Da berühren sich Himmel und Erde

Festgottesdienst mit Altarweihe zum Abschluss der Radeberger Kirchensanierung

Pfarrer Dariusz Frydrych lässt den Altarstein - der Reliquien und eine Urkunde enthält - in die Altarplatte ein. Fotos: Michael Baudisch

Pfarrer Dariusz Frydrych lässt den Altarstein - der Reliquien und eine Urkunde enthält - in die Altarplatte ein. Dahinter (links) Bischof Heinrich Timmerevers, (rechts) Pfarrer Christoph Eichler. Fotos: Michael Baudisch

Radeberg, 23.09.2019 (KPI): Die kleine St. Laurentius-Kirche hat in den letzten 136 Jahren seit ihrer Grundsteinlegung schon einiges durchlebt. Ein Meilenstein in der Historie des Radeberger Gotteshauses konnte allerdings am vergangenen Sonnabend, 21. September, gefeiert werden. Nach Umgestaltung und Erweiterung der Gemeinderäume im Erdgeschoss und anschließender Sanierung des Kirchenraumes erstrahlt das Gebäudeensemble nun rundum in neuem Glanz.
Auch Bischof Heinrich, der zuletzt zur Segnung der Gemeinderäume am Jahresbeginn in Radeberg zu Besuch war, ist zum Festgottesdienst im vollbesetzten Gotteshaus sichtlich angetan: „Die Kirche ist nicht wiederzuerkennen: schlicht und schön.“

Dabei hat der Kirchenraum nur wenige Veränderungen erfahren, sondern vor allem durch liebevolle, behutsame Aufwertungen zu neuer Würde gefunden. Decke und Wände leuchten in hellen Farben, Fußboden und Kirchenbänke in hellem Holz. Der Tabernakel und die vorhandenen Kreuzwegbilder wurden mit Holztafeln gefasst. Schlichte Lampen und weiß-goldene Applikationen an der Kirchendecke tragen zum positiven Gesamteindruck bei. Eine Glasfront trennt den Treppenaufgang vom Kirchenschiff. Über den Einbau eines Aufzugs ist der Gottesdienstraum außerdem komplett barrierefrei zu erreichen.

Bischof Heinrich entzündet zur Altarweihe Flammenschalen. Dahinter (v.l.n.r.) Zisterzienserpater Johannes Müller, Domkapitular Benno Schäffel.

Bischof Heinrich entzündet zur Altarweihe Flammenschalen. Dahinter (v.l.n.r.) Zisterzienserpater Johannes Müller, Domkapitular Benno Schäffel.

Der Altar erhielt eine neue Platte, der Ambo ein frisches Pult, auch einen neuen Taufbrunnen gibt es nun. Diese liturgischen Orte segnet Bischof Heinrich zum Abschluss der Kirchensanierung und übergibt sie im Rahmen des Festgottesdienstes der Gemeinde. Die Altarweihe stellt er dabei besonders in den Blickpunkt. „Eine Altarweihe ist immer etwas ganz Besonderes im Leben einer Gemeinde“, so Bischof Heinrich. „Das was greifbar ist, ist ein Geschenk der Erde und der menschlichen Arbeit. So, wie diese Altarplatte aus Holz und von Menschenhand geschaffen ist. Im Gottesdienst berühren sich dabei jedoch Himmel und Erde. Gott wird fassbar.“

Altar bringt uns in Berührung mit Christus

Im Verlauf der Feier lässt Pfarrer Dariusz Frydrych in die Altarplatte den Altarstein ein, der Reliquien und eine Urkunde enthält. Anschließend salbt Bischof Heinrich den Altar mit Chrisam, entzündet auf der Tischplatte Flammen, fügt Weihrauch hinzu. Auch der Taufbrunnen und der Ambo werden gesegnet.

Neben den Seelsorgern der Pfarrei St. Maria Magdalena Kamenz Pfarrer Frydrych, Pfarrer Christoph Eichler und Zisterzienserpater Johannes Müller, sind auch zahlreiche weitere Seelsorger gekommen, die der Pfarrei eng verbunden sind: Domkapitular Benno Schäffel, der aus Radeberg stammt. Pfarrer Norbert Hilbig, von 1984 bis 1999 Pfarrer in Radeberg. Außerdem Pfarrer Stephan Löwe, Pfarrer Peter Opitz, Diakon Stephan Lohse.

In einem großen Festzelt war die gesamte Festgemeinde im Anschluss an den Gottesdienst bei Grillgut und Salat eingeladen, auf den erfolgreichen Sanierungsabschluss anzustoßen.

Mehr Informationen zu den Radeberger Sanierungsarbeiten - hier klicken...

Text/Fotos: Michael Baudisch

Bonifatiuswerk
Die Sanierungsarbeiten der Radeberger Kirch- und Gemeinderäume wurden unterstützt durch das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.


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