Territorial größte Pfarrei des Bistums entsteht in Riesa

Neugründungsfeier am Sonntag, 24. März, um 10 Uhr mit Bischof Heinrich

Riesa, 04.03.2019: Am Sonntag, den 24. März um 10 Uhr wird Bischof Heinrich in der Pfarrkirche St. Barbara in Riesa (Lessingstr. 9) in einem festlichen Gottesdienst die Neugründung der Pfarrei vornehmen. Die bisher eigenständigen Pfarreien St. Katharina Großenhain, St. Barbara Riesa und St. Hubertus Wermsdorf werden aufgelöst und zu einer neuen Großpfarrei St. Barbara Riesa zusammengeschlossen. Dieser Akt bildet den vorläufigen Schlusspunkt der notwendigen strukturellen Veränderungen in diesen Kirchgemeinden. Die neugegründete Pfarrei St. Barbara wird dann etwa 3.200 Katholiken umfassen. Mit einer Fläche von nahezu 1.300 Quadratkilometern wird sie die territorial größte Pfarrei im Bistum Dresden-Meißen sein.

Blick in die Pfarrkirche St. Barbara in Riesa. Foto: Pfarrei St. Barbara Riesa

Blick in die Pfarrkirche St. Barbara in Riesa. Foto: Pfarrei St. Barbara Riesa

Im Herbst 2013 hatte der frühere Dresdner Bischof Dr. Heiner Koch (heute Erzbischof von Berlin) unter dem Titel „Erkundungsprozess“ einen geistlichen, aber auch strukturellen Erneuerungsprozess der katholischen Gemeinden und Einrichtungen in Sachsen und Ostthüringen eingeleitet. Hintergrund der notwendigen Reformen waren zum einen die spürbaren Veränderungen der Bevölkerungsstruktur im Gebiet des Bistums Dresden-Meißen. Während die Zahl der katholischen Christen in den Ballungszentren Dresden und Leipzig wächst, schrumpfen in den ländlich geprägten Gebieten die Gemeinden mitunter dramatisch zusammen. Darüber hinaus stehen in Zukunft weniger Priester, Gemeindereferentinnen und -referenten zur Verfügung, um die seelsorgliche Betreuung sicherstellen zu können. Auch werden die finanziellen Ressourcen der Pfarreien in den nächsten Jahren absehbar geringer ausfallen.

Nach einem intensiven Gesprächsprozess fiel daher im Lauf des Jahres 2018 die Entscheidung, die bisherigen drei eigenständigen Pfarreien zu einer neuen großen Pfarrei zusammenzuführen. In der Region zwischen Thiendorf und Mutzschen hat es dazu in den letzten mehr als fünf Jahren zahlreiche Veranstaltungen und Konferenzen verschiedener Personenkreise und Gremien gegeben. Auch hatten alle Gemeindemitglieder die Möglichkeit, sich aktiv in den Prozess mit einzubringen.


Was bedeutet die Neugründung der Pfarrei für die Katholiken in der Region?

• Die neue Pfarrei wird ihren Sitz in Riesa haben und das Patronat der heiligen Barbara erhalten. Ebenfalls in Riesa wird der leitende Pfarrer wohnen und das zentrale Pfarrbüro seinen Sitz haben.
• Pfarrkirche wird die katholische Kirche St. Barbara in der Lessingstraße 9 sein.
• Die bisherigen Kirchen und Kapellen, welche dann zur neuen Großpfarrei gehören, bleiben als Gottesdienstorte erhalten und behalten auch ihr Patronat. Diese werden sein: St. Katharina Großenhain, Maria Königin des Friedens Gröditz, Heiligste Dreifaltigkeit Pulsen, Heiliger Pius X. Glaubitz, Christus-König Oschatz, Heiliger Pius X. Mügeln und St. Hubertus Wermsdorf.
• Die bisherigen Pfarrbüros in Großenhain und Wermsdorf werden nicht aufgelöst, sondern werden als Außenstellen des zentralen Pfarrbüros weitergeführt.
• In der neuen großen Pfarrei werden wie bisher drei Seelsorger für die katholischen Christen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen: Pfarrer Ulrich Dombrowsky, Pfarrer Andreas Eckert sowie Gemeindereferent Matthias Demmich.
• Verändern wird sich schrittweise die Zahl der Gremien in der Pfarrei. Statt wie bisher drei Pfarrgemeinde- und Kirchenräte, wird es zukünftig nur noch einen Pfarreirat und einen Kirchenrat geben. Es wird aber zukünftig weiterhin möglich sein, an den einzelnen Kirchorten sogenannte Seelsorgeräte zu bilden, welche das ortsspezifische Gemeindeleben begleiten.


So viel wie möglich vor Ort

Nicht alle Formen des Gemeindelebens lassen sich zentral organisieren; vielmehr sollen sich die Seelsorge und das Gemeindeleben an der Devise orientieren: „So viel wie möglich vor Ort, was unbedingt nötig zentral." So werden die großen Feste wie Ostern, Weihnachten oder Fronleichnam auch in Zukunft an den je einzelnen Orten gefeiert werden. Auch die Vorbereitung auf Taufen oder Erstkommunion wird nach Möglichkeit weiterhin an den einzelnen Kirchorten stattfinden. Wo es aber sinnvoll und praktikabel ist, soll es in Zukunft gemeinsame Aktivitäten geben. So gehen beispielsweise seit 2015 die Jugendgruppen aus Riesa, Wermsdorf und Großenhain verstärkt gemeinsame Wege. Auch finden Kinderfreizeiten bereits seit einigen Jahren gemeinsam statt.

Die Neugründungsfeier mit Bischof Heinrich Timmerevers am 24. März wird auch in den Pfarrsaal der Gemeinde übertragen. Im Anschluss an den Gottesdienst, der von Musikern, Lektoren und Ministranten aus allen Kirchorten mitgestaltet wird, findet in der gegenüberliegenden Turnhalle ein buntes Festprogramm statt. Neben Mittagessen und Kaffeetrinken wird es Gesprächsrunden und weitere Angebote für die Erwachsenen geben. Für die Kinder sind sowohl während des Gottesdienstes als auch im Rahmen des Festes eigene Aktionen und Angebote vorbereitet.

Text: Gemeindereferent Matthias Demmich


www.kath-kirche-riesa.de



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