Christliche Werte als Kompass des Lebens

Zum Tod des langjährigen Sächsischen Landtagspräsidenten Erich Iltgen (78) zu Pfingsten, 9. Juni, erklärt Bischof Heinrich seine tiefe Anteilnahme

Erich Iltgen bei einem Besuch der Domschatzkammer St. Petri in Bautzen im Jahr 2011. Foto: Bistum Dresden-Meißen / M. Baudisch„Der Tod von Erich Iltgen ist ein großer Verlust für ganz Sachsen, besonders aber für das Bistum Dresden-Meißen, dem er zeitlebens eng verbunden war. In seinem beruflichen Wirken stellte Erich Iltgen als Diplom-Ingenieur seine fachlichen Kenntnisse von 1985 bis 1988 als Leiter der Dombauhütte und von 1988 bis 1990 als Leiter des Bauamts des Bischöflichen Ordinariats in den Dienst unseres Bistums.

Während der Friedlichen Revolution und nach der Deutschen Einheit trug er entscheidend zur Entwicklung und Festigung der Demokratie im Freistaat Sachsen bei. Sein langjähriges, verdienstvolles Wirken als Landtagspräsident in diesen turbulenten Aufbruchsjahren wird in steter Erinnerung bleiben.

Das Koordinatensystem seiner beruflichen und politischen Arbeit, aber auch seines persönlichen Lebens, war dabei spürbar geprägt von seinem tiefen Glauben. Erich Iltgen war ein außergewöhnlicher Mensch, der sich und seine Fähigkeiten in die Gesellschaft einbrachte. Eine Gabe, die unsere Zeit dringend benötigt.

Christliche Werte blieben für den Familienvater und verdienten Politiker zeitlebens Richtschnur und Kompass. Daneben wirkte er auf vielfältige Weise, oft still und bescheiden, aber immer verdienstvoll, für seine Kirche. Der Herr schenke ihm die ewige Ruhe.“

+ Heinrich Timmerevers

Bischof von Dresden-Meißen



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