"Von Frauen - Für Frauen"

Diözesanverband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) feiert 20-jähriges Bestehen

kfd-Jubiläum in Leipzig

Propst Gregor Giele feiert zum kfd-Jubiläum einen Gottesdienst in der Propstei.

Leipzig, 14.05.2019: Am 13. Mai beging der Diözesanverband Dresden-Meißen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) feiert unter dem Motto „Von Frauen – Für Frauen" sein 20-jähriges Bestehen.

Um 10:30 Uhr begann der Tag mit einem Festgottesdienst in der Propsteikirche St. Trinitatis Leipzig. Die Predigt gestalteten Claudia Schönberner-Pohler, eine kfd-Frau, gemeinsam mit Propst Gregor Giele, dem Zelebranten, in Form eines Dialogs. Sie thematisierten die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an allen Ämtern der Kirche.

kfd-Jubiläum in Leipzig

Über 50 Gäste und Mitglieder feierten im Anschluss im Großen Saal des Gemeindezentrums der Propstei.

Mechthild Burk, Mitglied des Bundesvorstandes der kfd, würdigte in ihrem Grußwort die Anstrengungen des kleinen Verbandes, der sich mit seiner Vielzahl von Aktivitäten erfolgreich in den großen Verband einbringt. „Mit Ihrem Engagement könnten Sie in gewisser Weise Vorbild uns Frauen in den großen Diözesanverbänden sein, wie Verbandsarbeit gelingen kann, wenn die Mitgliederzahlen im Bundesmaßstab trotz größter Anstrengungen immer noch im Sinken sind", so Burk.

Babara Striegel, ebenfalls Mitglied des Bundesvorstandes, sprach für das Netzwerk Ost der kfd, ein Gremium der fünf ostdeutschen Bistümer, die sich 2012 zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben. In Ihrem Grußwort spannte sie den Bogen von den Anfängen der kfd im Osten, die auf Gespräche während des Katholikentreffens 1987 in Dresden zurückgingen, bis zur Gründung des kfd-Diözesanverbandes Dresden-Meißen 1999, als letztem der ostdeutschen Bistümer. Beim Katholikentreffen begegneten Frauen aus der DDR zum ersten Mal kfd-Frauen und nahmen sich fest vor, die Idee eines katholischen Frauenverbandes im Osten Deutschlands umzusetzen. Der Fall der Mauer im November 1989 war die entscheidende Voraussetzung dafür; 52 Frauen gründeten 1990 die kfd im Bereich der Berliner Bischofskonferenz. Vier der Gründungsfrauen waren zum Jubiläum anwesend.

Monika Altenbeck, theologische Mitarbeiterin der Bundesgeschäftsstelle der kfd, hielt den Festvortrag. Eindringlich sprach sie über die großen Herausforderungen, denen sich Frauen in der DDR als Christinnen stellen mussten. Und auch heute noch sei es nicht einfach, als Katholikin der Kirche treu zu bleiben, einer Kirche, deren Strukturen sie hinterfragen. Sie ermutigte die Frauen, neue Wege zu suchen, den Anspruch zu stellen, die Zukunft der Kirche mitzugestalten, den unvermeidlichen Strukturwandel mit all seinen Brüchen als Chance wahrzunehmen.

Weitere Gäste, u. a. Ordinariatsrätin Elisabeth Neuhaus, Leiterin Hauptabteilung Pastoral und Verkündigung im Bistum Dresden-Meißen, Eva-Maria Kiklas, ehemals Bundesvorsitzende der Laienorganisation „Wir sind Kirche", sowie Kathrin Wallrabe, Gleichstellungsbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen, würdigten in ihren Grußworten auf unterschiedliche Weise ebenfalls die Anstrengungen und Erfolge der kleinen Gemeinschaft, sprachen aus ihrer eigenen Erfahrung mit der Institution Kirche. Das brisante Thema, Frauen in der Kirche – immer noch und trotz allem – war stets gegenwärtig.

Sr. Susanne Maria Schneider, ehemalige Geistliche Begleiterin des Diözesanverbandes Dresden-Meißen, aus München angereist, sowie Dr. Rosa Jahnen, langjährige Referentin der Bundesgeschäftsstelle in Düsseldorf und jetzt im Ruhestand, haben es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, mit „ihren" Frauen von Dresden-Meißen und zahlreichen Gästen aus den Diözesanverbänden Berlin, Görlitz und Magdeburg das 20-jährige Jubiläum zu feiern.

Hintergrund:

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 450.000 Mitgliedern der größte katholische Verband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. Im Osten Deutschlands wurde die kfd 1990 in Magdeburg für den Bereich der Berliner Bischofskonferenz gegründet. Der Diözesanverband Dresden-Meißen nahm als letzter der fünf ostdeutschen Diözesanverbände 1999 seine Arbeit auf. In Dresden, Leipzig und Zwickau gibt es die kfd mit insgesamt 53 Mitgliedern in vier Gruppen und einer Anzahl Einzelmitglieder.

Text und Bilder: Maria Möbius



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