IBZ St. Marienthal gibt ehemalige Propstei zurück

Notarvertrag wird im August 2018 unterschrieben

Propstei Kloster St. Marienthal

Ostritz, 09.07.2018: Der Stiftungsrat des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ) St. Marienthal hat einstimmig beschlossen, die ehemalige Propstei des Klosters St. Marienthal an die Abtei kostenlos zurückzugeben. Im August wird hierzu der entsprechende Notarvertrag unterschrieben.

Im Jahr 1992 hatte die Abtei Klosterstift St. Marienthal das Gebäude im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages an die Stiftung IBZ verpachtet. Seitdem wurden vom IBZ kleinere Renovierungen und vom Klosterstift nach dem Hochwasser im Jahr 2010 ganz erhebliche Sanierungen durchgeführt. Auf Bitten der Äbtissin des Klosterstiftes, Sr. M. Elisabeth Vatterodt OCist, kommt es nun zur Rückgabe der ehemaligen Propstei an das Klosterstift.

Das Propsteigebäude wurde nach dem großen Klosterbrand im Jahre 1683 errichtet und war Wohnsitz des Propstes und Arbeitsort zahlreicher Mitarbeiter des Klosters. Der Propst war zum einen für die wirtschaftlichen, finanziellen und juristischen Angelegenheiten des Klosters verantwortlich. Zum anderen war der Propst jeweils ein Priester, der den Gottesdiensten im Kloster vorstand. Letzter Propst in St. Marienthal war - noch zu DDR-Zeiten - Gerhard Hälbig.

Heute gibt es das Amt des „Propstes“ in St. Marienthal nicht mehr, da sich die Nonnen selber um ihre wirtschaftlichen, finanziellen und juristischen Angelegenheiten kümmern. Es gibt jedoch das Amt des „Spirituals“, des Hausgeistlichen des Klosters. Derzeit ist Pater Dr. Bruno Hannöver OCist von der Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz (Österreich) für diese Aufgabe freigestellt. Hannöver ist zugleich Vorstandsmitglied der Stiftung IBZ und hat seine Wohnung in der ehemaligen Propstei.

Gegenwärtig werden in dem Gebäude noch alle Hochwasserschäden aus dem Jahr 2010 beseitigt.



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