Generalvikar aus UNESCO-Kuratorium ausgetreten

Votum der Dresdner Wählerinnen und Wähler respektieren


Generalvikar Dr. Konrad Zdarsa
Dr. Konrad Zdarsa: Entwicklungen im Streit um Dresdner Waldschlösschenbrücke unterlaufen demokratisch legitimiertes Votum von mehr als zwei Dritteln der Dresdner Wählerinnen und Wähler.

Dresden, 21.07.06 (KPI): Der Generalvikar des Bistums Dresden-Meißen, Dr. Konrad Zdarsa, ist aus dem UNESCO-Kuratorium der Stadt Dresden ausgetreten. Er wolle nicht mehr an einem Prozess beteiligt sein, "der das demokratisch legitimierte Votum von mehr als zwei Dritteln der Dresdner Wählerinnen und Wähler unterläuft", hatte Generalvikar Dr. Zdarsa seinen Entschluss in einem Schreiben gegenüber dem Kuratorium begründet. Das Kuratorium war im Juni 2005 vom Stadtrat einberufen worden, um die Stadt bei der Bewahrung des Welterbes zu unterstützen.

Auch Bischof Joachim Reinelt hatte sich bereits vor der Tagung der UNESCO in Vilnius - bei der das Dresdner Elbtal auf die rote Liste des bedrohten Weltkulturerbes gesetzt wurde - dafür ausgesprochen, der demokratisch getroffenen Entscheidung der Bürger mehr Respekt entgegen zu bringen: "Demokratie ist keine Einrichtung, über die man nach Belieben verfügen kann. Die Entscheidung der Bürger für die Brücke sollte ernst genommen und respektiert werden." In einem Bürgerentscheid hatten sich im Februar letzten Jahres 68 Prozent der Wähler pro Brücke ausgesprochen.

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