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Bistum Dresden Meissen
Die katholische Kirche St. Elisabeth in Gera. © Michael Baudisch
15. Oktober 2020

"(nicht) gekommen, um zu bleiben"

Ausstellung vom 18. Oktober bis 18. November 2020 in Gera

Gera. Die Katholische Pfarrei St. Elisabeth Gera, der Heimatkreis Braunau und die Gedenkstätte Amthordurchgang Gera laden ein zum Besuch der Ausstellung "(nicht) gekommen, um zu bleiben" in der Kirche St. Elisabeth (Kleiststr. 7, Gera). Eröffnet wird diese Ausstellung dort am kommenden Sonntag, 18. Oktober, um 11.45 Uhr.

Zur Eröffnung sprechen Christina Meinusch (Volkskundlerin M.A.) und Heimatkreisbetreuer Erik Buchholz. Die Ausstellung geht zurück auf die Sonderausstellung 2017 im Heimatmuseum der Braunauer in Forchheim. Aufgrund des großen Interesses wurde sie professionell produziert, auch ins Tschechische übersetzt und war schon in Prag, München, Braunau (Broumov) und Wien zu sehen. Da es auch in Gera eine aktive Braunauer Heimatgruppe gibt, organisierte der Heimatkreisbetreuer Erik Buchholz mit der Katholischen Pfarrei St. Elisabeth und dem Verein „Gedenkstätte Amthordurchgang“ die Station in Gera. Die Ausstellung steht den interessierten Besuchern bis zum 18. November 2020 offen.

Die Texte und Bilder beschäftigen sich mit den letzten 70 Jahren der Geschichte der Braunauer Bevölkerung. Sie macht sich mit dem Besucher auf den beschwerlichen Weg von Braunau nach Forchheim, beschreibt den schweren Start in der „neuen Heimat“ und die wichtige Unterstützung durch die Stadt Forchheim als Patenstadt. Zusammen mit der Stadt Forchheim als Paten geht der Heimatkreis den Weg der Verständigung und initiiert die bis heute freundschaftliche Städtepartnerschaft mit der Stadt Braunau / Broumov.

Nach Gera war im Sommer 1946 ein Vertriebenentransport gekommen und hatte Braunauer in eine fremde Gegend gebracht. Ihre Geschichte gehört zur Geschichte der Gemeinde St. Elisabeth und zur Stadt Gera. Die Parallelen der ersten Jahre nach der Vertreibung zwischen den unterschiedlichen Besatzungszonen sind dank der Ausstellung leicht zu ziehen, die nachfolgende Geschichte ist in Ostthüringen wenig erforscht.
Und auch wenn lange nach 1946 noch das klare Ziel der vertriebenen Braunauer die Rückkehr in die Heimat war, kann heute die Ausstellung einen erfolgreichen, wenn auch langen Weg von Integration damals zur Verständigung heute aufzeigen.

Öffnungszeiten: 18. Oktober bis 18. November 2020 - täglich von 10 bis 17:30 Uhr

Außerdem sind einige Begleitveranstaltungen geplant:

  • 25. Oktober 2020, 17 Uhr: "Vom Transeamus bis Franz Schubert". Geistliche Orgelmusik mit KMD Michael Formella an der Ott-Orgel
  • 28. Oktober 2020, 14 Uhr: öffentlicher Stammtisch der Braunauer Heimatgruppe Gera
  • 7. November 2020, 15 Uhr: "Dinge der Heimat". Gemeindenachmittag, zu dem jede/-r die eigenen Erinnerungsstücke und Geschichten mitbringen soll. Diese werden im Abendgottesdienst um 18 Uhr einen Platz haben.