!

Matthias Mader