Sechs Pilgeretappen im Altenburger Land - unterwegs zur Pfarreineugründung

Ein Beitrag von Roswitha und Andreas Gumprecht

Altenburg, 08.10.2019: Am 29. September nahmen 17 Gemeindemitglieder aus fünf Gemeinden an der nunmehr sechsten und letzten Pilgeretappe in der neu zu gründenden Pfarrei Altenburg teil. Wir begannen diesen Pilgertag wie alle vorausgehenden mit der Sonntagsmesse vor Ort und wanderten anschließend von Rositz nach Monstab, um dort in der evangelischen Kirche das Patronat „Mutter Gottes vom Berge Karmel“ in einer Andacht zu bedenken. Schweigend legten wir ein Stück des Weges zurück, um nach Rositz zurückzukehren. In der Abschlussrunde wurde übereinstimmend mitgeteilt, dass diese sechs Pilgertermine eine ganz tolle Möglichkeit gewesen seien, das Zusammenwachsen der Gemeinden zu fördern.

Auf dem Weg von Rositz nach Monstab. Foto: Gumprecht

Auf dem Weg von Rositz nach Monstab. Foto: Gumprecht

Das Pilgern 2019 im Altenburger Land stand unter dem Motto „Unsere Patronate weisen den Weg“. So standen die Andachten in der als Zwischenhalt gewählten evangelischen Dorfkirche unter dem Patronat der katholischen Kirche des Startpunktes. Sie gaben uns die geistliche Richtung vor:

•    „Erscheinung des Herrn“ Altenburg: Grenzen überschreiten
•    „St. Elisabeth Meuselwitz: sich berühren lassen
•    „Josef der Arbeiter“ Lucka: Not sehen und handeln
•    „Maria unbefleckte Empfängnis“ Schmölln: als Berufene in dieser Welt leben
•    „St. Ansgar“ Mehna: unseren Glauben weitergeben
•    „Mutter Gottes vom Berge Karmel“ Rositz: beim Herrn sein/beten

Den Pilgerweg wählten wir so, dass er 12 bis 15 Kilometer auf ruhigen Wegen entlangführte und eine evangelische Dorfkirche als Zwischenziel hatte. Dort waren wir stets gern gesehene Gäste. Wir staunten über die Freude und das Engagement der evangelischen Christen, die auch am Sonntag Zeit fanden, uns ihre Kirche vorzustellen. Das sollte uns Mut machen, auch bei geringer werdenden Gottesdienstbesuchern nicht nachzulassen, zu unseren Gemeinden zu stehen und nicht zu resignieren.

So gesehen waren die Pilgertage 2019 sowie schon der Pilgerstart 2018 – der unter unserem biblischen Leitwort „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“ stand – ein geistlicher Prozess, um die Pfarreineugründung vorbereiten zu helfen. Wir (das Ehepaar Gumprecht) haben diese Tage gern vorbereitet und durchgeführt, weil uns deutlich wurde, dass im Altenburger Land mehr Laieninitiativen nötig sind, um Menschen der verschiedenen Gemeinden zusammenzubringen. Auf der Suche nach Antworten bedarf es der größeren Anstrengung vieler.

Wir wollen den begonnenen Weg auch 2020 fortsetzen. Wir beabsichtigen, das Pilgern wieder anzubieten, vielleicht teilweise mit dem Fahrrad, um auch andere Zielgruppen anzusprechen und um den Radius zu erweitern. Eine katholische Kirche in der Nachbarpfarrei könnte dann u.a. ein Haltepunkt sein. Wir hoffen, dann genauso gern gesehene Gäste zu sein, wie in den evangelischen Dorfkirchen unseres Altenburger Landes.

Roswitha und Andreas Gumprecht



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