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Bistum Dresden Meissen
30. Juni 2022

Vorwürfe gegen 2019 verstorbenen Priester des Erzbistums Köln

Das Bistum Dresden-Meißen ruft potentielle Betroffene auf, sich zu melden

Dresden. Gegen Winfried Pilz, einen verstorbenen Priester des Erzbistums Köln, der im Bistum Dresden-Meißen seit 2010 als Ruhestandsgeistlicher wirkte, sind Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs erhoben worden. Aus seinem Heimatbistum wurden wir jetzt davon unterrichtet, dass erhebliche Verdachtsmomente im Zeitraum der 1970er Jahre dafür gegeben sind. Unser Mitgefühl und unsere Verantwortung gilt in allererster Linie den Betroffenen. Mit Erschütterung müssen wir einen weiteren Fall von Missbrauch im Bereich der katholischen Kirche zur Kenntnis nehmen.

Das sich verantwortlich zeigende Erzbistum Köln möchte zum einen diese Vorwürfe aufklären und zum anderen den Betroffenen Hilfe anbieten.

Pilz war seit 2010 im Ruhestand und wohnte seitdem in Leutersdorf in Sachsen, nahe seinem Geburtsort. Von dort nahm er sowohl im benachbarten Bistum Leitmeritz (Tschechien) als auch an seinem Wohnort Leutersdorf noch Vertretungsdienste wahr. Ab 2010 engagierte er sich zudem in der katholischen deutschsprachigen Seelsorge in Prag.

In den Gemeinden im Bistum Dresden-Meißen, in denen der Priester gewirkt hat, wird nunmehr versucht aufzuklären, ob es auch hier zu sexualisierter Gewalt gekommen ist. Dazu wird es am kommenden Sonntag einen gezielten Aufruf in diesen Gemeinden geben. Möglichen Betroffenen werden externe Ansprechpersonen benannt und Hilfen angeboten. Nach der Aufklärung wird der Sachverhalt aufgearbeitet werden. Bislang sind keine Verdachtsmomente aus dem Bistum Dresden-Meißen bekannt.

Da Pilz bereits am 23. Februar 2019 in Görlitz verstorben ist, können unmittelbare Maßnahmen gegen ihn nicht mehr verhängt werden. Sollte es auch in unserem Bistum Betroffene geben, bitten wir diese, sich mit den benannten externen Ansprechpersonen des Bistums in Verbindung zu setzen, wenn sie den an ihnen begangenen Missbrauch bekanntmachen wollen oder wenn sie Hilfe benötigen. Die Aufklärung der Vorwürfe wird von Köln aus erfolgen.

Ansprechpersonen:

Ursula Hämmerer, Chemnitz
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Tel.: 0173 5365222
E-Mail:

Dr. Michael Hebeis, Dresden
Rechtsanwalt
Tel.: 0172 3431067
E-Mail:

Manuela Hufnagl, Leipzig
Psychologin
Tel.: 0162 1762761
E-Mail: