Mit Paulus aufbrechen - Fest der Neugründung in Döbeln

am Sonntag, 15. September

Pfarrer Andreas Leuschner (links) und Pfarrer Andreas Jaster werden von Bischof Heinrich in den Dienst der neugegründeten Pfarrei gestellt. Fotos: Reinhard Wenzel

Pfarrer Andreas Leuschner (links) und Pfarrer Andreas Jaster werden von Bischof Heinrich in den Dienst der neugegründeten Pfarrei gestellt. Fotos: Reinhard Wenzel

Döbeln, 17.09.2019: Bei strahlendem Spätsommerwetter wurde am Sonntag, 15. September, in Döbeln das Fest der Pfarrei-Neugründung begangen. Aus allen Gemeinden und weiteren kirchlichen Orten wie der Caritas waren viele Gäste gekommen, um in der Kirche und draußen im Festzelt diesen besonderen Tag feierlich zu begehen.

Bischof Timmerevers ging in seiner Predigt mit einem markanten Bild auf die Mühen und Herausforderungen des Zusammenfindens ein, die den Erkundungsprozess vielerorts im Bistum begleiten. Es sei wie mit einem Tischtuch, das die einen mit Nachdruck zu sich hinüberzuziehen versuchten, während die anderen dagegenhielten. In dieser Logik gäbe es nur vermeintliche Sieger und gefühlte Verlierer.

Ziehen am Tischtuch

Dabei gehöre das Tuch in die Tischmitte und es komme vielmehr darauf an, zu fragen: Womit decken wir unseren gemeinsamen Tisch, wovon können und wollen wir leben? Wie wird es auch für andere nahrhaft, zu denen wir als Kirche über den vertrauten Kreis hinaus gesandt sind?

Vor der Neugründungsfeier schloss Bischof Heinrich die Kirchenbücher der Vorgänger-Pfarreien. Foto: Reinhard Wenzel

Vor der Neugründungsfeier schloss Bischof Heinrich die Kirchenbücher der Vorgänger-Pfarreien. Foto: Reinhard Wenzel

Die Schriftlesungen des Tages riefen neu das Vertrauen ins Bewusstsein, dass Gott Erbarmen hat mit seinem Volk, auch wenn es sich (wie im Buch Exodus auf der Wüstenwanderung) alleingelassen fühlt. Der heilige Paulus habe in dieser liebenden Zuwendung Gottes Kraft und Ermutigung gefunden, das Evangelium weit hinaus zu tragen zu den Menschen.

Im Blick auf Paulus als Patron der neuen Pfarrei lud der Bischof schließlich alle Gläubigen dazu ein, sich an seiner Gestalt auf- und auszurichten, um den Glauben mutig und von der Barmherzigkeit Gottes getragen leben zu können. Eine neu geschaffene Paulusstatue wurde am Ende der Liturgie eigens gesegnet und ist nun im Altarraum der Pfarrkirche zu sehen.

Ökumenischer Wunsch um gutes Fruchtbringen

Ausdrücklich dankte der Bischof allen, die sich für den gemeinsamen Weg mit viel Engagement eingebracht hatten. Als Pastoralteam beauftragt wurden Pfarrer Andreas Jaster und als weiterer Priester Andreas Leuschner.

Die festliche und wunderbar abgestimmte Musik durch Chöre und Schola fand eine ansprechende Fortsetzung während der Grußstunde im Festzelt, die von einem Streichtrio umrahmt und schwungvoll moderiert wurde. Der Oberbürgermeister der Stadt Döbeln würdigte die Bedeutung der katholischen Gemeinde für das öffentliche Leben in Stadt und Umland und dankte für ihr Engagement. Der Leisniger Superintendent überreichte im Namen der anwesenden evangelischen Kirchenvertreter einen Apfelbaum und deutete ihn mit sehr anregenden Worten. Mit Jeremia 17,8 wünschte er nicht nur dem Baum, sondern der ganzen Pfarrei ein gutes Fruchtbringen im Vertrauen auf die beständigen Wasserquellen Gottes.

Text: Matthias Mader
Fotos: Reinhard Wenzel


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Fotos: Reinhard Wenzel



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