„Einheit in Vielfalt“ – 51. Internationale Kolping-Friedenswanderung

am 2. bis 5. August erstmals in Ostdeutschland

Kolping-Friedenswanderung 2018

Das Banner der Friedenswanderung wird immer an der Spitze getragen. (Foto: Klaus Jungnitsch)

Vom 2. bis 5. August 2018 sind 280 Freundinnen und Freunde der Kolping-Friedenswanderung aus 9 Ländern in die Oberlausitz nach Schirgiswalde gekommen. Hohe sommerliche Temperaturen verlangten von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwischen 11 und 90 Jahren dabei einiges ab. Unter dem europäischen Gedanken „Einheit in Vielfalt“ wurde nahe dem Dreiländereck Tschechien-Polen-Deutschland ein beachtliches Friedenszeichen gesetzt. Die Prediger bei den zwei Gottesdiensten – Regionalpräses-Ost Dr. Wolfgang Kresak am Donnerstag und Generalpräses Msgr. Ottmar Dillenburg am Samstag – unterstrichen die permanente Notwendigkeit, für den Frieden einzutreten. Denn Frieden ohne Gerechtigkeit, Mitmenschlichkeit und Solidarität wird es nicht geben. Gerade in einer Zeit, wo dumpfe populistische Reden an Konjunktur gewinnen und sich Stimmen gegen freie Grenzen erheben, sind solche europäischen Friedensinitiativen wichtig. Durch Wandern, Beten und Schweigen setzten die Friedenswanderer ein tolles Zeichen. Denn „Frieden fängt im Kleinen an“, wie es der Schirmherr des Treffens, Landrat Michael Harig, in seinem Grußwort formulierte. Diesen Bogen spannte auch der Referent des Festvortrages, Dr. Peter-Paul-Straube, Leiter des Bistumsbildungshauses in Schmochtitz, weiter. „Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg und Gewalt. Mit sich selbst und mit Gott im Reinen zu sein, ist die Voraussetzung für den Frieden“ – so der Festredner.

Friedenswanderer bei Schirgiswalde

Die Friedenswanderer mit schönem Blick auf Schirgiswalde (Foto: Klaus Jungnitsch)

Kurze Andachten am Beginn und während der zwei Wanderungen am Freitag und Samstag unterstrichen die Bedeutung, dass der Friede immer wieder auch erbetet werden muss.

Pflanzung eines Ginkgo-BaumesAls Erinnerung an diese bewegenden Tage wurde unter einigen Mühen, die der Trockenheit geschuldet waren, ein Ginkgo-Baum gepflanzt. Er wird die Einwohner und Besucher von Schirgiswalde an dieses europäische Ereignis immer wieder erinnern. (Foto rechts: Norbert Grellmann)

Die Kollekte im Abschlussgottesdienst wurde für ein Projekt des tschechischen Regionalcaritasverbandes in Šluknov (Schluckenau) gehalten und somit dem solidarischen Gedanken der Friedenswanderung Ausdruck verliehen.

AbschlussabendTraditionell wurde beim Abschlussabend nicht nur der ausrichtenden Kolpingsfamilie Schirgiswalde und ihren vielen Helferinnen und Helfern unter großem Beifall gedankt (Foto links: Norbert Grellmann), sondern es wurde natürlich auch der Staffelstab in Form des Banners der Friedenswanderung an die zwei Luxemburger Kolpingsfamilien weitergegeben, die vom 2. bis 5. Mai 2019 nach Vianden zur 52. Internationalen Kolpings-Friedenswanderung herzlich einladen. Anmelden kann man sich schon jetzt unter https://friedenswanderung2019.lu/.

Norbert Grellmann





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