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Bistum Dresden Meissen
11. Oktober 2021

Wie weiter im Strategieprozess? – Bericht aus der dritten Lenkungskreissitzung

Übersicht zu den nächsten Schritten

Dresden. Das Bistum Dresden-Meißen befindet sich seit Frühjahr dieses Jahres in einem Strategieprozess. Ziel ist es, durch Konzentration auf Schwerpunkte an anderen Stellen Sparentscheidungen zu treffen. Damit soll einem sich erkennbar immer weiter ausdehnenden Haushaltsdefizit begegnet werden.

In der dritten Lenkungskreissitzung wurden nun vor einigen Tagen die nächsten Schritte im Rahmen dieses Prozesses festgelegt. Ausgehend von der Fragestellung „Wo steht das Bistum – finanziell und pastoral?“ wurde eine Datenerhebung beschlossen.

In den nächsten Wochen erhalten leitende Mitarbeitende aus unterschiedlichen Einrichtungen und Bereichen des Bistums den Auftrag, mithilfe vorgegebener Kriterien ihren Wirkungsbereich zu erfassen. Dabei sollen neben der pastoralen Ausrichtung und Wirksamkeit auch erkennbare Einsparpotenziale erfragt werden. Zusätzlich werden zentral die Kennzahlen zu Kosten, Refinanzierungen und Personaleinsatz für das jeweilige Angebot zusammengetragen. Am Ende soll so eine verlässliche Datengrundlage bereitstehen, die pastorale und wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt.

Diese Datenbasis soll es ermöglichen, zusammen mit einer noch ausstehenden transparenten Schwerpunktsetzung für die Pastoral des Bistums, die Schritte zu identifizieren, die zu einer Reduzierung des erkennbaren Defizits führen. Ohne entsprechende Maßnahmen läge dieses Defizit im Jahr 2026 bei jährlich 17,5 Mio. Euro und würde sich kontinuierlich ausweiten.

Was sind die Ursachen?

Zunehmend zurückgehende Kirchensteuereinnahmen sowie 2026 wegfallende Solidarleistungen erzeugen einen Kostendruck, der durch reguläre Preis- und Lohnsteigerungen sowie sinkende Zinsen verstärkt wird. Besondere Aufmerksamkeit verdient, dass bestimmte Angebote des Bistums durch staatliche Zuwendungen teils erheblich refinanziert werden. In diesen Bereichen sind daher meist nur geringe Einsparpotentiale zu erzielen. So konzentriert sich das Sparvolumen erkennbar auf die aus Kirchensteuer- oder sonstigen Eigenmitteln finanzierten Bereiche.

In den kommenden Sitzungen wird sich der Lenkungskreis noch einmal mit der Zuordnung der unterschiedlichen Angebote zu Wirkungsfeldern beschäftigen. So soll sichergestellt werden, dass Kirche trotz einer absehbaren Einschränkung bei einzelnen Angebote in den zentralen Wirkungsfeldern wirksam bleibt. Darüber hinaus werden erste Ideen für eine pastorale Schwerpunktsetzung erwartet. Da jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann, stellt uns die Knappheit neu vor die Frage, was wesentlich und unverzichtbar ist.

Website informiert kontinuierlich zum Strategieprozess

Für den Strategieprozess ist die Information der Bistumsangehörigen ein zentrales Anliegen. In den kommenden Wochen sind im Rahmen der Priester-Werkwoche und der Jahrestagung der pastoralen Dienste auf Diözesanebene sowie bei den angekündigten Mitarbeitervertretungen-Veranstaltungen Zeitfenster für Informationen zum Strategieprozess auf den Tagesordnungen eingeplant. Darauffolgend wird es am 10. November eine große Informationsveranstaltung eigens zum Strategieprozess geben, bei der möglichst viele Teilnehmende sowohl in Präsenz als auch digital anwesend sein können. Informationen dazu und zu vielen weiteren Themen rund um den Strategieprozess sind ab dem 11. Oktober auf der Strategieprozess-Website hinterlegt. Die Seite informiert fortlaufend über den Prozess: https://www.bistum-dresden-meissen.de/strategieprozess

Für Fragen und Rückmeldungen zum Strategieprozess ist die Kontaktadresse  eingerichtet. Kontaktaufnahmen sollten aus Gründen der leichteren Zuordnung mit den Zusätzen #Strategie #Ressourcen #Vernetzung #Prozess gekennzeichnet werden.                                                                                                       

Die nächste Lenkungskreissitzung findet am 4. November statt.