Termin vormerken: Kolloquium beleuchtet Historie der Katholischen Kirche in Sachsen

vom 26. bis 28. März 2020

Dresden, 11.10.2019: Zu einem Kolloquium unter dem Titel „Wege – Gestalten – Profile. Katholische Kirche in der sächsischen Diaspora“ wird im Frühjahr kommenden Jahres nach Dresden eingeladen. Vom 26. bis 28. März 2020 findet dazu im Haus der Kirche (Dreikönigskirche) in Dresden eine Tagung statt. Aus Anlass der im Jahr 2021 bevorstehenden 100-Jahr-Feier der Wiedererrichtung des Bistums Meißen – heute Bistum Dresden-Meißen – sollen dabei ausgewählte Fragen zur Geschichte der katholischen Kirche in Sachsen, aber auch innerhalb der gesamtdeutschen Situation erörtert werden.

Nach dem Konfessionswechsel des sächsischen Herrscherhauses und der Arbeitsmigration im 19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich in Sachsen eine zahlenmäßig bescheidene, aber zunehmend stabile katholische Minderheit. Daneben gab es in der Oberlausitz die katholischen Sorben mit ihrer jahrhundertealten Verflechtung von religiöser und kultureller Identität. In rechtlicher Hinsicht bildete die entstandene Situation ein Konglomerat von andauernden Provisorien unterschiedlicher Herkunft. Nach dem Ende der Monarchie war deshalb die Wiedererrichtung des Bistums Meißen 1921 mit Bischofssitz in Bautzen ein entscheidender Schritt zur endgültigen Gleichberechtigung der beiden großen Konfessionen.

Gegründet in Meißen (Darstellung) wurde das Bistum 1921 in Bautzen wiedererrichtet und hat als Bistum Dresden-Meißen seit 1980 seinen Sitz in Dresden.

Gegründet in Meißen (Darstellung) wurde das Bistum 1921 in Bautzen wiedererrichtet und hat als Bistum Dresden-Meißen seit 1980 seinen Sitz in Dresden.

In den folgenden Jahrzehnten fand die katholische Kirche unabhängig von staatlichen Strukturen ihre spezifische, oft eher unauffällige, aber doch hör- und sichtbare Rolle innerhalb der Gesellschaft – im traditionell protestantischen Sachsen, unter zwei Diktaturen und nach 1990 im wiedervereinigten Deutschland.

Unter den Referenten der Tagung im März 2020 finden sich neben Kirchen- und Landeshistorikern auch Kirchenrechtler, Religionsphilosophen, Literaturwissenschaftler sowie Liturgie- und Musikwissenschaftler. Das Kolloquium wird gemeinsam vom Bistum Dresden-Meißen und dem Institut für sächsische Geschichte und Volkskunde e. V. veranstaltet. Die Leitung liegt beim Projektbüro Bistumsgeschichte.

gp/MB



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