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Bistum Dresden Meissen
Junge Menschen für ein ehrenamtliches Engagement in der Hospizarbeit begeistern © Lisa Beller/Malteser
14. April 2021

Ökumenische „Woche für das Leben“

Hospizliche Begleitung ermöglicht wertvolle Momente

DRESDEN. Aus Anlass der ökumenischen Initiative „Woche für das Leben“, die von den beiden christlichen Kirchen getragen wird, rufen die Malteser zu einem „Mehr“ an hospizlicher Begleitung auf.

Vom 17. bis 21. April setzen sich die beiden großen christlichen Kirchen mit ihrer „Woche für das Leben“ für den Wert und die Würde menschlichen Lebens ein. Die Malteser weisen in diesem Zusammenhang besonders auf das diesjährige Motto „Leben im Sterben“ hin. Angesichts einer neu aufgeflammten Diskussion um selbstbestimmtes Sterben und Beihilfe zum Suizid sehen die Malteser den Staat vor der Herausforderung, ganzheitliche Hilfeleistungen bekannter zu machen und zu fördern. Dazu gehören insbesondere der Ausbau der ambulanten Palliativ- und Hospizversorgung für schwerkranke und sterbende Menschen.

Mit der ambulanten Hospizarbeit unterstützen die Malteser in Dresden sterbende Menschen und ihre Zugehörigen, um die wertvolle letzte Lebenszeit nutzen zu können. „Ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter stehen Menschen in Krankheit, Sterben und Abschiednehmen bei und signalisieren: Ich bin für dich da, ich kann dich so annehmen, wie du gerade bist“, sagt Sylvia Jaster, Leitende Koordinatorin. „Wir begleiten die Menschen, damit sie ihre letzte Lebensphase selbstbestimmt gestalten können. Wir sind vertrauensvolle Gesprächspartner. Gleichzeitig unterstützen wir weder bei der Vorbereitung noch bei der Durchführung eines Suizids“, sagt Sylvia Jaster.

Zeit und Zuwendung erfahren, ein offenes Ohr, Trost und Entlastung erleben, das schätzen Kranke und Zugehörige am Hospizangebot, sei es durch Entlastung am Krankenbett, durch Gesprächsangebote und gemeinsam verbrachte Zeit, durch Beratung sowie durch Vermittlung zu anderen Einrichtungen und Hilfsmöglichkeiten. Viele Angehörige suchen nach dem Tod eines lieben Menschen Rat und Begleitung in ihrer Trauer.

Auch in Corona-Zeiten stehen Wege offen, gezielt zu helfen: Die Dienste für Menschen am Lebensende, ihre Angehörigen und für Trauernde sind existenziell bedeutsam – hier braucht es auch und gerade jetzt Menschen, die sich zu- und nicht abwenden.

Die „Woche für das Leben“ will das Bewusstsein für den Wert des menschlichen Lebens schärfen und bietet dazu ein reichhaltiges Programm und interessante Beiträge an (www.woche-fuer-das-Leben.de).

Wer mehr über die Unterstützung von schwer erkrankten Menschen, ihren Angehörigen und Freunden durch die ambulante Hospiz- und Trauerarbeit erfahren möchte, kann sich direkt an die Malteser in Dresden wenden.

Interessierte, die sich nach einer fundierten Vorbereitung ein ehrenamtliches Engagement als Hospizbegleiterin oder Hospizbegleiter vorstellen können, wenden sich bitte an  oder Tel. 0351 / 43 555 17.