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Bistum Dresden Meissen
In der Pfarrkirche in St. Laurentius Leipzig-Reudnitz wird die Neugründung gefeiert.
02. Dezember 2019

Leipziger Osten feiert Pfarreineugründung

Reudnitz, Schönefeld, Engelsdorf und Taucha werden eine gemeinsame Pfarrei

Leipzig, 02.12.2019 (KPI): Die vier katholischen Pfarreien im Leipziger Osten – St. Laurentius in Reudnitz, Heilige Familie in Schönefeld, St. Gertrud in Engelsdorf und St. Anna in Taucha – haben sich in den vergangenen fünf Jahren intensiv auf ihre Vereinigung vorbereitet. Am Sonntag, den 8. Dezember 2019 ist es soweit: An diesem Tag gründet Bischof Heinrich Timmerevers aus den bisher eigenständigen Gemeinden die neue gemeinsame Pfarrei mit dem Namen „Heilige Maria Magdalena Leipzig-Ost“. Der Festgottesdienst mit dem Bischof beginnt um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius (Stötteritzer Straße 47).

Zuvor werden die alten Kirchenbücher, in denen die Aufzeichnungen über Taufen und Eheschließungen, über die Verstorbenen oder auch die Erstkommunionkinder der Gemeinde geführt werden, geschlossen. Der Pfarrei werden neue Kirchenbücher und auch das zukünftige Pfarrsiegel überreicht. Im Rahmen des Gottesdienstes wird außerdem die Errichtung der Pfarrei formal bekannt gegeben und der Pfarrer der Gemeinde offiziell ins Amt eingeführt.

Pfarrer der neugegründeten Pfarrei wird Michael Teubner sein. Zum Pfarrteam gehören außerdem die beiden Pfarrer Thomas Hajek und Franz Scharfenberg, Kaplan Florian Mroß, die beiden Gemeindereferenten Leonhard Kindermann und Martin Otte, Kantor Bernhard Vit, der Verantwortliche des Pastoralprojekts Integration und Bildung Daniel Fickenscher sowie die Pfarrsekretärinnen Angela Pohl und Anett Prothmann. Pfarrkirche wird St. Laurentius in Leipzig-Reudnitz sein.

Junge Gemeinden mit vielfältigen Angeboten

Die neue Pfarrei zählt 9.023 Mitglieder. Mit fast 4.000 Katholiken stellen die 21- bis 40-Jährigen dabei die größte Gruppe. Die neue Pfarrei hat sich das biblische Leitwort gegeben „Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt. Verkündet das Leben!“

Im Anschluss an den Festgottesdienst besteht die Möglichkeit, bei einem gemeinsamen Mittagessen und einem bunten Programm auf dem Pfarrgelände Gruppen und Aktivitäten der neuen Pfarrei näher kennenzulernen. Den Abschluss bildet um 14.30 Uhr eine gemeinsame Andacht.

„Wir werden einladend, offen und achtsam auf Menschen zugehen, sie gastfreundlich willkommen heißen und ihnen Hoffnung und Orientierung geben“, erklärt Pfarrer Michael Teubner die Ziele, die sich die neue Pfarrei gesetzt hat. „Soziale Aktivitäten und lebendige Ökumene sind uns wichtig. Wir beteiligen uns am öffentlichen Leben und mischen uns vor Ort ein. Es gibt kulturelle und spirituelle Angebote. Unser Gemeindeleben kann Alternative sein zu Konsum und Individualismus.“

Stellung der Frau in der Kirche als besonderes Anliegen

Auf dem Gebiet der Pfarrei sind unter anderem eine Geistliche Gemeinschaft, zwei Caritas-Kindertagesstätten, das Caritas-Altenpflegeheim St. Gertrud sowie das Wohnheim St. Raphael und die Werkstatt für behinderte Menschen St. Michael des Christlichen Sozialwerks zuhause. „Die kirchlichen Orte unserer Pfarrei sind wichtige Kontaktstellen“, so Pfarrer Teubner. In den einzelnen Gemeinden sind außerdem eine ukrainische (Reudnitz), eine vietnamesische und eine südkoreanische Gemeinde (Schönefeld) sowie eine polnische Gemeinde (Engelsdorf) beheimatet.

Der neue Name der Pfarrei besitzt für die Gemeinde übrigens besondere Bedeutung. „Frauen und Männer erfüllen gleichberechtigt und entsprechend ihrer Begabungen Aufgaben und Dienste. Die Stellung der Frauen in der Kirche ist uns ein wichtiges Anliegen, das wir im Rahmen der Möglichkeiten umsetzen“, sagt Pfarrer Teubner. „Es waren mutige Frauen, die Christus am Kreuz nahe waren, und es war Maria Magdalena, die das Zeugnis der Auferstehung in die Welt trug. Deshalb stellen wir unsere neue Pfarrei unter den Schutz Maria Magdalenas.“

MB