Pilotprojekt „Verwaltungsleiter für Pfarreien“

Start am 1. Februar in St. Martin Dresden

Gemeindeversammlung am 25. Januar in Dresden-Pieschen

Bei einer Gemeindeversammlung am 25. Januar in Dresden-Pieschen wurde das Pilotprojekt vorgestellt. (Fotos: Elisabeth Meuser)

Dresden, 28.01.2019: Wie kann die gestiegene Aufgabenlast in den Pfarreien bewältigt werden, ohne dass die Seelsorge und die Hauptamtlichen darunter leiden? Ähnlich wie andere Diözesen in Deutschland versucht auch das Bistum Dresden-Meißen, eine Antwort auf diese Frage zu finden – eine Antwort, die der hiesigen Diaspora-Situation angemessen ist.

Durch gesetzliche und strukturelle Veränderungen sind die Anforderungen an die Pfarreiverwaltung gestiegen und werden weiter steigen. Dadurch kommen auf die Haupt- und Ehrenamtlichen in den Pfarreien – auf die Seelsorger und Seelsorgerinnen ebenso wie auf die Sekretärinnen und Sekretäre, Kirchenräte usw. – größere Herausforderungen zu als bisher. Zugleich ist es ein Anliegen des Pastoralen Erkundungsprozesses, dass die Seelsorger und Seelsorgerinnen sich auf ihre ureigensten Aufgaben konzentrieren können. Hier sollen durch die Einführung eines Verwaltungsleiters Freiräume geschaffen werden.

Nach einem Jahr der Vorbereitung und intensiven Planung beginnt nun am kommenden Freitag, 1. Februar, ein Pilotprojekt in der am 11. November 2018 neugegründeten Pfarrei St. Martin Dresden. „Wir haben diese Pfarrei ausgewählt, weil sie erst kürzlich gegründet wurde und sowohl städtische als auch ländliche Anteile hat – sie reicht von Radeburg über den rechtselbischen Teil Dresdens bis nach Pillnitz“, erläuterte Theresia Kubat aus dem Referat „Finanzaufsicht“ im Bischöflichen Ordinariat (BO) am vergangenen Freitag, 25. Januar. Zusammen mit Steffi Barth aus der Abteilung Personalentwicklung im BO und Pfarrer Thaddäus Posielek, Pfarrei St. Martin Dresden, stellte sie in einer Gemeindeversammlung das Pilotprojekt und Rocco Pierro vor, der die Aufgaben des Verwaltungsleiters übernehmen wird.

Kubat, Pierro, Posielek, Barth

Stellten das Pilotprojekt vor: Theresia Kubat (l.) und Steffi Barth (r.) zusammen mit dem künftigen Verwaltungsleiter Rocco Pierro (2.v.l.) und dem Pfarrer der Pfarrei St. Martin Dresden Thaddäus Posielek (2.v.r.).

Das Pilotprojekt ist auf drei Jahre angelegt. In dieser Zeit wird Rocco Pierro zu 50% als Verwaltungsleiter in der Pfarrei St. Martin Dresden arbeiten. Mit weiteren 50% wird er daran mitarbeiten, auf der Grundlage der Erfahrungen im Pilotprojekt ein Modell für Verwaltungsentlastung der Hauptamtlichen zu entwickeln, das gegebenenfalls flächendeckend in allen Pfarreien eingeführt werden kann.

Elisabeth Meuser / Theresia Kubat



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