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Bistum Dresden Meissen
27. März 2020

Kirchliches Leben in Zeiten des Corona-Virus‘

WICHTIG: Alle Gottesdienste und öffentlichen Veranstaltungen im Bistum bis auf weiteres abgesagt

Zuletzt aktualisiert: 27. März 2020

 

Alle öffentlichen Gottesdienste und Veranstaltungen im Bistum Dresden-Meißen sind bis auf weiteres abgesagt. Das hat Bischof Heinrich Timmerevers am 14. März 2020 aufgrund der aktuellen Entwicklungen nach sorgfältiger Beratung entschieden.

Bischof Timmerevers: „Der Schutz von Leib und Leben der besonders Gefährdeten erfordert in der Corona-Krise Entscheidungen, die ich nur sehr schweren Herzens und in großer Bedrängnis treffe. Die Ausbreitungsdynamik des Virus macht es kurzfristig notwendig: Es wird ab sofort auf alle öffentlichen Gottesdienste und alle weiteren öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen in den Pfarreien und Institutionen im Bistum Dresden-Meißen bis auf weiteres verzichtet. Die Sonntagspflicht ist damit aufgehoben. Die Kirchenräume sollten nach Möglichkeit für das persönliche Gebet geöffnet bleiben.“

Am 26. März hat Bischof Heinrich in einem Brief aktuelle Fragen zur Feier der Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen, zur Neuterminierung von Erstkommunionfeiern, Firmungen und Pfarreineugründungen sowie weiteren pastoralen Themenfeldern geklärt. Den gesamten Brief können Sie nachlesen - hier klicken.

Am 17. März hat Bischof Timmerevers in einem Schreiben die weitere Ausgestaltung des kirchlichen Lebens in der Phase der Corona-Krise geregelt, unter anderem etwa die Fragen nach dem Bußsakrament, der Krankensalbung, der Feier von Taufen, Trauungen oder Beerdigungen. Die Hinweise sind in der Themenübersicht unten nachlesbar und stehen dort auch als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

Die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen werden nicht in gewohnter Weise zu feiern sein. Die Entscheidung, wie sie begangenen werden können, wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Zur Entscheidung über die Feier der Erstkommunion wie auch anstehender Firmungen wird es weitere Hinweise geben. Neugründungen von Pfarreien werden rechtlich wie terminiert vollzogen, die entsprechenden Feiern werden in Abstimmung mit dem Bischöflichen Sekretariat gegebenenfalls verschoben.

Aufgrund der aktuellen Lage bleibt der Zugang zum Bischöflichen Ordinariat in Dresden für Externe bis auf weiteres geschlossen; externe Besucher werden nicht mehr eingelassen. Angemeldete Veranstaltungen mit externen Teilnehmern sind bis auf weiteres abgesagt.

Bischof Timmerevers: „Ich erbitte für Sie, für alle Kranken und Gefährdeten, für alle in der Krise Engagierten in diesen schweren Tagen den Segen Gottes!“

 

Bischofswort vom 13. März 2020:

26. März: Brief von Bischof Heinrich Timmerevers zu liturgischen und seelsorglichen Fragen

"In wenigen Tagen werden wir die Heilige Woche begehen, in diesem Jahr anders als je zuvor. Wir werden diese Tage nicht als große Gemeinde oder Pfarrei an einem Ort feiern können. Für viele ist das mit großem Schmerz verbunden, den ich teile. Wie kann man Ostern feiern, wenn Verzicht und Einschränkungen bleiben? Ich finde Trost in der Erfahrung der traurigen Jünger, die ihren unerkannten Begleiter auf dem Weg nach Emmaus wegen seiner Unbekümmertheit ansprechen: „Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist?“ (Lk 24,18) Er erläutert ihnen daraufhin die Schrift, und er bricht das Brot mit ihnen. Während wir auf die gemeinsame Eucharistie auch am Osterfest verzichten müssen, bleibt uns das Wort Gottes, das die Kirche „immer verehrt [hat] wie den Herrenleib selbst“ (DV 21). Ich vertraue darauf, dass der Herr uns auch in diesem Jahr auf dem österlichen Weg begleitet und uns erschließt, was wir allein mit dem Verstand nicht fassen können.

Es wurden einige liturgische, pastorale und ganz praktische Fragen und Themen an die Bistumsleitung herangetragen, die wir beraten haben und für die wir folgende Informationen geben..."

Den gesamten Brief des Bischofs als pdf-Datei können Sie herunterladen - hier klicken...

Zur Zusammenfassung des Briefes in der Übersicht - hier klicken...

 

13. März: Bischof Heinrich Timmerevers zur Corona-Krise

Aufeinander achten, verantwortungsbewusst handeln

13. März 2020

Liebe Schwestern und Brüder,

die Maßnahmen zur Eindämmung des „Corona-Virus“ überschlagen sich derzeit. Jeder von uns ist von harten Einschnitten betroffen. Veranstaltungen werden abgesagt, Betreuungs-, Bildungs- und Kultureinrichtungen werden geschlossen, Arbeitsabläufe angepasst und vieles mehr. Auch in unserem Bistum!

Alles geschieht, damit die Infektionsrate langsamer ansteigt. Mittlerweile bekommen wir ebenso eine Ahnung, welche langfristigen Folgen diese notwendigen Einschränkungen mit sich bringen werden.

Ich kann gut nachvollziehen, dass Menschen dieser neuen Erfahrung und der großen Ungewissheit über den Verlauf der Pandemie mit ganz unterschiedlichen Gefühlen, wie Sorge und Angst, aber auch mit Gelassenheit begegnen. So verschieden wir Menschen sind, so verschieden werden wir auch Wege durch diese Krisensituationen finden!

Durch die Einschränkungen genauso wie durch das hohe Engagement in der Eindämmung und Bekämpfung des Virus merken wir, wie wichtig Gemeinschaft in den verschiedenen Kontexten unseres Lebens ist: in der Familie, auf der Arbeit, in der Freizeit, in der Gesellschaft, aber auch in der Kirche. Wir wissen, dass wir einander bedürfen und aufeinander verwiesen sind.

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich meinen herzlichen Dank und hohen Respekt gegenüber denjenigen ausdrücken, die in diesen Tagen in den Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen einen wichtigen Dienst für unsere Gesellschaft leisten und sich damit einem hohen Risiko aussetzen. Auch denjenigen, die in Gesellschaft, Politik und Verwaltung schwierige Entscheidungen treffen müssen, möchte ich danken und sie ermutigen, verantwortungsvoll und mit kühlem Kopf die Lage zu beurteilen, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

Ich setze ein hohes Vertrauen in unser Miteinander, das weit über wichtige Regularien und Verhaltensmaßnahmen hinausgeht. Helfen Sie mit, Solidarität und die Liebe zum Nächsten ganz konkret und in dieser Situation neu durchzubuchstabieren. Was geschieht, wenn die Kinder der Nachbarn nicht mehr in den Kindergarten gehen können, aber die Eltern als Ärzte gebraucht werden? Was, wenn die Regale der Supermärkte nicht mehr das reichhaltige Angebot haben? Was, wenn Existenzen auf dem Spiel stehen, weil ganze Wirtschaftszweige über Wochen hinweg lahmgelegt sind? Helfen Sie einander! Die an vielen Stellen geschenkte Zeit könnten wir dafür kreativ nutzen, ohne dabei in Panik zu verfallen. Spenden Sie Trost, wo Einsamkeit um sich greift. Geben Sie Mut, wo Verzweiflung die Köpfe zu bestimmen droht. Helfen Sie, ohne sich selbst und andere zu gefährden. Gott sei Dank haben wir die Chance, auch über Internet und Telefon miteinander in Beziehung zu treten. Auch in der Seelsorge werden wir darauf in den kommenden Wochen zunehmend angewiesen sein. Beieinander zu bleiben, ohne dem anderen direkt zu begegnen, wird uns in den kommenden Wochen eine Herausforderung sein.

Wir haben als Gesellschaft die große Pflicht, auf jene zu achten, die durch Alter und Krankheit besonders gefährdet sind. Wir müssen alles tun, um sie an Leib und Leben zu schützen. Ich appelliere deswegen, die Hygienevorschriften genauso wie die Empfehlungen der Verwaltungen sehr ernst zu nehmen – hier kann jeder mittun!

Für alle Veranstaltungen unserer Diözese gelten selbstverständlich die Richtlinien von Land, Landkreisen und Kommunen, bspw. die Absage von Versammlungen, die über bestimmte Teilnehmerzahlen hinausgehen. Unsere Pfarreien und Institutionen sind dazu verpflichtet, auch die darüberhinausgehenden Empfehlungen umzusetzen und damit unserer hohen Verantwortung gegenüber den Menschen nachzukommen. Bildungsveranstaltungen haben wir bereits ebenso abgesagt wie spirituelle Angebote, bei denen größere Gruppen betroffen sind. In den kommenden Tagen wird dies auch zunehmend die Absage von Gottesdiensten betreffen. Die gottesdienstlichen Versammlungen, die noch stattfinden, können angesichts der gegenwärtigen Lage ein hohes Risiko der Ansteckung bergen. Mir fällt es sehr schwer: Aber ich kann keine Empfehlung aussprechen, sich diesem Risiko auszusetzen. Mir ist bewusst, dass damit das kirchliche Leben im Mark getroffen wird. Gebet und gefeierter Glaube muss deshalb jedoch keineswegs schweigen – einige Anregungen für das Gebet zu Hause werden wir zeitnah veröffentlichen. Voraussichtlich ab dem 4. Fastensonntag und auch an den Osterfeiertagen werden wir Gottesdienstübertragungen aus unserem Bistum im Livestream über unsere Internetseite anbieten. Die sonntägliche Feier des Gottesdienstes ist ein hohes Gut, dem für Ausnahmesituationen auch über Internet, Fernsehen und Rundfunk legitim entsprochen werden kann.

In den kommenden Tagen werden wir weiter über Veränderungen im kirchlichen Bereich informieren.

Liebe Schwestern und Brüder, wir gehen durch schwierige Tage. Vom heiligen Ignatius ist uns ein berühmtes Wort überliefert, das vielleicht in diese Zeit passt: „Handle so, als ob alles von dir, nichts von Gott abhinge. Vertraue so auf Gott, als ob alles von Gott, nichts von dir abhinge.“ Helfen wir einander, beten wir füreinander!

+ Heinrich Timmerevers
Bischof von Dresden-Meißen

17. März: Dienstanweisung zum Umgang mit der Corona-Pandemie im Bistum Dresden-Meißen

Dresden, 17. März 2020

gültig ab dem 17. März 2020

 

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Herren Pfarrer,
liebe Mitbrüder,
liebe Seelsorgerinnen und Seelsorger,
liebe Ordenschristen,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
sehr geehrte Damen und Herren,

eine Verlangsamung der Corona-Pandemie und damit der Schutz des Lebens von besonders Gefährdeten hat höchste Priorität. Als Christen haben wir eine besondere Verantwortung, weil wir das Leben jedes Menschen als Geschenk Gottes verstehen. Wenn wir mit unseren Maßnahmen nur ein Menschenleben retten können, dann dürfen wir nicht zögern. In der Folge erfordert es einen massiven Einschnitt in das Leben der Kirche von Dresden-Meißen.

Es gilt die getroffene Entscheidung, alle öffentlichen Gottesdienste und Veranstaltungen in allen Pfarreien und Institutionen im Bistums Dresden-Meißen bis auf Widerruf abzusagen. Die Gläubigen sind von der Sonntagspflicht befreit.

Diese bischöfliche Weisung wird im Folgenden konkretisiert, ihr ist unbedingt Folge zu leisten:

  • Staatliche Weisungen können weitere Einschränkungen notwendig machen. Ihnen sind unbedingt Folge zu leisten, selbst wenn religiöse Veranstaltungen ausgenommen sein sollten.
  • Alle Tätigkeiten sind unter strengster Beachtung der notwendigen Hygienevorschriften und des Eigenschutzes (großer Abstand 1,5m, kein physischer Kontakt, Hände waschen etc.) zu verrichten und sofort einzustellen, wenn Anzeichen für Krankheit auftreten.
  • In der gegenwärtigen Krise feiern die Priester die Eucharistie in Stellvertretung für die ihnen anvertrauten Gläubigen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. (Hinweise in der Anlage)
  • In vollständig klausurierten Gemeinschaften kann die Eucharistiefeier unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiterhin gefeiert werden.
  • Nichteucharistische Gottesdienste und Anbetungszeiten sind in der Öffentlichkeit nicht möglich.
  • Der Empfang der Kommunion außerhalb der Eucharistie im Kontext der Gemeindepastoral (bspw. Hauskommunion) sollte nur in großer Not gespendet werden und wird in die Verantwortung der örtlichen Seelsorger gestellt. Reguläre Krankenbesuche, einschließlich Spendung der Krankenkommunion, sind auszusetzen. Die Spendung der Hl. Kommunion an Schwerstkranke und Sterbende ist aber möglich.
  • In Krankenhäusern kann Corona-Patienten und Schwerstkranken die Kommunion und die Krankensalbung im Einvernehmen mit dem Krankenhaus und unter Berücksichtigung der angeordneten Schutzmaßnahmen gespendet werden.
  • Das Bußsakrament sollte nur in Notlage und mit größter Vorsicht gespendet werden. Zwischen Priester und Beichtenden ist immer auf ausreichend Abstand zu achten, der im Beichtstuhl normalerweise nicht gewährleistet ist. Die Osterbeichte kann auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Die Bußordnung ist in diesem Punkt außer Kraft gesetzt.
  • Die Krankensalbung wird nur an einzelne Empfänger gespendet. Unmittelbar davor und nach der Feier sind die Hände gründlich zu reinigen. Die Verwendung von Einweghandschuhen und weiteren Schutzmitteln kann angebracht sein. Zwischen der Salbung der Stirn und der Hände oder danach darf nicht in das Ölgefäß gefasst werden. Wenn die Gefahr einer Verunreinigung des Öls besteht, sollte von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, reines Pflanzenöl aus dem Haushalt zu weihen (Die Feier der Krankensakramente - Anhang III).
  • Alle aufschiebbaren Feiern (z.B. Taufen und Trauungen) sind nach Gespräch mit den betroffenen Familien und Eheleuten zu verschieben. Nottaufen sind davon ausgeschlossen.
  • Beerdigungen können derzeit nur nach den öffentlichen Vorgaben im engsten Kreis der Familie im Freien stattfinden. Das Requiem ist zu einem späteren Zeitpunkt nachzufeiern.
  • Alle weiteren Versammlungen und Veranstaltungen (Religionsunterricht, Gruppenstunden, Konferenzen, Sitzungen, Sakramentenvorbereitungen, Bibelkreise, Gebetskreise, Exerzitien, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen etc.) sind vorerst bis 20. April 2020 abzusagen. Hilfsmaßnahmen für Menschen in konkreter Not sind telefonisch zu organisieren. Meldepflichten zu Veranstaltungen gibt es seitens des Bischöflichen Ordinariates entsprechend nicht.
  • Konferenzen und Dienstreisen von Hauptamtlichen unterbleiben, außer es besteht unaufschiebbarer dienstlicher Bedarf, der nicht auch durch Telefonkonferenzen erfüllt werden kann. Die Maßnahme wird durch den Vorgesetzten entschieden.
  • Seelsorgerinnen und Seelsorger, die zu den Risikogruppen der Pandemie gehören, sollten besonders achtsam sein und den Kontakt zu kranken und älteren Menschen meiden. In den Pfarreien sollte abgesprochen werden, wer aus dem Seelsorgeteam zu Krankenbesuchen bereit und geeignet ist.
  • Die seelsorgliche Begleitung der Menschen in den Gemeinden und Pfarreien sollte in diesen Tagen besonders in den Blick genommen werden und vor allem telefonisch, digitial und nur wenn unbedingt notwendig mit persönlicher Begegnung realisiert werden. Hausbesuche sind zu vermeiden.
  • In den Pfarreien werden die Seelsorgerinnen und Seelsorger ermutigt, kreative seelsorgliche, geistliche und liturgische Angebote zu entwickeln und adäquat zu veröffentlichen. Dabei sind besonders auch Menschen in den Blick zu nehmen, die keinen Zugang zum Internet haben. Über können Ideen und Materialien eingereicht, dann auf der Bistumshomepage verlinkt und so einem breiteren Kreis zur Verfügung gestellt werden.
  • Seelsorgerinnen und Seelsorger sind ebenso wie Ehrenamtliche dazu angehalten, im sozial-caritativen Bereich Verantwortung zu übernehmen und zu überlegen wo und wie Hilfe ohne persönliche Begegnung nötig und möglich ist (z.B. Telefonkontakte zu Alleinstehenden oder Personen in Quarantäne, Nachbarschaftshilfe etc.). Hier ist mit den örtlichen Stellen der Caritas zusammenzuarbeiten.
  • Die Kirchen sollten nach ortsüblichen Möglichkeiten für die Menschen zum persönlichen Gebet Einzelner geöffnet sein. Gebets- und Gesangbücher sind aus hygienischen Gründen zu entfernen. Gebetszettel können ausgelegt werden und sind mit dem Hinweis auf Mitnahme und Entsorgung zu versehen.

Die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen werden nicht in gewohnter Weise zu feiern sein. Die Entscheidung, wie sie begangenen werden können, wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Zur Entscheidung über die Feier der Erstkommunion wie auch anstehender Firmungen wird es weitere Hinweise geben. Neugründungen von Pfarreien werden rechtlich wie terminiert vollzogen, die entsprechenden Feiern werden in Absprache mit meinem Sekretariat gegebenenfalls verschoben.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Zu Fragen und Koordination der Liturgie: (Dr. Samuel-Kim Schwope)
  • Zu Fragen und Koordination der Pastoral und pastoraler Angebote: (Dr. Christian März)
  • Zu Fragen und Koordination der Verwaltung: (Dr. Florian Bruckmann)

In den folgenden Tagen werden weitere Situationen und Fragen aufkommen, die heute noch nicht regelbar oder absehbar sind. Bitte informieren Sie sich täglich über die Homepage des Bistums über aktuelle Hinweise und prüfen Sie täglich Ihr E-Mail-Postfach.

Liebe Schwestern und Brüder, die gegenwärtige Zeit fordert uns zu einem bis vor wenigen Tagen noch unvorstellbaren Verzicht. Gleichzeitig wurde binnen weniger Stunden möglich, was sonst Tage und Wochen vorbereitet werden muss: Gottesdienst im Livestream, Hausandachten für die Gemeinden, Sonntagsimpulse, Seelsorgetelefone  und vieles mehr. Die kommenden Wochen fordern heraus, unsere Einschränkungen kreativ fruchtbar zu machen – geistlich wie pragmatisch.

Ich verspreche Ihnen mein Gebet und bitte Sie um Ihres für alle, die in diesen Tagen an Krankheit und innerer wie äußerer Not leiden, die Verantwortung tragen und die Zupacken und Helfen!

Ihr

Heinrich Timmerevers Bischof von Dresden-Meißen   

 

ANLAGE: Die Feier der Eucharistie in der Zeit Der CORONA-PAndemie

Dresden, 17. März 2020

Wir können als Kirche nicht auf die Feier des Pascha-Mysteriums verzichten. Das gilt besonders an Sonn- und Feiertagen. In der gegenwärtigen Krise können Priester die Eucharistie  in Stellvertretung für die ihnen anvertrauten Gläubigen feiern. Die Messfeier ist nicht öffentlich, allein oder höchstens im kleinsten Kreis unter fünf Personen zu feiern. Hierfür gilt:

Nichtöffentliche Messfeiern in den Wohnungen von Gläubigen sind nicht zulässig. Es wird mit Nachdruck auf die Möglichkeit des Gebetes in der Familie verwiesen. Es ist vor der Feier abzuwägen, ob die Orationen der gegenwärtigen Situation entsprechen. Es können auch „Messen und Orationen für besondere Anliegen“ gewählt werden. Diese Gottesdienste können sehr einfach und mit viel Stille gestaltet sein. Auf den Gesang des Heiligs, des Hochgesangs der Engel, sollte möglichst nicht verzichtet werden. Die Texte werden in der Regel laut gesprochen. Falls eine Konzelebration oder eine Messfeier mit Diakon stattfindet, sollte es unterlassen werden, aus demselben Kelch zu trinken. Es sind das Innere und die Kanten von Kelchen und Hostienschalen regelmäßigen mit warmem Wasser zu reinigen und diese anschließend mit einem gut saugenden Naturfasertuch trocken zu wischen. Die Kelchtücher sind nach jeder Heiligen Messe zu wechseln.

13. März: Hinweise zur Vermeidung von Ansteckungen im kirchlichen Bereich

Wichtig: Öffentliche Gottesdienste und Veranstaltungen sind im Bistum aktuell abgesagt

Hinweise zur Vermeidung von Ansteckungen mit dem Virus COVID-19 (Coronavirus) in Gottesdiensten und Kirchenräumen

Die Zahl der in Deutschland an dem neuen Virus Erkrankten hat zugenommen. Jeder Einzelne und die im öffentlichen Bereich Verantwortlichen sind aufgefordert, um der Ansteckung entgegenzuwirken. Dies gilt auch für den Bereich der Kirche.

Die Grundregel zur Minderung der Erkrankungsgefahr lautet: Wer Symptome einer Erkrankung aufweist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten.

Lesen Sie hier den ganzen Text: Vermeidung von Ansteckungen mit dem Coronavirus DBK.pdf

Folgende Maßnahmen sollten neben den Hinweisen der Deutschen Bischofskonferenz (Keine Mundkommunion, Leeren der Weihwasserbecken, gründliche Reinigung der Hände der Kommunionspender) vor Ort in Betracht bezogen werden:

  • Verwendung des eigenen Gotteslobes, Entferung der vorhandenen Gesangbücher
  • Kein Einlegen der Hostien mittels Löffel
  • Türen vor und nach dem Gottesdienst dauerhaft geöffnet halten, damit Klinken nicht benutzt werden müssen
  • Türkollekte statt Herumgabe von Kollektenkörbchen

17. März: Bischöfliche Schulen vom 18.03.2020 bis einschließlich 17.04.2020 geschlossen

Am 16.03.2020 hat das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt eine Allgemeinverfügung (Vollzug des Infektionsschutzgesetzes, Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie) erlassen. Mit dieser wird verfügt, dass alle sächsischen Schulen vom 18.03.2020 bis einschließlich 17.04.2020 geschlossen sind. Das betrifft auch die Bischöflichen Schulen. Es finden kein Unterricht und keine sonstigen schulischen Veranstaltungen statt.

Personensorgeberechtigte, die in Bereichen der „kritischen Infrastruktur“ tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung ihres Kindes gehindert sind, können ihre Kinder der 1. bis 4. Klasse an den Grundschulen betreuen lassen. Das Antragsformular Notbetreuung finden Sie auf den Homepages der beiden Bischöflichen Grundschulen.

Jede Schule bietet ihren Schülerinnen und Schüler über unterschiedliche Kommunikationswege Arbeits- und Lernmaterial an.

Bei Rückfragen stehen sowohl die Schulleitungen der betreffenden Schule als auch die Hauptabteilung Schulen und Hochschulen des Bischöflichen Ordinariats unter bereit.

Auch im Kapellknabeninstitut ist in der nächsten Woche kein Betrieb möglich. Alle Jungen bleiben zu Hause. Proben und Unterricht finden nicht statt.

18. März: Telefonseelsorge

Wenn Sie Schwierigkeiten haben, mit der derzeitigen Ausnahmesituation umzugehen, können Sie sich an Ihre Seelsorgerinnen und Seelsorger in Ihrer Pfarrei oder an die Telefonseelsorge wenden.

Sorgen kann man teilen - z.B. per Telefon:

0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 oder 116 123.
Ihr Anruf ist kostenfrei.

Wer lieber schreibt als redet, kann auch chatten: telefonseelsorge.de

19. März: GEMA-Regelungen für Livestream-Übertragungen

In Gottesdiensten gilt ein Pauschalvertrag für die Musik: Die Komponisten müssen nicht eigens bezahlt werden. Doch Livestreams sind dabei eigentlich nicht abgedeckt – die Verwertungsgesellschaft GEMA zeigt sich nun während der Corona-Krise kulant.

Mehr Infos dazu - hier...

Information der Medienanstalten

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