Die Kirchen leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft

Sächsische Staatsregierung im Gespräch mit Kirchenvertretern

Gespräch Bistümer - Landeskirchen - Staatsregierung

(Foto: evlks.de)

Dresden, 04.06.2019: Zu ihrem turnusmäßigen Gespräch traf sich heute die sächsische Staatsregierung mit den katholischen Bischöfen und evangelischen Landesbischöfen, deren Gebiete teilweise oder ganz zu Sachsen gehören. Katholischerseits nahmen Bischof Heinrich Timmerevers (Bistum Dresden-Meißen) und Bischof Wolfgang Ipolt (Bistum Görlitz) teil, evangelischerseits Landesbischof Dr. Carsten Rentzing (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens) und Landesbischof Markus Dröge (Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz). Mit dabei auch die Leiter der Verbindungsstellen zwischen Kirche und Staatsregierung: Diakon Dr. Daniel Frank (Katholisches Büro) und Christoph Seele (Evangelisches Büro).

Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte, dass "wir alle Verantwortung für das Miteinander tragen". Die Kirchen prägten die Gesellschaft besonders durch ihren Dienst an den Menschen, beispielsweise im Bereich der Pflege. Gemeinsam sähen Kirche und Staatsregierung die ländlichen Regionen als "Chancenregionen der Zukunft", weshalb der Freistaat in Schulen, Kindergärten, Infrastruktur und ÖPNV investieren wolle. "Machen wir uns miteinander auf den Weg!", so Kretschmer. Es brauche engagierte Menschen, die nicht polarisieren und nicht in Hektik verfallen. Das Gespräch mit den Kirchenvertretern habe "auch der Staatsregierung Mut gemacht und Kraft gegeben".

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing nannte die gesellschaftliche Situation "angespannt, oftmals bestimmt von Kompromisslosigkeiten. Wir brauchen Debatten darüber, wohin wir als Gesellschaft wollen. Die Risse, die wir in der Gesellschaft wahrnehmen, haben sich über lange Zeit entwickelt und sind nicht so schnell zu beseitigen. Dazu ist ein langer Atem nötig." Er wies zudem auf das "Zentrum für Dialog & Wandel" der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz in Cottbus hin, das versucht, die Zivilgesellschaft zu vernetzen.

Bischof Heinrich Timmerevers wies darauf hin, dass Demokratie nie fertig sei, sondern immer neu gebaut werden müsse. "Unser Staatswesen kann nicht davon leben, dass alle immer etwas haben wollen", betonte er. "Wir müssen die Menschen ermutigen, das je Eigene einzubringen, die Gesellschaft mitzugestalten und so Gemeinschaft zu erfahren."

Pressegespräch

Im Anschluss an das Gespräch der Staatsregierung mit den Kirchenvertretern trafen sich die Dresdner Bischöfe Heinrich Timmerevers und Dr. Carsten Rentzing sowie Ministerpräsident Michael Kretschmer mit Medienvertretern.  (Foto + Text: Elisabeth Meuser)



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