Leitung in der Sendung

Workshop mit einem Pastoralteam aus den Philippinen

Workshop-Ergebnisse

(Fotos: Elisabeth Meuser)

Dresden, 07.06.2019: Zu einem Workshop „Leitung in der Sendung“ trafen sich in dieser Woche 20 kirchliche Mitarbeitende unserer Diözese, um mit Estella Padilla, Father Mark Lesage, Alicia Maria Gutierrez und Joseph Guevarra von einem Pastoralinstitut aus Bukal (Philippinen) der Frage nachzugehen, welche Formen von Leitung einer Kirche, die „auf „Sendung“ sein will, dienlich sind. Wobei schon diese Fragestellung der philippinischen Gäste für einige der Teilnehmenden verschiedener Professionen (Mitarbeitende der Caritas, Gemeindereferentinnen und Pfarrer, Ordensangehörige und Mitarbeitende des Ordinariates) irritierend war. Dass sich aus der Sendung der Kirche, also aus einer konkreten Vision von Kirche, eine spezifische Ausprägung von Leitung ergeben muss, entspricht nicht dem bekannten Erfahrungshorizont. Nach diesem möchte man eher erwarten, dass die Leitung die konkrete Form der Sendung vorgibt. Erfahrbar ist diese neue Denkweise von Leiterung nur dann, wenn man diese nicht nur auf Amt und Funktion reduziert, sondern weitet auf die Gaben und Charismen aller Gläubigen und ausrichtet auf die Welt, in der wir leben. Dann lautet die entscheidende und einzige Frage nicht mehr: Was ist erlaubt? Sondern es muss auch gefragt werden: Was braucht es? Und welche Gaben hat Gott uns gegeben?

einander ein gutes Wort zusprechen

Autorität besitzt man nicht automatisch durch ein Amt, sondern diese wird einem zugesprochen, was wiederum Einfluss bedeuteten kann auch für jede und jeden, der/die kein formales Amt bekleidet. In diese Denkweise führten die Referentinnen und Referenten aus den Philippinen auf eindrückliche Weise ein und verschwiegen dabei nicht, dass es eines langen Atems bedarf, wenn dies in ganz konkreten Leitungsteams vor Ort Wirklichkeit werden soll.

Plenum

Gruppenarbeit

Sich der Zielstellungen, Werte und der geistlichen Ausrichtung eines jeden Teammitgliedes und letztlich des gesamten Teams immer wieder bewusst zu werden, ist ein mühsamer, manchmal auch schmerzhafter Prozess. Dass dieser aber lohnenswert ist, durften die Teilnehmenden am Pastoralteam aus Bukal erleben. Sie erzeugten eine geistliche Atmosphäre der Offenheit und Lebendigkeit und betonten dabei immer wieder, dass das Leben aus einer intensiven Beziehung zu Christus das Miteinander stärken kann und letztlich nur so Kirche lebendig werden oder bleiben kann.

Mitte

Gruppenfoto

Text: Christian März
Fotos: Elisabeth Meuser




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