Reaktion aus Sachsen: „Dokument zum gemeinsamen Abendmahl großer Schritt in der Ökumene“

Fortsetzung der Debatte am 26. November in Leipzig

Katholische AkademieDresden, 12.09.2019: Das Dokument des Ökumenischen Arbeitskreises „Gemeinsam am Tisch des Herrn - Ökumenische Perspektiven bei der Feier von Abendmahl und Eucharistie“, das heute in Frankfurt vom Ökumenischen Arbeitskreis (ÖAK) evangelischer und katholischer Theologen vorgestellt wurde, ist ein großer Schritt in der Ökumene. Es unterstreicht, dass in der Ökumene auch im 21. Jahrhundert noch gewichtige Richtungsentscheidungen anstehen und Schritte aufeinander zu möglich und nötig sind. Dr. Thomas Arnold, Direktor der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen, erklärt: „Wenn das Dokument deutlich macht, dass verbliebene Differenzen im Verständnis von Abendmahl und Eucharistie ‚nicht mehr als kirchentrennend zu betrachten sind‘, kann dies ganz neue Möglichkeiten eines ökumenischen Miteinanders eröffnen. Wie dieses Miteinander gelingen kann und sich fortentwickeln wird, wollen wir gemeinsam mit unseren Gästen in Leipzig diskutieren.“

Die Frage, wo wir in der Ökumene morgen stehen, wird gemeinsam mit prominenten Gästen bei einer Veranstaltung am 26. November 2019 in Leipzig aufgegriffen, die an die Leipziger Disputation zwischen Martin Luther und Johannes Eck vor 500 Jahren 1519 erinnert. Walter Kardinal Kasper, ehemaliger Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen, und der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber diskutieren dort über zukünftige Perspektiven in der Ökumene. Das Thema Abendmahlsgemeinschaft wird dabei eine große Rolle einnehmen. Ausgerichtet wird die Veranstaltung gemeinsam von der Evangelischen Akademie Meißen, der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig und der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen.

Arnold erklärt weiter: „Gerade 500 Jahre nach der Leipziger Disputation zwischen den Professoren Eck und Luther, welche damals vor allem der Abgrenzung und Profilschärfung diente, freut es mich, dass nun eine Gruppe von Theologen beider Konfessionen das uns verbindende Ergebnis einer jahrelangen, gemeinsamen Arbeit vorstellen konnte. Vor allem angesichts der Diasporasituation der Kirchen in Ostdeutschland sehe ich in dem Papier einen wertvollen Beitrag auf dem Weg zu einer noch größeren Zusammenarbeit.“


Ort der Veranstaltung:
Alte Börse Leipzig
Naschmarkt 1
04109 Leipzig

Beginn: 19.00 Uhr

Der Eintritt ist frei.


Um Voranmeldung wird gebeten unter
www.ka-dd.de/leipziger-disputation



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