Rückblick auf einen Familien-Mutmach-Tag

am 14. September im Kinderhaus St. Antonius in Schirgiswalde

Wertebälle

"Und plötzlich flogen Wertebälle durch die Luft."

Geh das Wagnis ein. Nimm dir Zeit mit deiner Familie. Es trägt dich positiv auch über diesen Tag hinaus!" (Feedback einer Familie vom Familien-Mutmach-Tag)


Goldener, sehr frischer Samstagmorgen, zu fünft im geborgten Transporter mit Biertischen und -bänken kamen wir am Kinderhaus St. Antonius an und waren nicht die Ersten. Das Team vom Familien-Mutmach-Tag (FMT) erwartete uns bereits.
Wir Mitarbeiter bekamen durch Herrn Schnake eine sehr gute, in Bild und Wort klar ausgearbeitete Einführung in den Tag und Hinführung zu unseren Aufgaben. Es war gut, allen Helfern das Ziel des Tages in kurzen Punkten zu verdeutlichen. Zum Beispiel: andere Meinungen zu respektieren – die Werte des anderen zu sehen – Ressourcen der Familie wahrnehmen und positive Feedbacks zu geben.
Aufhorchen lassen hat mich der Gedanke und Hinweis: „Es soll jetzt immer alles erleichtert werden, alles zugänglich gemacht werden. Aber ist das die gute Form des Stärkens?“ Ist es nicht nachhaltiger, wenn Familien sich gemeinsam er-arbeiten, was sie fördern kann, was sie verbindet, was sie stärkt, was sie glücklich macht?

Der Tag wurde im Gebet um Geleit und Segen in Gottes Hand gelegt. Nach Aufbau und Testdurchlauf der Stationen, trafen sich Mitarbeiter und die ankommenden Familien nach und nach im Sportraum des Kinderhauses. Die herzliche Begrüßung mit dem typischen FMT-Song und ein gemeinsames Spiel schafften Vertrautheit und steigerten die freudige Erwartung auf diesen Tag. Klaus Schnake, der Moderator des FMT, führte ins Thema ein: „Starke Familien ermutigen einander!“ …wow, ein starkes Thema !
Wie und wo erleben Familien das?

Verrücktes Familienfoto

„Zu sehen, welchen Spaß wir gemeinsam hatten. Zu spüren, welche wertvolle Zeit wir miteinander verbracht haben und welche schöne Ideen und Gedanken wir mit nach Hause nehmen werden." (Feedback einer Familie vom FMT)

Das Anspiel der mitwirkenden Familien entführte uns zu einem Ausflug in einen Diamantenpark. Vater, Mutter und zwei heranwachsende Kinder. Typische Familienszenen, wie jede Familie sie erlebt, wurden uns witzig mit überraschenden Effekten und Wendungen brillant vorgespielt. Von schlechter Laune und Anschuldigungen bis zum „Dreck“ des Diamantenparks wurde alles angesprochen! Der Ausflug der Familie drohte im Chaos zu enden, bis der Besitzer des Parks auftauchte und die „goldenen Brillen“ anbot, welche
zögerlich von der Familie angenommen wurden. Beim Aufsetzen der Brillen änderte sich schlagartig die Sichtweise der Familienmitglieder, und sie konnten sowohl die Diamanten als auch den Wert der einzelnen Familienmitglieder entdecken!

Fazit: „Schwarzseher Brillen“ sind nur für Fehlerdetektive von Nutzen. Als Eltern geraten wir schnell in die Falle eines Fehlerdetektives und sehen nur noch das, was nicht geklappt hat!

Die „goldene Brille“ legt den Focus auf die positiven Ressourcen und Werte des einzelnen Familienmitgliedes und der gesamten Familie.

„Und wie sieht das in unserer Familie aus?“ Kaum war die Frage ausgesprochen, sausten auch schon 100 kleine Bälle (s. Foto oben) durch die Luft, auf denen verschiedene Werte aufgeschrieben waren und uns zum Austausch in der Familie einluden.

Frühstückseier retten

„...ein Tag, wo man seine Familie besser kennenlernt! FMT fetzt!" (Feedback Jugendlicher beim FMT)


Dann wurde es praktisch: Jede Familie hatte nun die Möglichkeit, miteinander eine eigene kleine Holzschatztruhe zu gestalten. Dabei sind lauter kleine Kunstwerke entstanden.

Mittagstisch – draußen im schönen Außenbereich des Kinderhauses, unter Bäumen, alle nebeneinander und in Gemeinschaft - auch das war schön! Gisela Leeder hatte sich voll eingebracht und trug das große Risiko, dass niemand zuvor wusste, wie viel Teilnehmer, also wie viel hungrige Münder, zu sättigen sein werden. Kartoffeln aus dem eigenen Garten – lecker!! Kräuterbutter und Quark als Häubchen oben drauf oder Nudeln mit selbst bereiteter Tomatensauce. Alle wurden satt, es hat gemundet!

Lobethron

Die Mutter auf dem "Lobethron".

Der Höhepunkt des Tages: die Erlebnisstationen.

Am Anfang ging es sehr verhalten los, und jeder schaute neugierig auf die hergerichteten Stationen. Was wird das???
Die Mitarbeiter erklärten den Familien mit viel Freude die Abläufe der Stationen. Die Kinder fingen an zu spielen – und schon war der Bann in der Familie gebrochen.
Es war ein frohes und lustiges Miteinandersein. Vom Familienweitsprung über Flussüberquerung bis hin zum Wahrnehmen auf dem Lobe-Thron und dem Innehalten beim Himmlischen Zuspruch. Zwischendurch verwandelten sich die Bierzeltgarnituren in ein Café, wo leckerer Schmandkuchen aus Sohland und Marmeladenschnitten mit Kaffee oder Tee von Gisela Leeder serviert wurden.

Hotelservice

Was ist ein „Hotelservice“??? – Wenn jemand glaubt, Betten-machen sei langweilig und nur fürs weibliche Geschlecht, weit gefehlt! Wenn alle in der Familie zupacken, mit nur einer Hand, kann so ein Bettbezug mit viel Spaß und kleinen Kniffen schnell überzogen sein oder ein Familienmitglied findet sich auf einmal im Bettbezug wieder.
(Ich staunte sehr, wie sogar zweijährige Familienmitglieder alles nachzuahmen versuchten, und dies sogar mit Erfolg!!!)

Nach jeder absolvierten Station erhielten die Familien „Diamanten“ (bunte Glassteine) für ihre Familien-Schatztruhe, Erinnerungsdiamanten für den Alltag in der Familie.
Erinnerungen an gemeinsame Familien-stärkende und Mut-machende Momente dieses Tages und an die Freude miteinander.

Blindenführer
„Ja, ich würde den FMT empfehlen, da er das Herz und den Blick für die Familienmitglieder stärkt – ich meine bis in den Alltag hinein." (Feedback einer Mutter)



Fazit des Tages:

Fröhlichkeit in der Familie ist etwas Wunderbares und sehr nachhaltig!
Wir wünschen als Team sehr, dass die erlebte gemeinsame Zeit gute Früchte trägt und andere Familien, ganz gleich in welcher Konstellation, neugierig auf einen nächsten FMT macht.
Mein großer Respekt für all die Menschen, welche sich so für starke Familien engagieren – und: „Danke dir, Vater im Himmel“!



Text: Andrea Ebert und Margarete Schnarrer
Fotos: Margarete Schnarrer




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