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Bistum Dresden Meissen

Aktuelle Infos: Offizielle Hinweise des Bistums

WICHTIG: Aktuelle Hinweise zu Gottesdiensten und öffentlichen Veranstaltungen

Zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2020

Häufig gestellte Fragen zur aktuellen Situation beantwortet die Rubrik "FAQ" (unten unter dem Datum 27. Mai).

In einer neuen Dienstanweisung, die ab Christi Himmelfahrt (21. Mai 2020) gültig ist, greift Bischof Heinrich Timmerevers die neue Sächsische-Corona-Schutz-Verordnung und die neue Thüringer SARS-CoV-2-Maßnahmefortentwicklungsverordnung (beide vom 12. Mai 2020) auf. Damit dürfen nun auch wieder Veranstaltungen in den Gemeinden sowie Bildungseinrichtungen und -häusern angeboten werden. "Mit diesem Schreiben gebe ich Ihnen die „Rechtliche(n) Rahmenbedingungen für ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept für Veranstaltungen im Raum der Römisch-katholischen Kirche im Freistaat Sachsen“ bekannt, die adäquat auch für den Thüringer Teil unseres Bistums gelten. Grundvoraussetzung dafür, dass gemeindliche Veranstaltungen vor Ort wieder stattfinden können, sind das Vorliegen eines Hygieneschutzkonzeptes in der jeweiligen Pfarrei und die Einhaltung der darin beschriebenen strengen hygienischen Anforderungen", so Bischof Heinrich. (Den gesamten Text und ein Plakat mit den Hygienevorschriften finden Sie in der chronologischen Übersicht unter dem Datum 20. Mai.)

Die Verabschiedung der neuen Corona-Schutz-Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales mit Gültigkeit zum 4. Mai 2020 sieht staatlicherseits größere Lockerungen für den Gottesdienst unter gleichzeitiger Wahrung hoher Infektionsschutzmaßnahmen vor. Am 6. Mai 2020 hat Bischof Heinrich dazu eine neue Dienstanweisung herausgegeben, die zum Sonntag, 10. Mai 2020, in Kraft tritt. Dazu gehören auch ein Infektionsschutzkonzept für öffentliche Gottesdienste, Plakate zur Information der Gläubigen am Eingang der Kirche (unterschiedlich für Sachsen und Thüringen), Anregungen zu Musik und Gesang bei Gottesdiensten während der Corona-Krise, Hinweise zur RKW und zur Kinderwallfahrt sowie ein Brief zur Absage der regionalen Foren des Synodalen Wegs im Bistum. (Die Texte finden Sie unten in de chronologischen Übersicht unter dem Datum 6. Mai.)

Zum Weißen Sonntag (19. April 2020) wendet sich Bischof Heinrich mit einem Hirtenwort an die Gläubigen. Er bittet um Geduld und verweist auf begrenzte Möglichkeiten, ab 20. April 2020 in Sachsen Gottesdienste mit bis zu 15 Gläubigen zu feiern - unter strenger Beachtung der Sicherheitsregeln: "Der Geist der Besonnenheit sagt uns aber, dass Gottesdienste als Versammlungen von vielen auf längere Zeit in einem beschränkten Raum eben nach wie vor eine gefährliche Infektionsquelle darstellen. Deshalb bitte ich Sie herzlich, die für die kommenden 14 Tage von ihren Pfarrern eingerichteten Möglichkeiten wie Begrenzungen der Gottesdienstmitfeier anzunehmen und zu unterstützen. Mir fällt es schwer, es nochmal ins Wort zu heben: Der Gottesdienstbesuch ist genauso wie alle anderen Gänge in der Öffentlichkeit mit einem Risiko verbunden. Hier appelliere ich an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein eines jeden einzelnen, weiterhin das Gebet zu Hause und die Feier der Gottesdienste über Internet, Rundfunk und Fernsehen als angemessene Option zu verstehen. Die Dispens von der Sonntagspflicht besteht weiterhin."

Nähere Hinweise erläutert Bischof Heinrich in einer beigefügten Dienstanweisung.

Auch in Thüringen sind seit 23. April wieder Gottesdienst mit bis zu 30 Teilnehmenden in der Kirche und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel möglich. Die Pfarreien haben dazu die Auflagen des Freistaats Thüringen zu beachten und ein Schutzkonzept zu entwickeln. Im Thüringer Teil des Bistums Dresden-Meißen werden dazu die Anordnungen der bischöflichen Dienstanweisung vom 20. April analog angewandt - jedoch bezogen auf den erweiterten Teilnehmerkreis von 30 beziehungsweise 50 Personen.

"Alle öffentlichen Gottesdienste und Veranstaltungen im Bistum Dresden-Meißen sind bis auf weiteres abgesagt." Das hatte Bischof Heinrich Timmerevers am 14. März 2020 aufgrund der aktuellen Entwicklungen nach sorgfältiger Beratung entschieden.

Bischof Timmerevers: „Der Schutz von Leib und Leben der besonders Gefährdeten erfordert in der Corona-Krise Entscheidungen, die ich nur sehr schweren Herzens und in großer Bedrängnis treffe. Die Ausbreitungsdynamik des Virus macht es kurzfristig notwendig: Es wird ab sofort auf alle öffentlichen Gottesdienste und alle weiteren öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen in den Pfarreien und Institutionen im Bistum Dresden-Meißen bis auf weiteres verzichtet. Die Sonntagspflicht ist damit aufgehoben. Die Kirchenräume sollten nach Möglichkeit für das persönliche Gebet geöffnet bleiben.“

Am 26. März hat Bischof Heinrich in einem Brief aktuelle Fragen zur Feier der Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen, zur Neuterminierung von Erstkommunionfeiern, Firmungen und Pfarreineugründungen sowie weiteren pastoralen Themenfeldern geklärt. Den gesamten Brief können Sie nachlesen - hier klicken.

Am 17. März hat Bischof Timmerevers in einem Schreiben die weitere Ausgestaltung des kirchlichen Lebens in der Phase der Corona-Krise geregelt, unter anderem etwa die Fragen nach dem Bußsakrament, der Krankensalbung, der Feier von Taufen, Trauungen oder Beerdigungen. Die Hinweise sind in der Themenübersicht unten nachlesbar und stehen dort auch als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

Die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen werden nicht in gewohnter Weise zu feiern sein. Die Entscheidung, wie sie begangenen werden können, wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Zur Entscheidung über die Feier der Erstkommunion wie auch anstehender Firmungen wird es weitere Hinweise geben. Neugründungen von Pfarreien werden rechtlich wie terminiert vollzogen, die entsprechenden Feiern werden in Abstimmung mit dem Bischöflichen Sekretariat gegebenenfalls verschoben.

Aufgrund der aktuellen Lage bleibt der Zugang zum Bischöflichen Ordinariat in Dresden für Externe bis auf weiteres geschlossen; externe Besucher werden nicht mehr eingelassen. Angemeldete Veranstaltungen mit externen Teilnehmern sind bis auf weiteres abgesagt.

Bischof Timmerevers: „Ich erbitte für Sie, für alle Kranken und Gefährdeten, für alle in der Krise Engagierten in diesen schweren Tagen den Segen Gottes!“

 

Bischofswort vom 13. März 2020:

13. März: Bischof Heinrich Timmerevers zur Corona-Krise

Aufeinander achten, verantwortungsbewusst handeln

13. März 2020

Liebe Schwestern und Brüder,

die Maßnahmen zur Eindämmung des „Corona-Virus“ überschlagen sich derzeit. Jeder von uns ist von harten Einschnitten betroffen. Veranstaltungen werden abgesagt, Betreuungs-, Bildungs- und Kultureinrichtungen werden geschlossen, Arbeitsabläufe angepasst und vieles mehr. Auch in unserem Bistum!

Alles geschieht, damit die Infektionsrate langsamer ansteigt. Mittlerweile bekommen wir ebenso eine Ahnung, welche langfristigen Folgen diese notwendigen Einschränkungen mit sich bringen werden.

Ich kann gut nachvollziehen, dass Menschen dieser neuen Erfahrung und der großen Ungewissheit über den Verlauf der Pandemie mit ganz unterschiedlichen Gefühlen, wie Sorge und Angst, aber auch mit Gelassenheit begegnen. So verschieden wir Menschen sind, so verschieden werden wir auch Wege durch diese Krisensituationen finden!

Durch die Einschränkungen genauso wie durch das hohe Engagement in der Eindämmung und Bekämpfung des Virus merken wir, wie wichtig Gemeinschaft in den verschiedenen Kontexten unseres Lebens ist: in der Familie, auf der Arbeit, in der Freizeit, in der Gesellschaft, aber auch in der Kirche. Wir wissen, dass wir einander bedürfen und aufeinander verwiesen sind.

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich meinen herzlichen Dank und hohen Respekt gegenüber denjenigen ausdrücken, die in diesen Tagen in den Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen einen wichtigen Dienst für unsere Gesellschaft leisten und sich damit einem hohen Risiko aussetzen. Auch denjenigen, die in Gesellschaft, Politik und Verwaltung schwierige Entscheidungen treffen müssen, möchte ich danken und sie ermutigen, verantwortungsvoll und mit kühlem Kopf die Lage zu beurteilen, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

Ich setze ein hohes Vertrauen in unser Miteinander, das weit über wichtige Regularien und Verhaltensmaßnahmen hinausgeht. Helfen Sie mit, Solidarität und die Liebe zum Nächsten ganz konkret und in dieser Situation neu durchzubuchstabieren. Was geschieht, wenn die Kinder der Nachbarn nicht mehr in den Kindergarten gehen können, aber die Eltern als Ärzte gebraucht werden? Was, wenn die Regale der Supermärkte nicht mehr das reichhaltige Angebot haben? Was, wenn Existenzen auf dem Spiel stehen, weil ganze Wirtschaftszweige über Wochen hinweg lahmgelegt sind? Helfen Sie einander! Die an vielen Stellen geschenkte Zeit könnten wir dafür kreativ nutzen, ohne dabei in Panik zu verfallen. Spenden Sie Trost, wo Einsamkeit um sich greift. Geben Sie Mut, wo Verzweiflung die Köpfe zu bestimmen droht. Helfen Sie, ohne sich selbst und andere zu gefährden. Gott sei Dank haben wir die Chance, auch über Internet und Telefon miteinander in Beziehung zu treten. Auch in der Seelsorge werden wir darauf in den kommenden Wochen zunehmend angewiesen sein. Beieinander zu bleiben, ohne dem anderen direkt zu begegnen, wird uns in den kommenden Wochen eine Herausforderung sein.

Wir haben als Gesellschaft die große Pflicht, auf jene zu achten, die durch Alter und Krankheit besonders gefährdet sind. Wir müssen alles tun, um sie an Leib und Leben zu schützen. Ich appelliere deswegen, die Hygienevorschriften genauso wie die Empfehlungen der Verwaltungen sehr ernst zu nehmen – hier kann jeder mittun!

Für alle Veranstaltungen unserer Diözese gelten selbstverständlich die Richtlinien von Land, Landkreisen und Kommunen, bspw. die Absage von Versammlungen, die über bestimmte Teilnehmerzahlen hinausgehen. Unsere Pfarreien und Institutionen sind dazu verpflichtet, auch die darüberhinausgehenden Empfehlungen umzusetzen und damit unserer hohen Verantwortung gegenüber den Menschen nachzukommen. Bildungsveranstaltungen haben wir bereits ebenso abgesagt wie spirituelle Angebote, bei denen größere Gruppen betroffen sind. In den kommenden Tagen wird dies auch zunehmend die Absage von Gottesdiensten betreffen. Die gottesdienstlichen Versammlungen, die noch stattfinden, können angesichts der gegenwärtigen Lage ein hohes Risiko der Ansteckung bergen. Mir fällt es sehr schwer: Aber ich kann keine Empfehlung aussprechen, sich diesem Risiko auszusetzen. Mir ist bewusst, dass damit das kirchliche Leben im Mark getroffen wird. Gebet und gefeierter Glaube muss deshalb jedoch keineswegs schweigen – einige Anregungen für das Gebet zu Hause werden wir zeitnah veröffentlichen. Voraussichtlich ab dem 4. Fastensonntag und auch an den Osterfeiertagen werden wir Gottesdienstübertragungen aus unserem Bistum im Livestream über unsere Internetseite anbieten. Die sonntägliche Feier des Gottesdienstes ist ein hohes Gut, dem für Ausnahmesituationen auch über Internet, Fernsehen und Rundfunk legitim entsprochen werden kann.

In den kommenden Tagen werden wir weiter über Veränderungen im kirchlichen Bereich informieren.

Liebe Schwestern und Brüder, wir gehen durch schwierige Tage. Vom heiligen Ignatius ist uns ein berühmtes Wort überliefert, das vielleicht in diese Zeit passt: „Handle so, als ob alles von dir, nichts von Gott abhinge. Vertraue so auf Gott, als ob alles von Gott, nichts von dir abhinge.“ Helfen wir einander, beten wir füreinander!

+ Heinrich Timmerevers
Bischof von Dresden-Meißen

 

 

13. März: Hinweise zur Vermeidung von Ansteckungen im kirchlichen Bereich

Wichtig: Öffentliche Gottesdienste und Veranstaltungen sind im Bistum aktuell abgesagt

Hinweise zur Vermeidung von Ansteckungen mit dem Virus COVID-19 (Coronavirus) in Gottesdiensten und Kirchenräumen

Die Zahl der in Deutschland an dem neuen Virus Erkrankten hat zugenommen. Jeder Einzelne und die im öffentlichen Bereich Verantwortlichen sind aufgefordert, um der Ansteckung entgegenzuwirken. Dies gilt auch für den Bereich der Kirche.

Die Grundregel zur Minderung der Erkrankungsgefahr lautet: Wer Symptome einer Erkrankung aufweist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten.

Lesen Sie hier den ganzen Text: Vermeidung von Ansteckungen mit dem Coronavirus DBK.pdf

Folgende Maßnahmen sollten neben den Hinweisen der Deutschen Bischofskonferenz (Keine Mundkommunion, Leeren der Weihwasserbecken, gründliche Reinigung der Hände der Kommunionspender) vor Ort in Betracht bezogen werden:

  • Verwendung des eigenen Gotteslobes, Entferung der vorhandenen Gesangbücher
  • Kein Einlegen der Hostien mittels Löffel
  • Türen vor und nach dem Gottesdienst dauerhaft geöffnet halten, damit Klinken nicht benutzt werden müssen
  • Türkollekte statt Herumgabe von Kollektenkörbchen

17. März: Dienstanweisung zum Umgang mit der Corona-Pandemie im Bistum Dresden-Meißen

Dresden, 17. März 2020

gültig ab dem 17. März 2020

 

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Herren Pfarrer,
liebe Mitbrüder,
liebe Seelsorgerinnen und Seelsorger,
liebe Ordenschristen,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
sehr geehrte Damen und Herren,

eine Verlangsamung der Corona-Pandemie und damit der Schutz des Lebens von besonders Gefährdeten hat höchste Priorität. Als Christen haben wir eine besondere Verantwortung, weil wir das Leben jedes Menschen als Geschenk Gottes verstehen. Wenn wir mit unseren Maßnahmen nur ein Menschenleben retten können, dann dürfen wir nicht zögern. In der Folge erfordert es einen massiven Einschnitt in das Leben der Kirche von Dresden-Meißen.

Es gilt die getroffene Entscheidung, alle öffentlichen Gottesdienste und Veranstaltungen in allen Pfarreien und Institutionen im Bistums Dresden-Meißen bis auf Widerruf abzusagen. Die Gläubigen sind von der Sonntagspflicht befreit.

Diese bischöfliche Weisung wird im Folgenden konkretisiert, ihr ist unbedingt Folge zu leisten:

  • Staatliche Weisungen können weitere Einschränkungen notwendig machen. Ihnen sind unbedingt Folge zu leisten, selbst wenn religiöse Veranstaltungen ausgenommen sein sollten.
  • Alle Tätigkeiten sind unter strengster Beachtung der notwendigen Hygienevorschriften und des Eigenschutzes (großer Abstand 1,5m, kein physischer Kontakt, Hände waschen etc.) zu verrichten und sofort einzustellen, wenn Anzeichen für Krankheit auftreten.
  • In der gegenwärtigen Krise feiern die Priester die Eucharistie in Stellvertretung für die ihnen anvertrauten Gläubigen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. (Hinweise in der Anlage)
  • In vollständig klausurierten Gemeinschaften kann die Eucharistiefeier unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiterhin gefeiert werden.
  • Nichteucharistische Gottesdienste und Anbetungszeiten sind in der Öffentlichkeit nicht möglich.
  • Der Empfang der Kommunion außerhalb der Eucharistie im Kontext der Gemeindepastoral (bspw. Hauskommunion) sollte nur in großer Not gespendet werden und wird in die Verantwortung der örtlichen Seelsorger gestellt. Reguläre Krankenbesuche, einschließlich Spendung der Krankenkommunion, sind auszusetzen. Die Spendung der Hl. Kommunion an Schwerstkranke und Sterbende ist aber möglich.
  • In Krankenhäusern kann Corona-Patienten und Schwerstkranken die Kommunion und die Krankensalbung im Einvernehmen mit dem Krankenhaus und unter Berücksichtigung der angeordneten Schutzmaßnahmen gespendet werden.
  • Das Bußsakrament sollte nur in Notlage und mit größter Vorsicht gespendet werden. Zwischen Priester und Beichtenden ist immer auf ausreichend Abstand zu achten, der im Beichtstuhl normalerweise nicht gewährleistet ist. Die Osterbeichte kann auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Die Bußordnung ist in diesem Punkt außer Kraft gesetzt.
  • Die Krankensalbung wird nur an einzelne Empfänger gespendet. Unmittelbar davor und nach der Feier sind die Hände gründlich zu reinigen. Die Verwendung von Einweghandschuhen und weiteren Schutzmitteln kann angebracht sein. Zwischen der Salbung der Stirn und der Hände oder danach darf nicht in das Ölgefäß gefasst werden. Wenn die Gefahr einer Verunreinigung des Öls besteht, sollte von der Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, reines Pflanzenöl aus dem Haushalt zu weihen (Die Feier der Krankensakramente - Anhang III).
  • Alle aufschiebbaren Feiern (z.B. Taufen und Trauungen) sind nach Gespräch mit den betroffenen Familien und Eheleuten zu verschieben. Nottaufen sind davon ausgeschlossen.
  • Beerdigungen können derzeit nur nach den öffentlichen Vorgaben im engsten Kreis der Familie im Freien stattfinden. Das Requiem ist zu einem späteren Zeitpunkt nachzufeiern.
  • Alle weiteren Versammlungen und Veranstaltungen (Religionsunterricht, Gruppenstunden, Konferenzen, Sitzungen, Sakramentenvorbereitungen, Bibelkreise, Gebetskreise, Exerzitien, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen etc.) sind vorerst bis 20. April 2020 abzusagen. Hilfsmaßnahmen für Menschen in konkreter Not sind telefonisch zu organisieren. Meldepflichten zu Veranstaltungen gibt es seitens des Bischöflichen Ordinariates entsprechend nicht.
  • Konferenzen und Dienstreisen von Hauptamtlichen unterbleiben, außer es besteht unaufschiebbarer dienstlicher Bedarf, der nicht auch durch Telefonkonferenzen erfüllt werden kann. Die Maßnahme wird durch den Vorgesetzten entschieden.
  • Seelsorgerinnen und Seelsorger, die zu den Risikogruppen der Pandemie gehören, sollten besonders achtsam sein und den Kontakt zu kranken und älteren Menschen meiden. In den Pfarreien sollte abgesprochen werden, wer aus dem Seelsorgeteam zu Krankenbesuchen bereit und geeignet ist.
  • Die seelsorgliche Begleitung der Menschen in den Gemeinden und Pfarreien sollte in diesen Tagen besonders in den Blick genommen werden und vor allem telefonisch, digitial und nur wenn unbedingt notwendig mit persönlicher Begegnung realisiert werden. Hausbesuche sind zu vermeiden.
  • In den Pfarreien werden die Seelsorgerinnen und Seelsorger ermutigt, kreative seelsorgliche, geistliche und liturgische Angebote zu entwickeln und adäquat zu veröffentlichen. Dabei sind besonders auch Menschen in den Blick zu nehmen, die keinen Zugang zum Internet haben. Über können Ideen und Materialien eingereicht, dann auf der Bistumshomepage verlinkt und so einem breiteren Kreis zur Verfügung gestellt werden.
  • Seelsorgerinnen und Seelsorger sind ebenso wie Ehrenamtliche dazu angehalten, im sozial-caritativen Bereich Verantwortung zu übernehmen und zu überlegen wo und wie Hilfe ohne persönliche Begegnung nötig und möglich ist (z.B. Telefonkontakte zu Alleinstehenden oder Personen in Quarantäne, Nachbarschaftshilfe etc.). Hier ist mit den örtlichen Stellen der Caritas zusammenzuarbeiten.
  • Die Kirchen sollten nach ortsüblichen Möglichkeiten für die Menschen zum persönlichen Gebet Einzelner geöffnet sein. Gebets- und Gesangbücher sind aus hygienischen Gründen zu entfernen. Gebetszettel können ausgelegt werden und sind mit dem Hinweis auf Mitnahme und Entsorgung zu versehen.

Die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen werden nicht in gewohnter Weise zu feiern sein. Die Entscheidung, wie sie begangenen werden können, wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Zur Entscheidung über die Feier der Erstkommunion wie auch anstehender Firmungen wird es weitere Hinweise geben. Neugründungen von Pfarreien werden rechtlich wie terminiert vollzogen, die entsprechenden Feiern werden in Absprache mit meinem Sekretariat gegebenenfalls verschoben.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Zu Fragen und Koordination der Liturgie: (Dr. Samuel-Kim Schwope)
  • Zu Fragen und Koordination der Pastoral und pastoraler Angebote: (Dr. Christian März)
  • Zu Fragen und Koordination der Verwaltung: (Dr. Florian Bruckmann)

In den folgenden Tagen werden weitere Situationen und Fragen aufkommen, die heute noch nicht regelbar oder absehbar sind. Bitte informieren Sie sich täglich über die Homepage des Bistums über aktuelle Hinweise und prüfen Sie täglich Ihr E-Mail-Postfach.

Liebe Schwestern und Brüder, die gegenwärtige Zeit fordert uns zu einem bis vor wenigen Tagen noch unvorstellbaren Verzicht. Gleichzeitig wurde binnen weniger Stunden möglich, was sonst Tage und Wochen vorbereitet werden muss: Gottesdienst im Livestream, Hausandachten für die Gemeinden, Sonntagsimpulse, Seelsorgetelefone  und vieles mehr. Die kommenden Wochen fordern heraus, unsere Einschränkungen kreativ fruchtbar zu machen – geistlich wie pragmatisch.

Ich verspreche Ihnen mein Gebet und bitte Sie um Ihres für alle, die in diesen Tagen an Krankheit und innerer wie äußerer Not leiden, die Verantwortung tragen und die Zupacken und Helfen!

Ihr

Heinrich Timmerevers Bischof von Dresden-Meißen   

 

ANLAGE: Die Feier der Eucharistie in der Zeit Der CORONA-PAndemie

Dresden, 17. März 2020

Wir können als Kirche nicht auf die Feier des Pascha-Mysteriums verzichten. Das gilt besonders an Sonn- und Feiertagen. In der gegenwärtigen Krise können Priester die Eucharistie  in Stellvertretung für die ihnen anvertrauten Gläubigen feiern. Die Messfeier ist nicht öffentlich, allein oder höchstens im kleinsten Kreis unter fünf Personen zu feiern. Hierfür gilt:

Nichtöffentliche Messfeiern in den Wohnungen von Gläubigen sind nicht zulässig. Es wird mit Nachdruck auf die Möglichkeit des Gebetes in der Familie verwiesen. Es ist vor der Feier abzuwägen, ob die Orationen der gegenwärtigen Situation entsprechen. Es können auch „Messen und Orationen für besondere Anliegen“ gewählt werden. Diese Gottesdienste können sehr einfach und mit viel Stille gestaltet sein. Auf den Gesang des Heiligs, des Hochgesangs der Engel, sollte möglichst nicht verzichtet werden. Die Texte werden in der Regel laut gesprochen. Falls eine Konzelebration oder eine Messfeier mit Diakon stattfindet, sollte es unterlassen werden, aus demselben Kelch zu trinken. Es sind das Innere und die Kanten von Kelchen und Hostienschalen regelmäßigen mit warmem Wasser zu reinigen und diese anschließend mit einem gut saugenden Naturfasertuch trocken zu wischen. Die Kelchtücher sind nach jeder Heiligen Messe zu wechseln.

17. März: Bischöfliche Schulen vom 18.03.2020 bis einschließlich 17.04.2020 geschlossen

Am 16.03.2020 hat das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt eine Allgemeinverfügung (Vollzug des Infektionsschutzgesetzes, Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie) erlassen. Mit dieser wird verfügt, dass alle sächsischen Schulen vom 18.03.2020 bis einschließlich 17.04.2020 geschlossen sind. Das betrifft auch die Bischöflichen Schulen. Es finden kein Unterricht und keine sonstigen schulischen Veranstaltungen statt.

Personensorgeberechtigte, die in Bereichen der „kritischen Infrastruktur“ tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung ihres Kindes gehindert sind, können ihre Kinder der 1. bis 4. Klasse an den Grundschulen betreuen lassen. Das Antragsformular Notbetreuung finden Sie auf den Homepages der beiden Bischöflichen Grundschulen.

Jede Schule bietet ihren Schülerinnen und Schüler über unterschiedliche Kommunikationswege Arbeits- und Lernmaterial an.

Bei Rückfragen stehen sowohl die Schulleitungen der betreffenden Schule als auch die Hauptabteilung Schulen und Hochschulen des Bischöflichen Ordinariats unter bereit.

Auch im Kapellknabeninstitut ist in der nächsten Woche kein Betrieb möglich. Alle Jungen bleiben zu Hause. Proben und Unterricht finden nicht statt.

 

26. März: Brief von Bischof Heinrich Timmerevers zu liturgischen und seelsorglichen Fragen

"In wenigen Tagen werden wir die Heilige Woche begehen, in diesem Jahr anders als je zuvor. Wir werden diese Tage nicht als große Gemeinde oder Pfarrei an einem Ort feiern können. Für viele ist das mit großem Schmerz verbunden, den ich teile. Wie kann man Ostern feiern, wenn Verzicht und Einschränkungen bleiben? Ich finde Trost in der Erfahrung der traurigen Jünger, die ihren unerkannten Begleiter auf dem Weg nach Emmaus wegen seiner Unbekümmertheit ansprechen: „Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist?“ (Lk 24,18) Er erläutert ihnen daraufhin die Schrift, und er bricht das Brot mit ihnen. Während wir auf die gemeinsame Eucharistie auch am Osterfest verzichten müssen, bleibt uns das Wort Gottes, das die Kirche „immer verehrt [hat] wie den Herrenleib selbst“ (DV 21). Ich vertraue darauf, dass der Herr uns auch in diesem Jahr auf dem österlichen Weg begleitet und uns erschließt, was wir allein mit dem Verstand nicht fassen können.

Es wurden einige liturgische, pastorale und ganz praktische Fragen und Themen an die Bistumsleitung herangetragen, die wir beraten haben und für die wir folgende Informationen geben..."

Den gesamten Brief des Bischofs als pdf-Datei können Sie herunterladen - hier klicken...

Zur Zusammenfassung des Briefes in der Übersicht - hier klicken...

 

3. April: Brief von Bischof Heinrich Timmerevers zu einigen rechtlichen Fragen der Seelsorge und Liturgie

Dresden, 3. April 2020

Zu einigen rechtlichen Fragen der Seelsorge und der Liturgie

Liebe Schwestern und Brüder, lube sotry a lubi bratřa, liebe Herren Pfarrer, liebe Herren Kapläne, liebe Mitbrüder, liebe Seelsorgerinnen und Seelsorger, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sehr geehrte Damen und Herren,

immer noch am Beginn der Corona-Krise stehend schreibe ich Ihnen heute erneut, weil ich Ihnen zunächst danken möchte! An vielen Stellen wirken Sie in diesen Tagen des Corona-Virus mit großem Engagement und realisieren vieles an Seelsorge auf ungewohnten Wegen. Mein gestriges Gespräch mit den Dekanen hat mir dies bestätigt.

Sie wissen: Wie sonst werden wir die Heilige Woche nicht feiern. Die Wirklichkeit eines geistlichen Fastens wird uns auch über den Ostersonntag hinaus begleiten. Das anzunehmen, fällt mir nicht leicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Ihnen ähnlich geht. Diese Zeit ist doch sonst von heiliger Betriebsamkeit und von der Liturgie in großer Gemeinschaft geprägt.

Ich möchte jedoch in meiner Verantwortung für uns alle eindringlich mahnen, die gesetzten staatlichen und kirchlichen Regularien streng zu beachten. Sie sind keine Gängelungen oder übertriebene Vorsicht, sondern unausweichliche Notwendigkeiten.

In der Anlage hat das Katholische Büro in Absprache mit der Sächsischen Staatsregierung eine Zusammenfassung der derzeit geltenden Verordnungen zusammengestellt. Es geht darum, all die Menschen, die uns anvertraut sind und mit denen wir sonst Glauben und Leben teilen zu schützen. In diesen Tagen gelingt das vor allem durch räumliche Distanz und geistige wie geistliche Nähe.

Pfarrer Benno Jakubasch aus Radibor schrieb in diesem Jahr an die Oster- und Kreuzreiter, was zugleich – wie ich meine –  für alle Christen gilt: „Zu Ostern verkünden wir Jesus Christus, den Auferstandenen, den Gott des Lebens. So sind wir Boten des Lebens. Gerade deshalb darf kein[er…] das Leben seines Nächsten gefährden. Im Beichtspiegel steht unter dem 5. Gebot […]: Habe ich das Leben anderer in Gefahr gebracht? (GL 601,5) Ich möchte auf keinen Fall, dass nur ein einziger […] auf diese Frage mit „Ja“ antworten müsste. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Medizin kann Keiner sagen, dass er unwissend handelt. Wir wollen nicht Knechte des Todes sein.“ Hier tragen wir alle Verantwortung füreinander!

Liebe Schwestern und Brüder, trotz des Verzichtes auf gewohnten Kontakt und vieler schmerzlicher Einschränkungen der Zeichenhaftigkeit und Riten unserer liturgischen Feiern bin ich im Herzen davon überzeugt, dass die Botschaft von Tod und Auferstehung als Zentrum unseres Glaubens trägt. Begleiten wir den Herrn auf seinem Weg vom Einzug in Jerusalem bis zum Morgen der Auferstehung in der Solidarität zu allen Menschen,

Ihr

Heinrich Timmerevers Bischof von Dresden-Meißen           

 

 

Anlage: Zusammenfassung des Katholischen Büros Sachsen zur Rechtslage in der Corona-Krise

Zusammenfassung des Katholischen Büros Sachsen zur Rechtslage in der Corona-Krise

Lieber Mitbrüder, liebe Seelsorgerinnen und Seelsorger, liebe Schwestern und Brüder,

täglich erreichen uns Fragen und Besorgnisse zum Offenhalten der Kirchen und zur Seelsorge in unseren Diözesen. Diese Fragen bewegen uns alle. Die am 31. März 2020 erlassene Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales (SMS) in der Zusammenschau mit der aktuellen Allgemeinverfügung (AV) bedarf klarer Interpretationen, was das geistliche Leben und die seelsorgerliche Begleitung in unseren Gemeinden und Einrichtungen anbelangt. Das Katholische Büro ist in die Krisenstäbe des Bistums für Seelsorge und Verwaltung eingebunden und hält auch den engen Kontakt zur Sächsischen Staatsregierung. Wir führen mit der Staatskanzlei und dem Sozialministerium einen beständigen Abgleich darüber, was nach den erlassenen Bestimmungen möglich ist und was nicht:

Sowohl in der Verordnung als auch in der AV sind die zu schließenden Einrichtungen benannt. Kirchen gehören nicht dazu. Dem einzelnen Gläubigen soll weiterhin die Möglichkeit gegeben sein, unter Einhaltung der hygienischen und sicherheitsbedingten Vorkehrungen eine Kirche, die im Umfeld seines Wohnsitzes liegt, zum Gebet aufzusuchen. Dies ist auf wiederholte Anfrage (jüngst am heutigen Tag) immer wieder vom SMS und der Staatskanzlei bestätigt worden. Was zwingend zu vermeiden und zu verhindern ist, sind (organisierte) Zusammenkünfte in Kirchen, wozu insbesondere Gottesdienste und gottesdienstähnliche Veranstaltungen zählen. Die örtlich zuständigen Pfarrer tragen die Verantwortung für die Einhaltung dieses Verbots. Aufgrund der Verordnung können aber auch Privatpersonen, die dem Verbot zuwider handeln, ordnungswidrigkeitsrechtlich belangt werden (Geldbuße bis zu 25.000 €). Die Feier der Eucharistie ist demnach ausschließlich allein oder mit maximal vier weiteren Personen der Haus- oder Dienstgemeinschaft unter gesichertem Ausschluss der Öffentlichkeit möglich. (vgl. Dienstanweisung des Bischofs vom 17.03.2020; Anlage: Die Feier der Eucharistie in der Zeit der Corona-Pandemie). Eine Ausnahme bildet das Abhalten von Gottesdiensten, die per Livestream übertragen werden. Dies wird im Einvernehmen mit der Staatsregierung als Ausübung des seelsorgerlichen Berufs angesehen. Was die konkreten Ausgestaltung anbelangt, haben die Bundesländer unterschiedliche Regelungen: In Sachsen dürfen bei einem Livestream-Gottesdienst neben den (hauptamtlichen) Priester, Diakon, Gemeindereferent(in) auch Ehrenamtliche als Lektoren und Kantoren mitwirken. Mit der Staatsregierung ist aber für diese Gottesdienste eine maximale Personenzahl abgestimmt, die bei fünf Personen liegt.

Dass in dieser Zeit der Krise eine hohe Verunsicherung besteht, ist verständlich. Die Sächsische Staatsregierung hat zur Information, Warnung und Klarstellung eine eigenen "Corona"-Website eingerichtet (https://www.coronavirus.sachsen.de). Mit sog. FAQs werden dort häufig gestellte Fragen beantwortet. Die den kirchlichen Vollzug betreffenden Antworten sind über das Katholische Büro mit dem Bistum abgestimmt. Zum Livestream-Gottesdienst existiert eine solche FAQ ebenso wie zur Telefonseelsorge. Zum Offenhalten der Kirchen wie auch zur Seelsorge in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen haben wir der Staatsregierung einen Formulierungsvorschlag unterbreitet und gehen davon aus, dass dieser kurzfristig auch übernommen wird.

Für Rückfragen steht Ihnen das Katholische Büro Sachsen gerne zur Verfügung.

OR Diakon Dr. Daniel Frank Leiter des Katholischen Büros Sachsen

18. April: Hirtenwort und Dienstanweisung von Bischof Heinrich

22. April: Bischöfliche Schulen für Abschlussjahrgänge wieder geöffnet

Seit Montag, dem 20. April, sind unsere Bischöflichen Schulen teilweise wieder geöffnet. Dies gilt bis auf weiteres nur für die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen, die zu Konsultationen in die Schulen zurückgekehrt sind. Alle anderen Schülerinnen und Schüler werden auch weiterhin von ihren Lehrkräften virtuell begleitet.

Mit Mittwoch, dem 22. April, haben für die Jahrgangsstufe 12 unserer drei Gymnasien mit dem Leistungskursfach Katholische Religion die Abiturprüfungen begonnen. Wir wünschen allen Beteiligten Gottes Segen, viel Erfolg und gute Gesundheit!

23. April: Gottesdienste in Thüringen mit 30 Personen in der Kirche und 50 im Freien erlaubt

Erfurt/Dresden. In Thüringen sind seit heute, 23. April, wieder Gottesdienstfeiern mit bis zu 30 Teilnehmenden - inklusive Priester, Ministranten, Lektor, etc. – möglich, sofern die notwendigen Schutzmaßnahmen ergriffen werden, wie die Thüringer Landesregierung gestern kurzfristig bekanntgab. Diese Maßnahmen sind in einem Schutzkonzept zu verankern. Freiluftgottesdienste sind mit bis zu 50 Personen möglich.

Neben den Bestimmungen für den Gottesdienst, die das Bistum selbst festlegt, sind in Thüringen folgende Maßnahmen staatlicherseits verfügt:

Einhaltung eines Mindestabstandes von minimal 1,5 m zu Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehörenAusschluss von Teilnehmer mit Symptomen einer COVID-19-ErkrankungAusschluss von Teilnehmern mit jeglichen ErkältungssymptomenAusstattung des Veranstaltungsortes mit ausreichenden Möglichkeiten zur guten BelüftungAktive und geeignete Information der Teilnehmer über allgemeine Schutzmaßnahmen, insbesondere Händehygiene, Abstand halten sowie Husten- und Niesetikette, durch den Veranstalter und Hinwirken auf deren EinhaltungBeachtung der weiteren Hygienevorschriften entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-InstitutsReduzierung von Kontakten und Vermeidung von Schmierinfektionen über Vehikel und GegenständeVerstärktes Reinigungs- und Desinfektionsregime

Diese Punkte sind der aktuellen Thüringer Eindämmungsmaßnahmenverordnung entnommen (https://www.tmasgff.de/fileadmin/user_upload/Gesundheit/Dateien/COVID-19/3._ThuerSARS-CoV-2-EindmassnVO.pdf) und müssen sich im Schutzkonzept wiederfinden.

Die Thüringer Pfarreien des Bistums Dresden-Meißen wurden dazu angehalten, die Infektionsschutz-Maßnahmen aus der bischöflichen Dienstanweisung vom 20. April zu übernehmen, die ursprünglich nur für Sachsen formuliert waren (hier klicken...). Auch die Überlegungen zur Regulierung der Teilnehmerzahl sind analog anzuwenden – allerdings auf 30 Teilnehmende bezogen.

Damit gelten nun im gesamten Bistum Dresden-Meißen einheitliche Gottesdienst-Regelungen, von der unterschiedlichen Teilnehmerzahl 15 in Sachsen und 30 in Thüringen abgesehen.

6. Mai: Dienstanweisung zu Gottesdiensten, RKW und Kinderwallfahrt, Kirchenmusik, Absage regionaler Foren

In seiner Dienstanweisung vom 6. Mai 2020 nimmt Bischof Heinrich die aktuellen Entwicklungen der staatlichen Vorgaben für öffentliche Veranstaltungen und Gottesdienste angesichts der Corona-Pandemie auf. Die Dienstanweisung enthält folgende Dokumente:

 

20. Mai: Dienstanweisung zu Veranstaltungen

Liebe Schwestern und Brüder,

aus den österlichen Lesungstexten der Apostelgeschichte entnehmen wir, welchen Schwierigkeiten und Krisen die junge Kirche ausgesetzt war. Und wir hören auch, wie die ersten Christengemeinden mit diesen Situationen umgegangen sind: Mut und Besonnenheit gleichermaßen waren gefordert, so wie heute auch. Seit Beginn der Coronakrise veranlassen uns rechtliche Neuregelungen immer wieder neu, das kirchliche Leben entsprechend zu ordnen. Nachdem seitdem 4. Mai 2020 unter stark eingeschränkten Bedingungen in unserem Bistum wieder Gottesdienste gefeiert werden können, erlauben es die neue Sächsische-Corona-Schutz-Verordnung und die neue Thüringer SARS-CoV-2-Maßnahmefortentwicklungsverordnung (beide vom 12. Mai 2020), nun auch Veranstaltungen in unseren Gemeinden sowie Bildungseinrichtungen und -häusern wieder anzubieten und offen zu halten.

Mit diesem Schreiben gebe ich Ihnen die „Rechtliche(n) Rahmenbedingungen für ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept für Veranstaltungen im Raum der Römisch-katholischen Kirche im Freistaat Sachsen“ bekannt, die adäquat auch für den Thüringer Teil unseres Bistums gelten. Grundvoraussetzung dafür, dass gemeindliche Veranstaltungen vor Ort wieder stattfinden können, sind das Vorliegen eines Hygieneschutzkonzeptes in der jeweiligen Pfarrei und die Einhaltung der darin beschriebenen strengen hygienischen Anforderungen. Indem Sie sich für Ihre Pfarrei die beigefügten Rahmenbedingungen als Schutzkonzept zu Eigen machen und deren Einhaltung dokumentieren, entsprechen Sie den gesetzlichen Vorgaben der Rechtsverordnung. Die Regelung gilt im Bistum ab Christi Himmelfahrt, sollte jedoch behutsam, schrittweise und verantwortungsvoll umgesetzt werden.

Der Schutz der Gesundheit muss bei allen anstehenden Veranstaltungen unbedingt Beachtung finden. Das ist auch unsere gesellschaftliche Verantwortung als Kirche in dieser schwierigen Zeit. So bitte ich Sie darum, mit Augenmaß und Besonnenheit die Planung von pastoralen und seelsorglichen Aktivitäten anzugehen.

Sie werden beim Lesen des Textes sehr schnell feststellen, dass es sich bei Weitem nicht um die Wiederherstellung eines „Normalzustandes“ handelt, sondern dass auch unsere pastoralen Veranstaltungen und Angebote der Einhaltung zahlreicher Vorgaben bedürfen. Es ist mir bewusst, dass dies mit viel Aufwand und zahlreichen Mühen für die hauptamtlich Mitarbeitenden und die vielen ehrenamtlich Engagierten verbunden sein wird. Daher bitte ich Sie, gut abzuwägen und zu priorisieren, weiche Veranstaltung zu welchem Zeitpunkt sinnvoll platziert werden sollte.

Wir sollten die vergangenen Wochen der leeren Kirchenräume und Gemeindezentren auch als Chance nutzen, innezuhalten und neu zu fragen, wohin Gott uns als Pfarrei und Gemeinde in dieser Situation ruft. Mich inspiriert dazu in diesen Wochen ein bemerkenswerter Aufsatz von Tomas Halik „Christentum in Zeiten der Krankheit“, den ich Ihnen gerne empfehle1. Einfach zum üblichen Programm zurückzukehren ist weder rechtlich möglich noch pastoral empfehlenswert.

Tun wir das, was möglich ist, mit Bedacht und Besonnenheit, aber ebenso mit Freude und Dankbarkeit, dass wir wieder in Seinem Namen zusammenkommen dürfen, wenn auch unter einschränkenden Bedingungen. Dann kann es gelingen, dass wir — obwohl wir räumlich voneinander Abstand halten müssen — dennoch nah beieinander sind und die Nähe zum liebenden Gott erfahren können, der alles heil machen kann. Diese Erfahrungen wünsche ich uns allen!

Bleiben Sie gesund und behütet

Ihr Heinrich Timmerevers
Bischof von Dresden-Meißen

1 Veröffentlicht vom MFThK O2.O4.2O2O‚ abrufbar unter: http://www.theologie-und-kirche.de/halik-theologie-pandemie.pdf.

20. Mai: Stück für Stück kehrt etwas mehr Alltag in die Bischöflichen Schulen zurück

Nach dem Absolvieren des Ersttermins der schriftlichen Abiturprüfungen, dem wiederbeginnenden Unterricht für die Abschluss- und Vorabschlussklassen in der letzten Woche kehren seit Montag, den 18. Mai, alle  Bischöflichen Schulen mit insgesamt fast 2500 Schülerinnen und Schülern schrittweise zum sogenannten „eingeschränkten Regelbetrieb“ zurück.

An den weiterführenden Schulen (drei Gymnasien und eine Oberschule) werden alle Jahrgangsstufen nach sorgsam ausgearbeiteten Plänen in Kleingruppen umschichtig unterrichtet, wobei sich Präsenzzeiten und Phasen des Homeschooling abwechseln. Dabei gilt es, strikte Hygienemaßnahmen allzeit einzuhalten und sich an ungewohnte Wege, „Verkehrsführungen“ und Raumplanungen in der Schule zu gewöhnen, um das Infektionsrisiko so niedrig wie möglich zu halten.

An den Bischöflichen Maria-Montessori-Grundschulen in Bautzen und Leipzig gilt anders als an den weiterführenden Schulen das Prinzip der konstanten Gruppe in ihren gewohnten (altersgemischten) Klassen, was für Eltern, Schüler und Schülerinnen wie Lehrkräfte eine besondere Herausforderung darstellt, da beginnend mit der Ankunft der Kinder, über die Pausengestaltung bis hin zum nachmittäglichen Hortbetrieb eine strikte Trennung von anderen Lerngruppen erfolgen und gewährleistet sein muss.

Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeitende freuen sich darüber, wenigstens einige altvertraute Abläufe und gewohnte Strukturen aufnehmen zu dürfen und sich wieder einmal persönlich begegnen zu dürfen. Dennoch müssen sich alle Beteiligten neue Regeln und Rituale aneignen, die nun den Alltag an der Schule bestimmen, seien es Desinfektionsstationen, eingezeichnete Abstände, das Akzeptieren nicht stattfindender Lieblingsstunden, AGs oder Exkursionen. Die wichtigste Motivation für die Lehrkräfte und Schulleitungen an unseren Bischöflichen Schulen ist es bei all den Widrigkeiten nicht, vermeintlich verpasste Unterrichtsinhalte so schnell wie möglich aufzuholen, sondern vor dem Hintergrund der krisenhaften Situation Schülerinnen und Schüler kommunikativ abzuholen und sie so behutsam wie möglich in ihrem gewohnten schulischen Umfeld aufzufangen.  

27. Mai: FAQ - Häufig gestellte Fragen und die Antworten dazu...

  • Können Taufen und Trauungen wieder stattfinden?

Die Möglichkeit, öffentliche Gottesdienste wieder zu feiern, schließt die Sakramentenspendungen unter Einhaltung der geltenden Hygieneregularien ein. Eine Aufschiebung wird nicht mehr dringend angeraten

  • Wir haben mehrere Wochen die Kranken unserer Gemeinde nicht vor Ort besucht, sondern telefonisch kontaktiert. Sind wieder Besuche vor Ort möglich?

Die Spendung der Krankenkommunion und Hausbesuche sind durch beauftragte Kommunionhelfer oder letzteres auch durch vom Pfarrer beauftragte Ehrenamtliche möglich. Die entsprechenden Infektionsschutzmaßnahmen (Mindestabstand, Nase-Mund-Bedeckung, Desinfektion etc.) müssen analog zu den Regularien im Gottesdienst sorgfältig angewendet werden.

  • Die Regelungen für die Gottesdienste sind sehr komplex. Gibt es eine einfache „Faustregel“, die man gut anwenden kann?

Die Riten der Liturgie sind so vielfältig, dass nicht für alle Einzelfälle Vorgaben zu machen sind. Kurz gesagt gilt: Wenn 1,5 Meter Abstand zwischen Personen unterschritten werden, ist ein Mundschutz zu tragen. Wenn Körperkontakt stattfindet, sind unmittelbar vor- und nachher die Hände zu desinfizieren.

  • Was ist bei der Taufe an Hygiene zu beachten?

Die grundlegenden Regelungen von Abstand und Desinfektion sind auch auf die Taufe zu adaptieren. So sind insbesondere vor und nach Körperkontakt bei den (ausdeutenden) Riten die Hände zu desinfizieren und ein Mundschutz zu tragen.

(wird fortlaufend ergänzt)

Weitere Informationen zum Thema:

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