"Hau ab!"

Eindrücke vom Kinder-Starkmachtag in St. Bonifatius, Leipzig-Süd, am 22. September

Kinderzeichnung




Leipzig, 01.10.2018: Zu einem „Kinder-Starkmachtag“ in der Verantwortungsgemeinschaft Leipzig-Süd/Markkleeberg kamen am Samstag, 22. September, im Gemeindehaus „St. Bonifatius“ fast 30 Kinder und 10 Erwachsene zusammen.

In den fünf Stunden in „St. Bonifatius“, Leipzig-Süd, haben Erwachsene und Kinder mal separat, mal gemeinsam gearbeitet. Die Kinder wählten zu Beginn in ihrer Gruppe je ein Tier aus – und probierten dann aus, wie das Tier seine Feinde auf Distanz hält ... da haben die Erwachsenen selbst nebenan noch Respekt bekommen.

Das interaktive Theaterstück „Hau ab!“ schloss sich nach einer Spielepause an. Hier konnten die Kinder sich rückversichern, dass ein „komisches Gefühl“ ein gutes und wichtiges Gefühl sein kann – sie konnten hier mit Schauspieler/in und Theaterpädagogin – neben vielen grundlegenden Verhaltensweisen – auch einüben, von „seltsamen“ Begegnungen zu erzählen und sich Menschen anzuvertrauen. In einer abschließenden Runde fragten sich auch die Erwachsenen, wie sie auf ihre Kinder zugehen könnten, die etwas auf dem Herzen haben und sich – womöglich – nicht zu sprechen trauen.

"Hau ab!"-Theaterstück

"Hau ab!"-Theater

Vieles, vieles mehr brachte der Tag, den Mitarbeiterinnen des Präventionsprojektes der Ehe-, Familien- und Lebensberatung Leipzig und das Team des „Hau-ab!“-Theaterprojektes zusammen mit den pastoralen Mitarbeitern in Leipzig-Süd/Markkleeberg gestaltet haben. Alle waren gut bei den ehrenamtlichen Gemeindegliedern aufgehoben, die etwas für den Appetit zwischendurch und zur Mittagszeit anboten.

„…dass Präventionsangebote Kinder emotional erreichen, aber kaum jemals tiefgreifend verunsichern…“, schreibt Dr. Heinz Kindler, Diplom-Psychologe am Deutschen Jugendinstitut, der Evaluationsstudien betreut. „Sie (die Kinder) wissen nach der Beschäftigung mit dem Thema mehr über sexuellen Missbrauch und haben das Gefühl, sich besser schützen beziehungsweise leichter Hilfe finden zu können … Positive Effekte wurden stärker, wenn Kinder aktiv und über mehrere Treffen hinweg einbezogen wurden…“ (Kindler/Schmidt-Ndasi, 2011).

Fotos + Text: Michael Pfeifer, Gemeindereferent, Ehe- Familien- und Lebensberater (BAG)



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