Steyler Workshop - Wochenende in Dresden

Kinder und Jugendliche lernten die Arbeit der Steyler Missionare kennen

Die Workshop-Teilnehmer beim Stadtrundgang vor der Dresdner Semperoper. Fotos: Konstanze Günther

Die Workshop-Teilnehmer beim Stadtrundgang vor der Dresdner Semperoper. Fotos: Konstanze Günther

Dresden, 29.11.2018: "So bunt ist unser Glaube – Glaube Weltweit" - Unter diesem Motto stand das Steyler Workshop Wochenende in der Pfarrei Sankt Marien in Dresden-Cotta. Seit 1991 wird die Pfarrei von der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare geleitet. Anlass genug, eine schon lange bestehende Idee Wirklichkeit werden zu lassen: Geplant wurde ein Wochenende, an dem Kinder und Jugendliche die Aufgaben der Steyler in der Mission, aber auch die Fratres (Studenten im Priesterseminar Sankt Augustin bei Bonn) kennenlernen können.

An einem Wochenende im November war es dann endlich soweit. Pater Agateus Ngala kam mit vielen Fratres nach Dresden. Untergebracht waren alle in Gastfamilien der Gemeinde. Kinder und Jugendliche zeigten am Samstagvormittag den Gästen Dresden. Ein Stadtrundgang führte zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, etwa der Kathedrale des Bistums.

Am Nachmittag erfuhren die Teilnehmenden von Bruder Bernd Ruffing aus Berlin, was es mit dem Thema MAZ – MissionarIn auf Zeit – auf sich hat. Es folgte ein wahrhaftiger Höhepunkt: das gemeinsame Singen. Pater Agateus hatte eine Sammlung Lieder aus der ganzen Welt mitgebracht. Für die Workshop-Gruppe hieß es dann, Lieder aus Afrika, Asien oder Lateinamerika zu singen. Durch die gesangsfreudigen Fratres und ihre Gitarren war dies kein Problem und machte sehr viel Spaß. Bereits nach kurzer Zeit waren die Lieder für den Sonntagsgottesdienst eingeübt.

Musik und Gesang: ein wichtiger Aspekt an diesem Wochenende.

Musik und Gesang: ein wichtiger Aspekt an diesem Wochenende.

Die Steyler Missionare hatten aber auch Tänze mitgebracht. Somit war am Abend gemeinsames Singen und Tanzen angesagt. Die mit anwesenden Eltern waren genauso begeistert wie die Kinder und Jugendlichen, die bei einem anschließenden Gespräch ihre Hauptfrage loswerden konnten: „Warum seid Ihr Steyler geworden?“

Die Antwort lautete, um sich für eine gerechtere Welt einzusetzen, um für Menschen da sein, die niemanden haben, um das Evangelium zu verkünden und zu leben. Einige Fratres wurden besonders durch ihre Familien geprägt, in denen es auch andere Priester oder Ordensleute gab. Andere haben einen Weg gesucht, um sich vor Krieg zu schützen, und haben diesen Schutz in der Berufung Jesu gefunden, ihm zu folgen. Die Steyler sind eine internationale und interkulturelle Gemeinschaft. Für viele ein weiterer Grund, sich diesem Orden anzuschließen.

„Was ist für Euch als Studenten typisch Deutsch?“ - so lautete eine weitere Frage an diesem Tag. Der Planungstick und die Pünktlichkeit - so die Antwort. Die Studenten leben während ihres Studiums in Sankt Augustin im Kloster. Da sie aus verschiedenen Ländern stammen, ist von Anfang an dabei ein gutes Miteinander wichtig. Auch die Freude an Sport und Musik darf nicht zu kurz kommen.

„Was macht die Steyler so besonders?“ - so die dritte Frage. Die Antwort hierzu: Die Steyler sind wie eine Familie, sie strahlen Freude und eine tolle Gemeinschaft aus. Man fühlt sich sofort verbunden. Sie begeistern mit ihrer offenen Art. Gleichzeitig leben Sie auch für ihre Projekte und strahlen dies auch aus.

Dies konnten alle Gäste auch im Gottesdienst am Sonntag erleben. Die Gemeinde wurde mitgerissen durch die Musik aus aller Welt. Auch beim anschließenden Kirchenkaffee wurde noch einmal gesungen und man wurde durch einen schönen Film mit auf Reisen in die Mission genommen.

Bei einem Besuch bei den Steyler Missionaren in Dresden darf natürlich die Richtstätte am Münchner Platz nicht fehlen. Sowohl die Teilnehmer, als auch die Steyler waren davon sehr beeindruckt.

Text und Fotos: Konstanze Günther



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