Einführung des neuen Messlektionars zum ersten Advent 2018

Neue Bibelübersetzung jetzt auch im liturgischen Gebrauch

Cover des neuen Messlektionars. Foto: Deutsche Bischofskonferenz/Kopp

Cover des neuen Messlektionars. Foto: Deutsche Bischofskonferenz/Kopp

Dresden, 30.10.2018: Am ersten Advent (2. Dezember 2018) wird das neue Messlektionar in den (Erz-)Bistümern des deutschen Sprachraums eingeführt. Zunächst wird das Messbuch für das dann beginnende Lesejahr C bereitgestellt. Es ist ab morgen (31. Oktober 2018) im Buchhandel erhältlich. Die weitere Einführung für die folgenden Lesejahre erfolgt schrittweise.

Das künftige Lektionar ist auf insgesamt acht Bände angelegt: Für die biblischen Lesungen an den Sonntagen sind insgesamt drei Bände vorgesehen – entsprechend den drei Lesejahren A, B und C. Die übrigen fünf Bände enthalten die biblischen Texte für die sogenannten geprägten Zeiten (Weihnachts- und Osterfestkreis), für die gewöhnlichen Wochentage und die Heiligenfeste, für die Feier der Sakramente, Sakramentalien sowie von Begräbnissen und schließlich für die verschiedenen Votivmessen (mit Marienmessen).

Der neue Klang der liturgischen Verkündigung des Wortes Gottes findet in der künftigen Buchgestaltung eine optische Entsprechung. So präsentiert sich das Schriftbild aufgefrischt und zielt auf bessere Lesbarkeit. Die klare und ausdrucksstarke Einbandgestaltung hat der in Wien ansässige Künstler und Designer Christof Cremer gestaltet.

Wenn mit dem neuen Lektionar ein in Teilen ungewohnter Wortklang der Heiligen Schrift in die gefeierte Liturgie einzieht, eröffnet sich damit zugleich die besondere Gelegenheit, das Wort Gottes wieder intensiver zu hören und neu sich darauf einzulassen – ob als Liturgen, Prediger oder mitfeiernde Gläubige. Die Liturgischen Institute Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, das Katholische Bibelwerk, kirchliche Medienangebote und  verschiedene Verlage werden die Einführung der künftigen Teilbände begleiten und Anregungen zum vertieften Verständnis von Bibel und Liturgie bereitstellen.

Hintergrund

Ende 2016 konnten die Bischöfe im deutschen Sprachgebiet der Öffentlichkeit nach zehnjähriger Arbeit die neue Einheitsübersetzung der Bibel übergeben. Sie löste die Vorgängerfassung aus dem Jahr 1979 ab und ist heute die offizielle katholische Übersetzung in deutscher Sprache. Eine ihrer Besonderheiten ist die konsequente Nähe zum Urtext. Sie greift den biblischen Originalton auf, ebenso die typisch biblische Sprach- und Bilderwelt, ohne zu reduzieren oder hinzuzufügen. Die Einheitsübersetzung von 2016 gilt als offizieller deutschsprachiger Bibeltext. Das bedeutet, dass sie auch Eingang in die liturgischen Bücher finden muss.




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