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Bistum Dresden Meissen

Ideensammlung für pastorales Handeln

Auf dieser Seite möchten wir Sie auf Initiativen hinweisen, wie an verschiedenen Orten kreativ oder auch ganz pragmatisch mit der aktuellen Krise umgegangen wird. Die zurzeit notwendige räumliche Distanz fordert dazu heraus, Dinge anders zu tun, um trotzdem im Kontakt mit den eigenen Gläubigen und den Mitmenschen auf den Gebieten unserer Pfarreien zu bleiben. Denn gerade jetzt ist es besonders wichtig, dass kein Gefühl von Vereinsamung entsteht, sondern dass Gemeinschaft erfahren werden kann – wenn auch auf anderem Wege als bisher.

Falls Sie kreative Ideen haben oder Initiativen kennen, von denen andere wissen sollten, können Sie diese an schicken (wenn vorhanden, dann sehr gern mit den Links zu den entsprechenden Internetseiten). Vielen Dank!

Arbeit als Team/PGR

In den Zeiten, in denen man sich nicht persönlich begegnen kann, ist eine gute Kommunikation untereinander wichtig. Vor allem für die Zusammenarbeit in Teams und Räten stellt das aktuell eine echte Herausforderung dar. Neben der Kommunikation über E-Mail gibt es noch andere Formen, die man ausprobieren kann.

 

Messenger

Die meisten Menschen haben ein Smartphone und darauf auch entsprechende Messenger-Dienste installiert. Diese eignen sich nicht nur für die Kommunikation im privaten Bereich - durch sogenannte Gruppenchats ist es möglich, alle gleichzeitig zu informieren. Allerdings sollten Sie dabei unbedingt den kirchlichen Datenschutz beachten. Der Messenger Threema (Achtung: kostenpflichtig!) kann zum Beispiel dafür genutzt werden.

 

Telefonkonferenzen

Über Freetelco besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Telefonkonferenz einzurichten. Es fallen lediglich die allgemeinen Verbindungskosten laut Tarif Ihres Anbieters in das deutsche Festnetz an.

Außerdem verfügen die meisten Smartphones über die Möglichkeit, mehr als einen Kontakt gleichzeitig anzurufen und die Gespräche miteinander zu verknüpfen. So können vor allem kleinere Teams schnell und unkompliziert miteinander in Verbindung treten. Einfache Beispielvideos, wie das funktioniert, finden sich bei YouTube.

Ideen in den Pfarreien

Trotz wachsender Vernetzung verfügen nicht alle über einen Internetzugang. Es ist wichtig, diese Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren und deshalb ganz klassische Formen zu nutzen, um mit ihnen in Kontakt zu treten und zu bleiben.

 

Offene Kirche

Viele Pfarreien und Gemeinden bieten zu bestimmten Uhrzeiten die Möglichkeit zum persönlichen Gebet in der offenen Kirche. Meist finden sich dort auch Zettel mit Andachten zum Mitnehmen. Telfonisch oder über die Internetseite Ihrer Pfarrei können Sie erfahren, vor Ort ein solches Angebot besteht.

 

Das Telefon

Neben der Telefonseelsorge existiert auch das ein ökumenisches „Corona-Sorgentelefon“. Doch auch in den meisten Pfarreien ist das Telefon aktuell das wichtigste Medium. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger vor Ort bemühen sich, so viele Gemeindemitglieder wie möglich anzurufen und den Kontakt zu halten. Dabei wird oft auch auf familiäre Netzwerke gesetzt, um möglichst viele Menschen im Blick zu behalten.

 

Der Brief

Der Gemeindebrief ist nach wie vor ein wichtiges Kommunikationsmittel der Pfarreien. Zurzeit steigt seine Bedeutung. Da die Flächen der Pfarreien zum Teil sehr groß sind, werden die Briefe meist auf dem Postweg versandt. Es gibt aber auch Initiativen, bei denen Jugendliche oder zum Beispiel der Caritaskreis der Gemeinde das Verteilen übernehmen.

 

Postkartenaktion

Nicht nur die eigenen Gemeindemitglieder freuen sich über Post. Mittlerweile haben viele Einzelpersonen aber auch Pfarreien begonnen, Postkarten an Seniorenheime zu verschicken. Da die Bewohner solcher Einrichtungen besonders vom Kontaktverbot betroffen sind, freuen sie sich sehr über einen Gruß per Post. Fragen Sie doch einfach mal bei einem Seniorenheim in Ihrer Nähe an, welche Bewohner gern mal wieder Post bekommen würden – und schreiben Sie eine Karte.

 

Eine Tüte Güte

Die Seelsorgeeinheit Herbolzheim-Rheinhausen (Erzbistum Freiburg) nimmt vor allem die Menschen in den Blick, denen es finanziell nicht gut geht. In Kirchenräumen werden leere Tüten zur Verfügung gestellt, die von Spenderinnen und Spendern mit haltbaren Lebensmitteln oder unterschiedlichen Kosmetikartikeln gefüllt werden können. Über die Seelsorgeeinheit werden die entsprechenden Spenden dann weitergeleitet.

"Eine Tüte Güte - jetzt erst recht"

Selber Hilfe anbieten

Wenn Sie Hilfe anbieten möchten, können Sie sich an Ihre Pfarrei wenden. An den meisten Orten werden über das Pfarrbüro bereits verschiedene Hilfsangebote koordiniert. Darüber hinaus gibt es aber auch die Möglichkeit, sich auf anderen Plattformen zu engagieren und zu vernetzen.

 

Hilfe für Obdach- und Wohnungslose

Obdach- und Wohnungslose sind von der aktuellen Situation besonders betroffen. Die Heilsarmee ist weiterhin auf den Straßen unterwegs und bietet dort Hilfe an. Falls Sie diese Arbeit unterstützen wollen: Es werden dringend Sachspenden wie Schlafsäcke, Desinfektionsmittel und Mundschutz benötigt.

https://www.heilsarmee.de/dresden/ueber-uns.html

 

WirHelfen

Wenn Sie bereits engagiert sind und selbst Hilfe anbieten möchten, können Sie sich an WirHelfen wenden. Dies ist eine Anlaufstelle für Hilfsangebote in Deutschland und dient vor allem der Vernetzung sowie dem direkten Kontakt.

https://wirhelfen.eu/

 

Helpunity

Auch hier handelt es sich um eine Plattform für Menschen und Organisationen, die Hilfe anbieten oder lokale Initiativen unterstützen möchten. Außerdem findet man unter der Rubrik „Aktivitäten zu Hause“ eine große Vielfalt an Betätigungen für Geist und Körper in den eigenen vier Wänden.

https://helpunity.eu/

Digitale Beispiele

Durch das aktuelle Kontaktverbot steigt die Nutzung digitaler Medien auf den unterschiedlichsten Plattformen. Sogenannte Gruppenchats bei verschiedenen Messengerdiensten oder in sozialen Netzwerken bieten die Möglichkeit, auch von zuhause aus Gemeinschaft zu erleben. Darüber hinaus gibt es im digitalen Bereich aber auch noch andere Möglichkeiten.

 

YouTube

YouTube ist in den letzten Tagen zu einer wichtigen Plattform für die Arbeit geworden. Darüber werden nicht nur Streams der Hl. Messe oder von Wort-Gottes-Feiern angeboten. In der Pfarrei Dippoldiswalde bietet zum Beispiel die Kirchenmaus Susi einen wöchentlichen Impuls für Kinder. Über Einsendungen kann man hier auch aktiv an der Gestaltung der Inhalte mitwirken. Doch auch für Erwachsene gibt es hier ein Angebot verschiedener Andachten und Impulse.

 

Zusammenarbeit mit lokalen Partnern

Die Pfarrei Kamenz nutzt die herausfordernde Situation und bringt sich in Bischofswerda in die Stadtgesellschaft mit ein. Dies geschieht über die Nachbarschaftsplattform nebenan.de. Digital wird ein Vernetzungs- und Austauschangebot für engagierte Helferinnen und Helfer angeboten. Unter "Zusammen können WIR mehr!" finden Sie weitere Informationen dazu.

 

Regionale Fernsehsender

In der Pfarrei Riesa wird für den Sonntag eine Predigt verfasst, die natürlich auf der eigenen Homepage veröffentlicht wird. Darüber hinaus gibt es eine Kooperation mit dem Lokalsender Riesa-TV, der kurze Andachten mit der jeweiligen Sonntagspredigt aufzeichnet und ausstrahlt.

 

Mut machen!

„Erste Hilfe zum Mutmachen“ ist eine Art Basiskurs Mut machender  Gesprächsführung im Internet. Diese Initiative kommt aus dem Bistum Aachen. Ausgehend von einer zentralen Website werden Visualisierungen grundlegender Gesprächstechniken sowie vertiefende Videos angeboten und in soziale Netzwerke verbreitet. Das Material ist frei verfügbar.

https://www.jetzt-mutmachen.de/

Der lebendige Bildungspodcast

Mit Herz und Haltung


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