Wie Kirche Menschen erreicht: Ökumenischer Fachtag Öffentlichkeitsarbeit
Mehr als 50 Interessierte aus Sachsen und Ostthüringen kamen am 17. Januar in der Propstei Leipzig zusammen
Leipzig. Wie können kirchliche Angebote heute sichtbar und Menschen wirksam erreicht werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ökumenische Fachtag zur kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit am Sonnabend, 17. Januar 2026, in der Propsteipfarrei Leipzig. Über 50 ehren- und hauptamtliche kirchliche Mitarbeitende und Medieninteressierte aus evangelischen und katholischen Gemeinden waren der Einladung gefolgt, um sich fortzubilden, auszutauschen und neue Impulse für ihre Kommunikationsarbeit mitzunehmen.
Kirchliche Öffentlichkeitsarbeit steht angesichts einer vielfältigen und sich stetig wandelnden Medienlandschaft vor großen Herausforderungen. Klassische Formate wie Gemeindebrief oder Schaukasten spielen weiterhin eine Rolle, werden jedoch zunehmend ergänzt durch Webseiten, Social-Media-Kanäle, Videos oder Podcasts. Spätestens seit der Corona-Pandemie haben digitale Formen der Kommunikation und Verkündigung deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Fachtag bot Raum, diese Entwicklungen gemeinsam zu reflektieren und praxisnah weiterzudenken.
Praxis-Kenntnisse vertiefen
Nach der Begrüßung, einem geistlichen Impuls mit dem Leipziger Propst Ralph Kochinka und Superintendent Sebastian Feydt sowie einer thematischen Einführung arbeiteten die Teilnehmenden in zwei Workshop-Phasen intensiv an unterschiedlichen Schwerpunkten kirchlicher Öffentlichkeitsarbeit. Das Angebot reichte von den Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, über Social Media in der Kirche, Fotografie für Einsteiger, Gestaltung und Design, bis hin zu Canva für Kirchgemeinden, Fundraising und Sponsoring, der Erstellung von Gemeindebriefen sowie der Nutzung digitaler Werkzeuge wie Online-Kalender und Webbaukasten.
Besonders geschätzt wurde der hohe Praxisbezug der Workshops sowie die Möglichkeit, konkrete Werkzeuge und Methoden kennenzulernen, die sich direkt im Gemeindealltag anwenden lassen. In den Pausen nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung über Konfessions- und Gemeindegrenzen hinweg.
Der gemeinsame Abschluss mit Reisesegen rundete den Fachtag ab. Viele Teilnehmende zeigten sich dankbar für die ökumenische Perspektive, die Vielfalt der Themen und die Ermutigung, kirchliche Öffentlichkeitsarbeit als wichtigen Teil des pastoralen Handelns weiterzuentwickeln – damit gute kirchliche Angebote auch künftig Menschen erreichen können.
MB