Biographie des Bildhauers und Kirchenraumgestalters Friedrich Press (1904-1990)

100. Geburtstag am 7. September 2004


Eines der bedeutensten Werke Press': Die Pieta in der Dresdner Kathedrale.
Friedrich Press wurde am 7. September 1904 im westfälischen Ascheberg geboren.

Künstlerische Ausbildung:
1921 bis 1924 Holz- und Steinbildhauerlehre in Münster, anschl. bis 1926 Besuch der Kunstgewerbeschule Dortmund und ein Jahr Studien an der Staatshochschule für Kunst und Gewerbe in Berlin-Charlottenburg.
1927 bis 1931 Arbeit als Meisterschüler von Georg Wrba an der Dresdner Kunstakademie.
Lebt anschließend als freischaffender Künstler.

Seine frühen Arbeiten stoßen auf den Widerstand der Nationalsozialisten. Eine Ausstellung mit seinen Werken wird 1933 von den Nazis geschlossen.

Nach dem Krieg siedelt sich Press in Dresden an und stößt wegen seiner Hinwendung zu christlichen Motiven an die Grenzen des offiziellen Kunstbetriebs. Für die Kirchen in der DDR und in der Bundesrepublik ist er ein geschätzter Auftragnehmer. Sein gleichermaßen ungewöhnlicher wie provozierender abstrakter Stil erregt bis heute Aufsehen. Die 1967 geschnitzte Figur Ecce Homo wird von den Vatikanischen Museen angekauft.

1975 stellt Press seine aus Meißner Porzellan gefertigte Pieta in der Dresdner Katholischen Hofkirche auf.

1980 wird er Mitglied der Akademie der Künste in Parma. Die offizielle Kunst der DDR hält sich bis zum Tode Friedrich Press am 5. Februar 1990 von ihm fern.

Friedrich Press hat 46 deutsche Kirchen gestaltet, darunter viele in Sachsen, wie die Gedächtniskapelle der Dresdner Kathedrale, der Altarraum in der St. Josefskirche Dresden-Pieschen oder die Ev.-Luth. Kirche St. Peter und Paul in Göda.


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