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Bistum Dresden Meissen
20. Januar 2020

Starker Religionsunterricht – Konfessionelle Kooperation in Sachsen

Rückblick auf eine Tagung in Moritzburg am 16. Januar

Wie können evangelischer und katholischer Religionsunterricht in Zukunft mehr kooperieren? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein ökumenisches Arbeitsforum mit 47 teilnehmenden evangelischen und katholischen Religionslehrern, Schulleiterinnen staatlicher und freier Schulen, Vertretern der Lehreraus- und -weiterbildung sowie Fachberatern am 16. Januar in Moritzburg. Das Theologisch-Pädagogische Institut der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und das Bischöfliche Ordinariat des Bistums Dresden-Meißen luden gemeinsam Religionslehrerinnen und -lehrer sowie Verantwortliche für den Religionsunterricht aus beiden Kirchen zur Arbeit am Thema ein.

Auf Grundlage des Positionspapiers zur konfessionellen Kooperation in Sachsen, mit dem die beiden Bischöfe im Januar 2019 Wege zur Weiterentwicklung konfessioneller Kooperation aufgezeigt hatten, wurden Praxisformen beraten. Ein gelungenes Beispiel stellten z.B. Pfarrer Dr. Christian Mai als evangelischer und Adrian Dautz als katholischer Religionslehrer am Christian-Weise-Gymnasium Zittau vor: „Was uns stark macht – konfessionell-kooperative Gestaltung eines modernen Epitaphs in Anlehnung an alte Zittauer Epitaphe".

Grundsätzlich wurde die Frage diskutiert, wie Religionsunterricht in dauerhaft kooperativer Form konfessions- und religionssensibel unterrichtet werden kann. Insbesondere der Einsatz der Lehrkräfte und die Zuordnung der konfessionell besonderen Themen erfordern flexible Lösungen. Modellversuche wie im Positionspapier beschrieben, für die einige Schulen Interesse bekundeten, sollen klären, was möglich ist und was den Religionsunterricht stärkt und fortentwickelt. Mit Ergebnissen der Modellversuche können die Kirchen dann eine Vereinbarung erarbeiten und mit dem Freistaat abstimmen. Trotz dieses langen Weges stimmte das Forum optimistisch, denn Lehrkräften und Schulen, die konfessionell-kooperativ arbeiten wollen, bietet der geplante Modellversuch den notwendigen Erprobungsraum. Die Arbeitsgruppen des Forums generierten aussagefähiges Basismaterial für die konkrete Planung des Modellversuchs durch die Kirchen und den Freistaat.

Dr. David Toaspern, TPI Moritzburg