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Bistum Dresden Meissen

Aktuelle Infos:

Offizielle Hinweise des Bistums zu Gottesdiensten und öffentlichen Veranstaltungen

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2021

Update: Der aktuellen Corona-Situation angepasstes Infektionsschutzkonzept

Bischof Heinrich informiert in seiner aktuellen Dienstanweisung über die Konsequenzen, die die neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung bzw. die Thüringer Verordnung für den kirchlichen Bereich haben.

Das Infektionsschutzkonzept für öffentliche Gottesdienste wurde nur leicht modifiziert (vgl. § 13 SächsCorSchVO). Zu Gottesdiensten besteht weiterhin keine Einschränkung der Mitfeiernden, beispielsweise durch Testung oder Impfung!

Zudem weist Bischof Heinrich an, dass für alle Veranstaltungen jenseits des Gottesdienstes die gesetzlich vorgeschriebenen Infektionsschutzmaßnahmen für Veranstaltungen in der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung auch für den kirchlichen Bereich und gemeindliche Veranstaltungen zu übernehmen sind, insbesondere die sog. 3G- und 2G-Regel (Zutritt ausschließlich für (Getestete), Genesene, Geimpfte). Diese müssen in die vorhandenen Infektionsschutzkonzepte eingearbeitet werden.
Darüber hinaus gibt es derzeit keine gesonderten Regelungen seitens des Bistums.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

  • Der Mindestabstand von 1,5 m bleibt erhalten; wo er unterschritten wird, muss eine Maske betragen werden. Meine Frage: Heißt das im Umkehrschluss, dass man auch auf den Mindestabstand verzichten könnte und dafür alle Gottesdienstteilnehmer/innen weiterhin eine Maske tragen?

Nein, der Regelfall ist Mindestabstand. Sollt es aber Ausnahmesituationen geben, wo dieser nicht eingehalten werden kann, sollte eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.

  • Die Einschränkungen bzgl. Gemeindegesang entfallen vollständig bei Inzidenz unter 10. Meine Frage: Sollte nicht vielleicht wenigstens beim Singen weiterhin eine Maske aufgesetzt werden oder Lieder weiter reduziert werden?

Das ist durchaus eine Überlegung vor Ort wert. Die Mund-Nase-Bedeckung schützt nach diversen Studien sehr effektiv im Innenraum vor Aerosolverbreitung, die Länge des Gesangs ebenfalls. Der Gesetzgeber sieht aber in der aktuellen pandemischen Situation keine Beschränkung vor, d.h. es kann ohne Mund-Nase-Bedeckung und ohne Beschränkung in der Liedauswahl gesungen werden. Ab Inzidenz 10 mit eventuell eingehender pandemischer Anspannung gelten allerdings sowieso die ursprünglichen Regeln und damit auch das verbindliche Tragen ein Maske und die Reduzierung des Gesangs wieder.

  • Müssen im Bistum Kontaktdaten erfasst werden bei Inzidenz unter 10?

Ja, dieses verhältnismäßig einfache Instrument ist ein wesentlicher Baustein in der Pandemiebekämpfung. In Sachsen ist von Gesetzgeber tatsächlich unter Inzidenz 10 keine Kontakterfassung mehr notwendig, in Thüringen allerdings schon. Wir haben versucht einheitliche Regelungen im Bistum für unserer Pfarreien in Sachsen und Thüringen zu machen.

  • Bei der Kommunionausteilung (sie erfolgt weiterhin mit Maske und nach unmittelbar vorhergehender Händedesinfektion) kann der Spendedialog wieder zu jedem Einzelnen gesprochen werden; die allgemeine Formel entfällt daher offensichtlich. Frage: Wenn die Gottesdienstteilnehmer/innen die ganze Messe über keine Maske aufhaben (bei Inzidenz unter 10) - müssen sie sie dann zur Kommunion aufsetzen?

Nein, die Gläubigen können bei Inzidenz unter 10 darauf verzichten, das Risiko ist in diesem Fall sehr gering. Der Kommunionspender ist weiterhin zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung angehalten. Das Bistum hat hier eine Risikoabwägung vorgenommen. Verhindert wird mit dieser einseitigen Lösung zumindest ein Superspreading, falls der Spender Infektiös sein sollte.

  • Sind Wahlen in Gremien über Videokonferenztools wie Zoom möglich?

Wahlen innerhalb von Gremien können nach Rücksprache mit unserem Justitiar über entsprechende Videokonferenztools stattfinden, die eine (geheime) Wahlmöglichkeit anbieten, z.B. über Zoom. Zu beachten ist auch, dass nur bei manchen Gremien eine geheime Wahl vorgeschrieben ist, das ergibt sich aus den vorliegenden Gesetzestexten.

  • Wie kann man Gottesdienste ohne Gemeindegesang gestalten?

Die Gestaltung der Liturgie ohne Gemeindegesang ist für viele schmerzlich und ein herber Verzicht. Eine fortlaufend aktualisierte Ideen- und Linksammlung zur Gestaltung finden Sie unter: https://www.bistum-dresden-meissen.de/vielseitig-engagiert/kirchenmusik-kunst/kirchenmusik-unter-corona/kirchenmusik-unter-corona

  • Was gilt für Zusammenkünfte der neugewählten Gremien, insbesondere im Hinblick auf die laufenden Fristen zur Konstituierung? Können sich Kirchenvorstände und Ortskirchenräte in Präsenz treffen?

Die neugewählten Gremien (Kirchenvorstand und Ortskirchenräte) können sich – auch bei Inzidenzwerten > 200 ! – mit 1,5m-Abstand und Maske zu ihren Gremiensitzungen in Präsenz treffen; das gilt insbesondere für die jetzt notwendigen konstituierenden Sitzungen. Das ergibt sich aus § 8 Abs. 4 Nr. 3 litera j CoronaSchutzVO, wonach notwendige Gremiensitzungen von Juristischen Personen des öffentlichen Rechts (eine solche ist die Pfarrei) als Präsenztreffen stattfinden dürfen.

  • Können wir weiterhin Livestreams von Gottesdiensten anbieten?

Es liegt im pastoralen Ermessen vor Ort, ob Livestreams angeboten werden. Das Streamen von Gottesdiensten und anderen liturgischen Feiern ist urheberrechtlich zulässig. Die Bereitstellung kann über die Internetpräsenz der Pfarrei oder über Streamingportale (YouTube, Facebook etc.) erfolgen. Diese Regelung gilt ab 20. Okt. 2020 und geht über die bisherigen Regelungen hinaus, wonach die Streams nicht auf Pfarreiservern direkt liegen konnten. Auch die kostenfreie Weitergabe von Trägermedien (z.B. CD), auf denen Gottesdienste aufgezeichnet sind, an Pfarreimitglieder ist erlaubt.

  • Wie ist denn der Umgang mit von Maskenpflicht befreiten Personen während der Gottesdienste geregelt?

Von der Pflicht einer Mund-Nase-Bedeckung befreite Personen sind natürlich auch im Gottesdienst befreit. Im persönlichen Gespräch wird sich vielleicht ein Verständnis ergeben, dass diejenigen Personen sich beim Gesang zurückhalten.

  • Die Regelungen für die Gottesdienste sind sehr komplex. Gibt es eine einfache „Faustregel“, die man gut anwenden kann?

Die Riten der Liturgie sind so vielfältig, dass nicht für alle Einzelfälle Vorgaben zu machen sind. Kurz gesagt gilt: Wenn 1,5 Meter Abstand zwischen Personen unterschritten werden und gesprochen wird, ist in jedem Fall ein Mundschutz zu tragen. Wenn Körperkontakt stattfindet, sind unmittelbar vor- und nachher die Hände zu desinfizieren.

  • Was ist bei der Taufe an Hygiene zu beachten?

Die grundlegenden Regelungen von Abstand und Desinfektion sind auch auf die Taufe zu adaptieren.

  • Sind Konzelebration, weitere liturgische Dienste wie Ministranten wieder möglich?

Ja, die Konzelebration wie auch der Dienst von Diakonen, Kommunionhelfern, Lektoren, Kantoren und Ministranten sind grundsätzlich möglich. Zu beachten sind selbstverständlich die geltenen Hygienemaßnahmen. Beispielsweise sollten Ministranten vor der Gabenbereitung ihre Hände desinfizieren oder können beim Weihrauchdienst, bei dem Gegenstände von mehreren verschiedenen Personen berührt werden, Handschuhe tragen. Die Regelungen richten sich auch an die individuellen Gegebenheiten vor Ort.

 

(wird fortlaufend ergänzt)

17. August 2021: Aktualisiertes Infektionsschutzkonzept für öffentliche Gottesdienste

Bischof Heinrich informiert in seiner aktuellen Dienstanweisung über die Konsequenzen, die die neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung bzw. die Thüringer Verordnung für den kirchlichen Bereich haben.

Das Infektionsschutzkonzept für öffentliche Gottesdienste wurde nur leicht modifiziert (vgl. § 13 SächsCorSchVO). Zu Gottesdiensten besteht weiterhin keine Einschränkung der Mitfeiernden, beispielsweise durch Testung oder Impfung!

Zudem weist Bischof Heinrich an, dass für alle Veranstaltungen jenseits des Gottesdienstes die gesetzlich vorgeschriebenen Infektionsschutzmaßnahmen für Veranstaltungen in der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung auch für den kirchlichen Bereich und gemeindliche Veranstaltungen zu übernehmen sind, insbesondere die sog. 3G- und 2G-Regel (Zutritt ausschließlich für (Getestete), Genesene, Geimpfte). Diese müssen in die vorhandenen Infektionsschutzkonzepte eingearbeitet werden. Darüber hinaus gibt es derzeit keine gesonderten Regelungen seitens des Bistums.

1. Juli 2021: Aktualisiertes Infektionsschutzkonzept für öffentliche Gottesdienste mit aktuellen Antworten auf Fragen zu Gottesdiensten

Für Sachsen und Thüringen gibt es einige Erleichterungen bei beständiger Inzidenz unter Schwellenwert 10. Daraufhin wurde das Infektionsschutzkonzept für Öffentliche Gottesdienste angepasst, so dass bei Niedriginzidenz eine „Normalisierung“ für die Liturgie möglich ist.

Zentrale Punkte für Sachsen bei Inzidenz unter 10 (vgl. SächsCoronaSchVO §3):

Die Mund-Nase-Bedeckung muss in Kirchen nicht mehr getragen werden. Der Mindestabstand von 1,5m bleibt erhalten (vgl. Allgemeinverfügung vom 29. Juli 2021 I. 1.h). Überall, wo er unterschritten wird, muss eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden. Kontaktdaten müssen nicht mehr erfasst werden.

Wir können aus den Erfahrungen anderer Länder mit Virusmutationen davon ausgehen, dass zumindest Inzidenzzahlen mittelfristig wieder steigen und Teile der Lockerungen entsprechend zurückgenommen bzw. wieder verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Auf einen erneuten Lockdown hoffen wir alle verzichten zu können. Es liegt deswegen auch in Ihrem Ermessen, nicht alle Spielräum gleichermaßen auszunutzen und bspw. die Kontaktnachverfolgung weiterhin als probates Mittel aufrecht zu erhalten. Es ist auch Mühe, manches, was sich gut eingespielt hat, evtl. später wieder „einführen“ zu müssen.

Antworten zu aktuellen Themen:

Mund-Nase-Bedeckung

Der Gesetzgeber im Freistaat Sachsen sieht die Mund-Nase-Bedeckung in Kirchen bei Inzidenz unter 10 nicht mehr als notwendig an. In Thüringen zumindest am eingenommenen Platz nicht mehr. Zum Gesang gibt es keine eigenen Auflagen (wobei es sein könnte, dass eine Maskenpflicht bei Gesang demnächst noch nachgeschoben werden könnte!). Die Konsequenz ist, dass das Tragen zumindest gesetzlich nicht mehr notwendig ist, solange die Inzidenz unter 10 liegt. Sicherlich ist es sehr empfehlenswert, über das Mindestmaß an Schutz hinauszugehen und die Mund-Nase-Bedeckung beim Singen aufzusetzen. Die Studien dazu zeigen eine erhebliche Reduzierung der Aerosole bei Gesang, wenn eine Mund-Nase-Bedeckung getragen wird. Diese Entscheidung liegt vor Ort. Wenn die Inzidenz über 10 steigt, ist die Mund-Nase-Bedeckung sowieso wieder Pflicht.

Mindestabstand

Der Mindestabstand von 1,5 m bleibt erhalten; wo er unterschritten wird, muss eine Maske getragen werden. Das heißt jedoch nicht, dass im Umkehrschluss auf den Mindestabstand verzichtet werden kann! Der Regelfall ist weiterhin der Mindestabstand. Diese Regelung weist nur auf die Notwendigkeit hin, dass in Ausnahmesituationen, in denen kein Abstand gehalten werden kann, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen ist.

Testung/Impfung

Es ist vorerst nicht vorgesehen, dass in Gottesdiensten bspw. durch Testung oder Impfung der Mindestabstand unterschritten oder auf die Mund-Nase-Bedeckung verzichtet werden kann. Hier wird derzeit ein hoher Wert auf Gleichbehandlung und Zugang für alle gelegt.

Kontaktnachverfolgung

Dieses verhältnismäßig einfache Instrument ist ein wesentlicher Baustein in der Pandemiebekämpfung. In Sachsen ist von Gesetzgeber tatsächlich unter Inzidenz 10 keine Kontakterfassung mehr notwendig, in Thüringen allerdings schon. Im Sinne einheitlicher Regelungen im Bistum bittet Bischof Heinrich die Pfarreien in Sachsen und Ostthüringen um durchgängige Kontaktnachverfolgung.

Kommunionausteilung

Bei der Kommunionausteilung (sie erfolgt weiterhin mit Maske und nach unmittelbar vorhergehender Händedesinfektion) kann der Spendedialog wieder zu jedem Einzelnen gesprochen werden; die allgemeine Formel entfällt daher. Die Gläubigen können bei Inzidenz unter 10 auch beim Kommuniongang auf eine Mund-Nase-Bedeckung verzichten, das Risiko ist in diesem Fall sehr gering. Der Kommunionspender ist weiterhin zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung angehalten. Das Bistum hat hier eine Risikoabwägung vorgenommen. Verhindert wird mit dieser einseitigen Lösung zumindest ein Superspreading, falls der Spender Infektiös sein sollte.

15. Juni 2021: Ergänzende Hinweise für Chor- und Blasmusik, Ausgabe von Speisen und Getränken sowie für Kinder- und Jugendfreizeiten

Mittlerweile wurde die Allgemeinverfügung mit Hygieneauflagen (zusätzlich zur Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung) veröffentlicht. Die Informationen finden Sie untenstehend, die Verordnung hier.

Für die Ausgabe von Speisen und Getränken sind die Hinweise unter II. Nr. 1 „Besondere Hygieneregeln für die Speisenversorgung, die Abholung und Lieferung von Speisen und Getränken sowie den Gastronomiebetrieb im Innen- und Außenbereich einschließlich der Veranstaltung zulässiger Familien-, Vereins und Firmenfeiern“ im Hygienekonzept zu berücksichtigen. Vor allem:

  • Desinfektionsmittelspender aufstellen.
  • Bei Buffet: Ausgabe des Bestecks und Schutz vor Niesen und Husten; Entnahmezangen regelmäßig reinigen/desinfizieren; Beaufsichtigung der Hygieneregeln; Warteschlangen vermeiden.
  • Mund-Nase-Bedeckung ist bei Wegen von und zum Tisch zu tragen.
  • 1,5m Abstand zwischen Tischen/Personengruppen (diese sind gemäß der Kontaktbeschränkung privater Zusammenkünfte der Corona-Schutz-Verordnung zu gestalten, sprich ab Inzidenz unter 50: Zehn Personen; ab Inzidenz unter 35: 50 Personen).
  • Besondere Achtsamkeit bei Einhaltung hygienischer Standards.

Für den Chorgesang/Blasmusik (II. Nr. 7 e):

  • Beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten sind Maßnahmen zu treffen, die das Entzerren der Personenströme ermöglichen.
  • Regelmäßige Lüftungspausen (idealerweise Querlüftung, spätestens nach 20 Minuten) sind zwingend einzuhalten, und die Gesamtprobenzeit ist möglichst kurz zu halten. Nach jeder Probe oder Aufführung ist gründlich zu lüften (mindestens 15 Minuten).
  • In Abhängigkeit von der Größe der Einrichtung und den räumlichen Gegebenheiten ist eine Obergrenze für die Anzahl aller zeitgleich anwesenden Personen im Konzept festzulegen, die die Einhaltung des Mindestabstandes ermöglicht.
  • Beim Singen ist zwischen den Singenden beziehungsweise nach vorn und hinten ein Abstand von zwei Metern einzuhalten. Zwischen Sänger und Gesangsleiter beträgt der Abstand drei Meter. Die Größe des Raumes ist dem gebotenen Mindestabstand anzupassen. Sieht die Platzordnung mehrere Reihen vor, sind die Plätze auf Lücke anzuordnen.
  • Beim Spielen von Blasinstrumenten ist ein Abstand von drei Metern zur nächsten Person in Blasrichtung sowie von zwei Metern seitlich zur nächsten Person einzuhalten.
  • Bei Blasinstrumenten ist das Kondenswasser aufzufangen. Benutzte Einmaltücher sind in reißfesten Müllsäcken zu sammeln und zu entsorgen. Textile Tücher sind nach der Nutzung entsprechend zu waschen.

Die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung sieht außerdem für Chöre vor (wurde bereits kommuniziert):

  • Sie dürfen unter der Voraussetzung proben, dass diese eine Kontakterfassung nach § 6 Absatz 1, 7 und 8 (SächsCorSchVO) sowie die Vorlage eines tagesaktuellen Tests vorsehen. Unterschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 35 entfällt die Testpflicht. Dies gilt nicht, wenn der Mindestabstand nach § 4 Absatz 4 (SächsCorSchVO) unterschritten werden soll. Die Regelungen des § 7 (SächsCorSchVO) bleiben unberührt.

Die Regelung für die Kinder- und Jugendhilfe und -erholung sind vereinfacht worden:

  • Für die Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe sind Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte sind vorzuhalten, die Maßnahmen zur Testung, Kontaktdatenerfassung, Besucherlenkung, Zugangsbeschränkung, Abstandshaltung, zum Mund-Nasen-Schutz und Basishygienemaßnahmen enthalten und sich an den allgemeinen Hygieneregeln dieser Allgemeinverfügung orientieren.
  • Die Obergrenze in Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe für die zeitgleich anwesenden Personen bemisst sich abweichend von § 4 Absatz 1 und 2 der Sächsischen Corona-Schutz- Verordnung an den örtlichen Gegebenheiten und muss im jeweiligen Hygienekonzept festgelegt werden. Es sollte nach Möglichkeit gewährleistet werden, dass der Mindestabstand nach der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung unter den Personen eingehalten werden kann; das gilt auch für feste wiederkehrende Gruppen.
  • Die Träger von Angeboten der Kinder-, Jugend- und Familienerholung haben Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte unter Berücksichtigung des Konzeptes der Beherbergungsstätte zu erstellen und umzusetzen.
  • Die Anzahl der Teilnehmer einschließlich Betreuer soll die örtlichen Gegebenheiten und die Abgrenzbarkeit der Gruppen berücksichtigen. Die Maßnahmen sind nach Möglichkeit in festen Gruppen durchzuführen. Kontakte zu anderen Gruppen oder Einzelpersonen sind zu vermeiden. Der Mindestabstand nach der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung ist, wo immer möglich, einzuhalten.

Bitte informieren Sie sich auch über weitere Hygienemaßnahme bspw. für öffentliche Festivitäten (II. Nr. 10).

14. Juni 2021: Aktuelle Dienstanweisung

Dienstanweisung des Bischofs zur aktuellen Corona-Situation - Stand: 11.06.2021

"Es ist mir eine außerordentliche Freude, nach vielen Monaten des Verzichts und Wochen kleiner Schritte nun alle Einschränkungen und Ausführungsbeschränkungen in der Pastoral, die ich intern durch Dienstanweisungen erlassen musste, zum 14. Juni 2021 zurückzunehmen", schreibt Bischof Heinrich Timmerevers an die Seelsorgerinnen und Seelsorger des Bistums. Die noch notwendigen Schutzmaßnahmen gingen "jetzt aber allein aus der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung bzw. der Thüringer Verordnung hervor".

Weiterhin in Kraft bleibt vorerst das Infektionsschutzkonzept für Öffentliche Gottesdienste. Vor allem im Blick auf das bevorstehende Bistumsjubiläum mit dem Festgottesdienst am kommenden Sonntag, 20. Juni, freut sich sicherlich nicht nur Bischof Heinrich, dass "nach dem Festgottesdienst auch gemeinschaftlich gefeiert werden kann".

Die Dienstanweisung vom 11. Juni 2021 im Wortlaut

Die aktuell gültige Sächsische Corona-Schutzverordnung

2. Juni 2021: Aktuelle Dienstanweisung

Bischof Heinrich Timmerevers wendet sich am 2. Juni 2021 mit ergänzenden Regelungen zur letzten Dienstanweisung an die Seelsorgerinnen und Seelsorger. Denn die aktuellen Schutzverordnungen in Sachsen und Thüringen machen, abhängig von den Inzidenzzahlen in den jeweiligen Landkreisen, manche Lockerungen in den Vorschriften möglich.

Die Dienstanweisung vom 2. Juni 2021 zum Herunterladen

Bislang sind Chorproben nur in Thüringen und unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Der Cäcilienverband gibt dazu in einem Hygienekonzept für Proben kirchlicher Ensembles hilfreiche Hinweise.

10. Mai 2021: Aktuelle Dienstanweisung

Bischof Heinrich Timmerevers wendet sich erneut mit aktuellen Informationen zum Umgang mit der Corona-Pandemie im Bistum Dresden-Meißen an die Pfarreien und ihre Seelsorgerinnen und Seelsorger. Ab Christi Himmelfahrt, 13. Mai 2021, bis auf weiteres gilt eine neue Dienstanweisung.

"Ich bin hoffnungsvoll, dass wir nun in eine Phase der Ermöglichung und perspektivisch der Lockerung kommen. Deutlich wird dies auch an der neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung (SächsCoronaSchVO). Für die einzelnen Bereiche haben wir je nach pandemischer Situation in den Infektionsschutzmaßnahmen differenziert. Diese werden zukünftig von den einzelnen Fachbereichen (bspw. Kinder- und Jugendseelsorge) in Rücksprache mit dem Krisenstab verantwortet", so Bischof Heinrich. Die konkreten Maßnahmen und Verfahren erläutert er in der neuen Dienstanweisung.

Zu dem Schreiben gehören ein aktualisiertes Infektionsschutzkonzept, ein Pandemieplan und eine Handreichung zur Erstellung eines Hygienekonzeptes.

8. März 2021: Aktuelle Dienstanweisung

Für den kirchlichen Bereich, auch für die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Katechese, bleiben deswegen die bisherigen Bestimmungen im Bistum vorerst in Kraft. 

Damit bleibt die Dienstanweisung vom 12. Dezember 2020, ergänzt durch die Regelungen am 28. Januar 2021, bis auf weiteres erhalten, ebenso das bestehende Infektionsschutzkonzept für öffentliche Gottesdienste.

Mehr Information sowie Hinweise zur Heiligen Woche, zu einem gemeinsamen Gedenken der Betroffenen der Pandemie, zum Dies sacerdotalis und zur Umplanung des Bistumsjubiläums finden Sie in der aktuellen Dienstanweisung.

28./29. Januar 2021: Aktualisierte Dienstanweisung und Infektionsschutzkonzept

Aufgrund der aktualisierten Corona-Schutzverordnungen seitens der Länder hat Bischof Heinrich Timmerevers für das Bistum Dresden-Meißen die bestehenden Regelungen vom 12. Dezember 2020 erneut verlängert und in einigen Punkten verschärft. So müssen im Freistaat Sachsen ab heute, 28. Januar 2021, in allen Gottesdiensten und weiteren Zusammenkünften zur Religionsausübung medizinische Mund-Nase-Bedeckungen (OP-, FFP2- oder KN95-Masken) getragen werden.

Für den Freistaat Thüringen wurden die Schutzmaßnahmen über die angekündigten Einschränkungen hinaus nochmals erhöht (vgl. auch die Festlegungen für das Bistum Erfurt):

  • Die lokalen, Inzidenz-basierten (vgl. https://corona.rki.de/) Einschränkungen für Versammlungen werden nun auch explizit auf die Kirchen angewendet und nochmals verschärft: Inzidenz >200 – max. 25 TN, >300 – max. 10 TN.
  • Das Landesverwaltungsamt als obere Gesundheitsbehörde nach § 6 c der 3. ThürSARS-CoV-2-SonderEindmaßnVO hat auf Grundlage des ,,Infektionsschutzkonzepts für öffentliche Gottesdienste" am 29. Januar 2021 die allgemeine Erlaubnis für Gottesdienste im thüringischen Teil des Bistums Dresden-Meißen erteilt.

Die Erweiterung der Dienstanweisung gilt ab Donnerstag, 28. bzw. 29. Januar 2021.

14. Januar 2021: Aktualisierte Dienstanweisung und Infektionsschutzkonzept

Da der Freistaat Thüringen neue Regelungen erlassen hat, aktualisiert Bischof Heinrich Timmerevers die seit 14. Dezember 2020 geltende Dienstanweisung - ab dem kommenden Wochenende, 16./17. Januar 2021, tritt die neue Dienstanweisung in Kraft. Er passt damit auch das Infektionsschutzkonzept für öffentliche Gottesdienste an die nun geltenden Regelungen an.

14. Dezember 2020: Aktualisierungen Dienstanweisung und Infektionsschutzkonzept, Hinweis für Gottesdienste ohne Gesang

Mit einer neuen Dienstanweisung reagierte am vergangenen Sonnabend, 12. Dezember, Bischof Heinrich Timmerevers auf die am Tag zuvor von der Sächsischen Landesregierung erlassene aktualisierte Corona-Schutzverordnung. Er passt damit das Infektionsschutzkonzept für öffentliche Gottesdienste an die nun geltenden Regelungen an. Zusätzlich zu den bisherigen Beschränkungen, zu denen selbstverständlich unter anderem die Abstandsregeln, die Maskenpflicht und die Desinfektionspflicht gehören, darf es nun keinen Gemeinde- und Chorgesang mehr geben und kein Gottesdienst länger als 60 Minuten dauern.

Da nun aus Gründen des Infektionsschutzes jeglicher Gemeindegesang untersagt ist, fügte Bischof Heinrich seinem Schreiben zudem Hinweise zur Gestaltung von Gottesdiensten ohne Gemeindegesang bei. Erstellt wurden diese Hinweise von Pfarrer Dr. Stephan George, dem Leiter der diözesanen Kommission für Liturgie und Kunst.

01. Dezember 2020: Aktualisierungen Dienstanweisung und Infektionsschutzkonzept

Neue Dienstanweisung für das Bistum Dresden-Meißen, gültig ab 1. Dezember 2020

Nachdem er sich bereits am Wochenende mit einem Hirtenwort zum Umgang mit der Pandemie und der Rolle des Virus in unserem Leben geäußert hat, erlässt Bischof Heinrich Timmerevers eine ab morgen, 1. Dezember, geltende neue Dienstanweisung. "Mit Verschärfungen bei den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus werden wir weiterhin auf die Probe gestellt: Gelingt es uns bei alldem, unsere Hoffnung zu bewahren?", fragt der Bischof.

Weiter heißt es: "Gottesdienste genießen als wesentlicher Bestandteil der Religionsausübung im derzeitigen Lockdown große Privilegien. Jedoch muss ich im Moment fragen: Nehmen wir unsere Verantwortung im Umgang mit dem Infektionsschutz ausreichend ernst? Ermutigen wir die Menschen, auch vor und nach den Begegnungen zur Religionsausübung auf – die so geliebten und wichtigen – Kontakte zu verzichten?"

Zu den für das Bistum Dresden-Meißen erlassenen erweiterten Regelungen gehört unter anderem, dass Gottesdienste unter strengster Beachtung der Infektionsschutzregeln weiterhin stattfinden können. Allerdings gibt es für die Feier der Liturgie manche Einschränkungen, die ab Inzidenz 50 und was ab Inzidenz 200 in besonderer Weise zu beachten sind (aktualisiertes Infektionsschutzkonzept).

Ebenso enthält die Dienstanweisung Hinweise zum Religionsunterricht, zur Seelsorge in Kranken- und Pflegeeinrichtungen, zur Einzelseelsorge sowie zu gemeindlichen Veranstaltungen.

"Als eine Idee gebe ich Ihnen die ökumenische Planung aus Leipzig mit, die unter dem Titel „#achtzehn8 – Leipzig singt Stille Nacht“ läuft", so Bischof Heinrich.

Der gesamte Text der Dienstanweisung

Handreichung Pfarreien Videokonferenz

Datenschutzhinweise Zoom

30. Oktober: Aktualisiertes Infektionsschutzkonzept

9. September: Überlegungen und Impulse für Weihnachten und Corona-Bedingungen

24. Juli

Zum 24. Juli 2020 passte das Bistum Dresden-Meißen sein Infektionsschutzkonzept für öffentliche Gottesdienste den aktuellen staatlichen Vorschriften an und veröffentlichte die aktuellen Rahmenbedingungen für Gemeindliche Veranstaltungen, die auch Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen berücksichtigen.

Seit 25. Juni 2020 stellt das Bistum Dresden-Meißen ein Musterkonzept für Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, das die Rahmenbedingungen für die Arbeit in den Pfarreien und Veranstaltungen im Raum des Bistums ergänzt - auf Grundlage der Verordnungen der Freistaaten Sachsen und Thüringen.

"In vielen Gemeinden hat sich nach einigen Tagen und Wochen des Ausprobierens ein „Modus vivendi" etabliert, der immer wieder der Überprüfung bedarf", betont Bischof Heinrich im Anschreiben zum überarbeiteten Infektionsschutzkonzept am 12. Juni 2020. Er dankt allen, die sich mit großem Engagement einsetzen, dass sich ein guter Weg zwischen schützenden Vorkehrungen und mutigem Weitergehen entwickelt. "Angesichts der sinkenden Neuinfektionen wurde unser lnfektionsschutzkonzept zum Gottesdienst geprüft und Einschränkungen zurückgenommen. Beispielsweise wird bei den liturgischen Diensten ein größerer Gestaltungsspielraum mit einhergehender größerer Verantwortung vor Ort möglich." (Den gesamten Text können Sie in der chronologischen Übersicht unter dem Datum 12. Juni lesen.)

10. Mai: Himmelfahrt

In einer neuen Dienstanweisung, die ab Christi Himmelfahrt (21. Mai 2020) gültig ist, greift Bischof Heinrich Timmerevers die neue Sächsische-Corona-Schutz-Verordnung und die neue Thüringer SARS-CoV-2-Maßnahmefortentwicklungsverordnung (beide vom 12. Mai 2020) auf. Damit dürfen nun auch wieder Veranstaltungen in den Gemeinden sowie Bildungseinrichtungen und -häusern angeboten werden. "Mit diesem Schreiben gebe ich Ihnen die „Rechtliche(n) Rahmenbedingungen für ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept für Veranstaltungen im Raum der Römisch-katholischen Kirche im Freistaat Sachsen“ bekannt, die adäquat auch für den Thüringer Teil unseres Bistums gelten. Grundvoraussetzung dafür, dass gemeindliche Veranstaltungen vor Ort wieder stattfinden können, sind das Vorliegen eines Hygieneschutzkonzeptes in der jeweiligen Pfarrei und die Einhaltung der darin beschriebenen strengen hygienischen Anforderungen", so Bischof Heinrich. (Den gesamten Text und ein Plakat mit den Hygienevorschriften finden Sie in der chronologischen Übersicht unter dem Datum 20. Mai.)

Die Verabschiedung der neuen Corona-Schutz-Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales mit Gültigkeit zum 4. Mai 2020 sieht staatlicherseits größere Lockerungen für den Gottesdienst unter gleichzeitiger Wahrung hoher Infektionsschutzmaßnahmen vor. Am 6. Mai 2020 hat Bischof Heinrich dazu eine neue Dienstanweisung herausgegeben, die zum Sonntag, 10. Mai 2020, in Kraft tritt. Dazu gehören auch ein Infektionsschutzkonzept für öffentliche Gottesdienste, Plakate zur Information der Gläubigen am Eingang der Kirche (unterschiedlich für Sachsen und Thüringen), Anregungen zu Musik und Gesang bei Gottesdiensten während der Corona-Krise, Hinweise zur RKW und zur Kinderwallfahrt sowie ein Brief zur Absage der regionalen Foren des Synodalen Wegs im Bistum. (Die Texte finden Sie unten in de chronologischen Übersicht unter dem Datum 6. Mai.)

19. April 2020 - Zum Weißen Sonntag

Zum Weißen Sonntag (19. April 2020) wendet sich Bischof Heinrich mit einem Hirtenwort an die Gläubigen. Er bittet um Geduld und verweist auf begrenzte Möglichkeiten, ab 20. April 2020 in Sachsen Gottesdienste mit bis zu 15 Gläubigen zu feiern - unter strenger Beachtung der Sicherheitsregeln: "Der Geist der Besonnenheit sagt uns aber, dass Gottesdienste als Versammlungen von vielen auf längere Zeit in einem beschränkten Raum eben nach wie vor eine gefährliche Infektionsquelle darstellen. Deshalb bitte ich Sie herzlich, die für die kommenden 14 Tage von ihren Pfarrern eingerichteten Möglichkeiten wie Begrenzungen der Gottesdienstmitfeier anzunehmen und zu unterstützen. Mir fällt es schwer, es nochmal ins Wort zu heben: Der Gottesdienstbesuch ist genauso wie alle anderen Gänge in der Öffentlichkeit mit einem Risiko verbunden. Hier appelliere ich an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein eines jeden einzelnen, weiterhin das Gebet zu Hause und die Feier der Gottesdienste über Internet, Rundfunk und Fernsehen als angemessene Option zu verstehen. Die Dispens von der Sonntagspflicht besteht weiterhin."

Nähere Hinweise erläutert Bischof Heinrich in einer beigefügten Dienstanweisung.

Auch in Thüringen sind seit 23. April wieder Gottesdienst mit bis zu 30 Teilnehmenden in der Kirche und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel möglich. Die Pfarreien haben dazu die Auflagen des Freistaats Thüringen zu beachten und ein Schutzkonzept zu entwickeln. Im Thüringer Teil des Bistums Dresden-Meißen werden dazu die Anordnungen der bischöflichen Dienstanweisung vom 20. April analog angewandt - jedoch bezogen auf den erweiterten Teilnehmerkreis von 30 beziehungsweise 50 Personen.

"Alle öffentlichen Gottesdienste und Veranstaltungen im Bistum Dresden-Meißen sind bis auf weiteres abgesagt." Das hatte Bischof Heinrich Timmerevers am 14. März 2020 aufgrund der aktuellen Entwicklungen nach sorgfältiger Beratung entschieden.

Bischof Timmerevers: „Der Schutz von Leib und Leben der besonders Gefährdeten erfordert in der Corona-Krise Entscheidungen, die ich nur sehr schweren Herzens und in großer Bedrängnis treffe. Die Ausbreitungsdynamik des Virus macht es kurzfristig notwendig: Es wird ab sofort auf alle öffentlichen Gottesdienste und alle weiteren öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen in den Pfarreien und Institutionen im Bistum Dresden-Meißen bis auf weiteres verzichtet. Die Sonntagspflicht ist damit aufgehoben. Die Kirchenräume sollten nach Möglichkeit für das persönliche Gebet geöffnet bleiben.“

Am 26. März hat Bischof Heinrich in einem Brief aktuelle Fragen zur Feier der Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen, zur Neuterminierung von Erstkommunionfeiern, Firmungen und Pfarreineugründungen sowie weiteren pastoralen Themenfeldern geklärt. Den gesamten Brief können Sie nachlesen - hier klicken.

13. März: Bischof Heinrich Timmerevers zur Corona-Krise

Aufeinander achten, verantwortungsbewusst handeln

13. März 2020

Liebe Schwestern und Brüder,

die Maßnahmen zur Eindämmung des „Corona-Virus“ überschlagen sich derzeit. Jeder von uns ist von harten Einschnitten betroffen. Veranstaltungen werden abgesagt, Betreuungs-, Bildungs- und Kultureinrichtungen werden geschlossen, Arbeitsabläufe angepasst und vieles mehr. Auch in unserem Bistum!

Alles geschieht, damit die Infektionsrate langsamer ansteigt. Mittlerweile bekommen wir ebenso eine Ahnung, welche langfristigen Folgen diese notwendigen Einschränkungen mit sich bringen werden.

Ich kann gut nachvollziehen, dass Menschen dieser neuen Erfahrung und der großen Ungewissheit über den Verlauf der Pandemie mit ganz unterschiedlichen Gefühlen, wie Sorge und Angst, aber auch mit Gelassenheit begegnen. So verschieden wir Menschen sind, so verschieden werden wir auch Wege durch diese Krisensituationen finden!

Durch die Einschränkungen genauso wie durch das hohe Engagement in der Eindämmung und Bekämpfung des Virus merken wir, wie wichtig Gemeinschaft in den verschiedenen Kontexten unseres Lebens ist: in der Familie, auf der Arbeit, in der Freizeit, in der Gesellschaft, aber auch in der Kirche. Wir wissen, dass wir einander bedürfen und aufeinander verwiesen sind.

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich meinen herzlichen Dank und hohen Respekt gegenüber denjenigen ausdrücken, die in diesen Tagen in den Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen einen wichtigen Dienst für unsere Gesellschaft leisten und sich damit einem hohen Risiko aussetzen. Auch denjenigen, die in Gesellschaft, Politik und Verwaltung schwierige Entscheidungen treffen müssen, möchte ich danken und sie ermutigen, verantwortungsvoll und mit kühlem Kopf die Lage zu beurteilen, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

Ich setze ein hohes Vertrauen in unser Miteinander, das weit über wichtige Regularien und Verhaltensmaßnahmen hinausgeht. Helfen Sie mit, Solidarität und die Liebe zum Nächsten ganz konkret und in dieser Situation neu durchzubuchstabieren. Was geschieht, wenn die Kinder der Nachbarn nicht mehr in den Kindergarten gehen können, aber die Eltern als Ärzte gebraucht werden? Was, wenn die Regale der Supermärkte nicht mehr das reichhaltige Angebot haben? Was, wenn Existenzen auf dem Spiel stehen, weil ganze Wirtschaftszweige über Wochen hinweg lahmgelegt sind? Helfen Sie einander! Die an vielen Stellen geschenkte Zeit könnten wir dafür kreativ nutzen, ohne dabei in Panik zu verfallen. Spenden Sie Trost, wo Einsamkeit um sich greift. Geben Sie Mut, wo Verzweiflung die Köpfe zu bestimmen droht. Helfen Sie, ohne sich selbst und andere zu gefährden. Gott sei Dank haben wir die Chance, auch über Internet und Telefon miteinander in Beziehung zu treten. Auch in der Seelsorge werden wir darauf in den kommenden Wochen zunehmend angewiesen sein. Beieinander zu bleiben, ohne dem anderen direkt zu begegnen, wird uns in den kommenden Wochen eine Herausforderung sein.

Wir haben als Gesellschaft die große Pflicht, auf jene zu achten, die durch Alter und Krankheit besonders gefährdet sind. Wir müssen alles tun, um sie an Leib und Leben zu schützen. Ich appelliere deswegen, die Hygienevorschriften genauso wie die Empfehlungen der Verwaltungen sehr ernst zu nehmen – hier kann jeder mittun!

Für alle Veranstaltungen unserer Diözese gelten selbstverständlich die Richtlinien von Land, Landkreisen und Kommunen, bspw. die Absage von Versammlungen, die über bestimmte Teilnehmerzahlen hinausgehen. Unsere Pfarreien und Institutionen sind dazu verpflichtet, auch die darüberhinausgehenden Empfehlungen umzusetzen und damit unserer hohen Verantwortung gegenüber den Menschen nachzukommen. Bildungsveranstaltungen haben wir bereits ebenso abgesagt wie spirituelle Angebote, bei denen größere Gruppen betroffen sind. In den kommenden Tagen wird dies auch zunehmend die Absage von Gottesdiensten betreffen. Die gottesdienstlichen Versammlungen, die noch stattfinden, können angesichts der gegenwärtigen Lage ein hohes Risiko der Ansteckung bergen. Mir fällt es sehr schwer: Aber ich kann keine Empfehlung aussprechen, sich diesem Risiko auszusetzen. Mir ist bewusst, dass damit das kirchliche Leben im Mark getroffen wird. Gebet und gefeierter Glaube muss deshalb jedoch keineswegs schweigen – einige Anregungen für das Gebet zu Hause werden wir zeitnah veröffentlichen. Voraussichtlich ab dem 4. Fastensonntag und auch an den Osterfeiertagen werden wir Gottesdienstübertragungen aus unserem Bistum im Livestream über unsere Internetseite anbieten. Die sonntägliche Feier des Gottesdienstes ist ein hohes Gut, dem für Ausnahmesituationen auch über Internet, Fernsehen und Rundfunk legitim entsprochen werden kann.

In den kommenden Tagen werden wir weiter über Veränderungen im kirchlichen Bereich informieren.

Liebe Schwestern und Brüder, wir gehen durch schwierige Tage. Vom heiligen Ignatius ist uns ein berühmtes Wort überliefert, das vielleicht in diese Zeit passt: „Handle so, als ob alles von dir, nichts von Gott abhinge. Vertraue so auf Gott, als ob alles von Gott, nichts von dir abhinge.“ Helfen wir einander, beten wir füreinander!

+ Heinrich Timmerevers
Bischof von Dresden-Meißen

 

 

Video Bischofswort vom 13. März 2020

Am 17. März hat Bischof Timmerevers in einem Schreiben die weitere Ausgestaltung des kirchlichen Lebens in der Phase der Corona-Krise geregelt, unter anderem etwa die Fragen nach dem Bußsakrament, der Krankensalbung, der Feier von Taufen, Trauungen oder Beerdigungen. Die Hinweise sind in der Themenübersicht unten nachlesbar und stehen dort auch als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

Die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen werden nicht in gewohnter Weise zu feiern sein. Die Entscheidung, wie sie begangenen werden können, wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Zur Entscheidung über die Feier der Erstkommunion wie auch anstehender Firmungen wird es weitere Hinweise geben. Neugründungen von Pfarreien werden rechtlich wie terminiert vollzogen, die entsprechenden Feiern werden in Abstimmung mit dem Bischöflichen Sekretariat gegebenenfalls verschoben.

Bischof Timmerevers: „Ich erbitte für Sie, für alle Kranken und Gefährdeten, für alle in der Krise Engagierten in diesen schweren Tagen den Segen Gottes!“

 

 

Bischofswort vom 13. März 2020:

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