Einladung zur Ökumenischen FriedensDekade

vom 10. bis 21. November

Dresden, 05.11.2018: Von Samstag, 10. November, bis Mittwoch, 21. November, werden in der Dresdner Kreuzkirche 26 großformatige bunte Friedensbanner aus Flies ausgestellt. Sie sind jeweils zehn Meter hoch und einen Meter breit. Chemnitzer Kinder und Jugendliche haben sie in den letzten Jahren gestaltet. Sie verarbeiten darin Themen wie Krieg, Verfolgung und Flucht, die Ausbeutung der Erde, aber auch, wie ein Miteinander, Solidarität und Frieden gelingen können. Die Ausstellung wird am Samstag, 10. November, 11.30 Uhr, eröffnet.

Mit den Bannern einher gehen verschiedene Angebote zur Ökumenischen FriedensDekade vom 11. bis 21. November in Dresden. Dazu gehören der "Weg der Erinnerung" am Sonntag, 11. November, 11 Uhr (Treffpunkt Kreuzkirche). Mit dem Fahrrad erkunden die Teilnehmenden, was die Nacht vom 9. November 1938 und der folgende Tag des Pogroms für verschiedene Menschen brachten: die willkürliche Verhaftung jüdischer Männer, Zerstörungen jüdischer Geschäfte und der Synagoge, aber auch Proteste von Nachbarn.

Die Initiative "Frieden auf der Straße" mit Friedensreferentin Annelie Möller vom Ökumenischen Informationszentrum beginnt am Dienstag, 13. 11., um 16 Uhr neben den "Steinen des Anstoßes". Bettina Müller gestaltet am Mittwoch, 14. 11., 19 Uhr, einen Gemeindeabend im Haus an der Kreuzkirche. Er steht unter dem Motto "Wenn der Gegner kein Gesicht mehr hat". Am Freitag, 16. 11., 9.30 Uhr, werden in der Schützkapelle der Kreuzkirche Kinderbücher zum Thema Frieden vorgestellt, denn an diesem Freitag findet zugleich der bundesweite Vorlesetag statt.

Friedensgebete, die "Nacht der Lichter" mit Liedern aus Taizé am Dienstag, 20.11., 20 Uhr, sowie die sonntäglichen Gottesdienste vervollkommnen das Programm. Die Kreuzkirche ist täglich von 10 bis 18 Uhr zur Besichtigung geöffnet, außer während der Gottesdienste, Vespern und Konzerte. Die Bannergestaltung hat die Chemnitzer Gruppe "Aktion C" im Zusammenhang mit dem Chemnitzer Friedenstag initiiert.

Nachdem die Chemnitzer Innenstadt am 5. März 1945 fast vollständig zerstört wurde, wird dieses Datum dort inzwischen als Tag des würdigen Gedenkens und als Tag des Bekenntnisses zu Demokratie und Toleranz begangen. Ein breites Bündnis aus verschiedenen Fraktionen des Stadtrates, der Oberbürgermeisterin, Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaft, Kultur, Sport, Wissenschaft, Kirchen, der Jüdischen Gemeinde, Initiativen, Vereinen und Akteuren der Zivilgesellschaft laden dazu ein, darunter auch die „Aktion C“. Seit fünf Jahren hängen die Banner in dieser Zeit in Chemnitz an vielen öffentlichen Plätzen, Einkaufspassagen, Kirchen, dem Rathaus oder Bauzäunen.

Die FriedensDekade wird auch in vielen anderen Dresdner Kirchgemeinden begangen, darunter in Blasewitz, Zschachwitz, Prohlis, Bühlau oder Klotzsche sowie Moritzburg. Oft in Form abendlicher Besinnungen, verbunden mit dem Beten für den Frieden. Auch Jugendliche sind bei der FriedensDekade einbezogen.


Hintergrund:

Seit 1980 wird die FriedensDekade in Ost- wie in Westdeutschland begangen. Sie hat die Gemeinschaft der Kirchen gefördert, den Zusammenhalt der Christinnen und Christen in Ost- und Westdeutschland verstärkt und das Friedensthema in ökumenischer Breite zu einem Schwerpunkt im Kirchenjahr gemacht. Die Wochen im November haben wesentlich zur Vertiefung des christlichen Friedenszeugnisses und zur Willensbildung in Gemeinden und Kirchen beigetragen.

Weitere Veranstaltungen der FriedensDekade im Überblick - hier klicken...



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