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Bistum Dresden Meissen
"Laudate" von 1912. © Bistum Dresden-Meißen
31. Januar 2020

Katholische Kirche in der sächsischen Diaspora

Kolloquium vom 26. bis 28. März 2020 in Dresden

Dresden. Interessante Facetten der Geschichte des Bistums (Dresden-)Meißen beleuchtet ein wissenschaftliches Kolloquium vom 26. bis 28. März in Dresden. Das Programm sieht Vorträge zu ganz unterschiedlichen Themen vor: So steht beispielsweise die Frage der Bischofseinsetzungen in den 1920er und 1930er Jahren im Blickpunkt. Es gibt aber auch Vorträge zur karitativen Tätigkeit der „Grauen Schwestern“ in Sachsen vor 1914, zum Leben der katholischen Sorben im 19. und 20. Jahrhundert, zum Bistumsseligen Alojs Andritzki sowie zu anderen Priestern, die die Menschen im Bistum geprägt haben.

Vorbereitet wird die Tagung, die im Haus der Kirche (Dreikönigskirche, Hauptstraße 23) in Dresden stattfindet, von einem Projektbüro des Bistums Dresden-Meißen gemeinsam mit dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV). Mitveranstalter ist außerdem der "Trägerverein für das Engagement von Katholiken im Bistum Dresden-Meißen in Kirche und Gesellschaft e.V.".

„Wir gehen Bistumsgeschichte als ein Feld für offene Fragen (zeit-)historischer Forschung an“, betont Prof. Dr. Gerhard Poppe aus der Vorbereitungsgruppe dieser Tagung. „Deshalb verzichten wir auch auf die erneute Darstellung von längst Bekanntem und Publiziertem.“ Die Vielfalt der beteiligten Fachdisziplinen ist den Organisatoren dabei ebenso wichtig wie die Kooperation mit dem ISGV. „Die Tagung soll keine katholische Nischenveranstaltung werden, sondern sucht bewusst den Austausch mit der regionalgeschichtlichen Forschung“, so Poppe.

Eine Besonderheit des Kolloquiums, das im Vorfeld der Feierlichkeiten zum  Bistumsjubiläum 2021 – 100 Jahre nach seiner Wiedererrichtung –  stattfindet, bilden die beiden Abendveranstaltungen, die offen sind für alle Interessierten:

Am 26. März um 19 Uhr sprechen Domkapitular Dr. Bernhard Dittrich (Schmochtitz) und Bischof em. Dr. Joachim Wanke (Erfurt) unter dem Titel „Ein Exot unter den deutschen Diasporabistümern?“ in einem Doppelvortrag über einige Besonderheiten des Bistums Meißen. Am 27. März um 19.30 Uhr beleuchtet Prof. Dr. Enno Bünz (Leipzig) die Geschichte des mittelalterlichen Bistums Meißen bis zur Einführung der Reformation.

Das vollständige Programm zum Herunterladen

Interessierte können sich bis zum 20. März 2020 unter www.isgv.de/100jahrebistum anmelden.

Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben.

GP/meu