Jesuitenpater Peter Kegebein (93) gestorben

Requiem und Beerdigung am 9. August in Berlin

P. Peter Kegebein SJ

Pater Peter Kegebein SJ   (Foto: P. Josef Ullrich SJ)

Berlin / Dresden, 02.08.2018: Am Fest des heiligen Ignatius, 31. Juli, verstarb Jesuitenpater Peter Kegebein SJ in Berlin-Kladow. Er war der Initiator für die Einrichtung des Raumes der Stille am Brandenburger Tor, den bis heute Millionen von Besuchern betreten haben.
 
Am 17. Dezember 1924 in Güstrow/Mecklenburg geboren, hatte er den Jesuitenorden zum Ende seiner Schulzeit kennen gelernt. 1943 wurde er zum Militärdienst eingezogen und kam in Gefangenschaft. Nach der Rückkehr konvertierte er in Altenberg bei Köln und entschloss sich, Priester zu werden. Er trat zunächst in Bonn ins Priesterseminar ein und studierte in München und Frankfurt/M. Am 25. Juli 1953 wurde er im Osnabrücker Dom zum Priester geweiht. Erste Kaplansjahre verbrachte er in Mecklenburg. Durch die Mitarbeit in der Marianischen Kongregation (MC) angestoßen und angeregt durch die Exerzitien, trat er am 3. September 1962 in Erfurt in die Gesellschaft Jesu (Jesuiten) ein.
 
In der MC und in der Exerzitienarbeit war er von 1965 bis 1968 in Dresden tätig sowie in der Erwachsenenseelsorge in Rostock (1969-1970) und Güstrow (1970-1977), wo er das elterliche Haus als Exerzitienhaus nutzte und zahlreiche Hauskreise ins Leben rief. In Berlin-Biesdorf machte er sein Tertiat (1971/72) und legte dort am 18. April 1974 seine Letzten Gelübde ab. Von Krankheitszeiten unterbrochen wirkte er in Pfarreien in Magdeburg (1979-1980) und Rostock (1980-1985) sowie im Exerzitienhaus in Berlin-Biesdorf (1985-1991). Von 1991-1995 war er Krankenhausseelsorger in Dresden.

In der Zeit der Wende hatte Pater Kegebein die Idee zu einem öffentlichen und überkonfessionellen "Raum der Stille". So initiierte er ein "Zelt der Stille" vor den Trümmern der Frauenkirche in Dresden, trug diese Initiative und betreute es mit. 1994 richtete er zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Johannes Hildebrandt und einem Förderkreis um Frau Dr. Maria Diefenbach nach dem Vorbild des UN-Meditationsraums am nördlichen Torhaus des Brandenburger Tores einen "Raum der Stille" ein. "Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall", so lautet das UN-Gebet, das in dem Raum der Stille zu lesen ist. "An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht mehr von Hunger und Furcht gequält, nicht sinnlos nach Rasse, Hautfarbe und Weltanschauung getrennt werden."
 
Von 1998 bis 2002 arbeitete er im Seelsorgeteam der Jesuiten in Aachen mit. Seit 2002 lebte er im Altenheim der Jesuiten in Berlin-Kladow.
 
Das Requiem findet am Donnerstag, 9. August 2018, um 11 Uhr in der Friedhofskapelle auf dem Domfriedhof St. Hedwig, Ollenhauerstraße 24-28, in Berlin-Reinickendorf statt. Die Beerdigung ist im Anschluss an das Requiem.





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