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Bistum Dresden Meissen

Aktuelle Infos: Offizielle Hinweise des Bistums

WICHTIG: Aktuelle Hinweise zu Gottesdiensten und öffentlichen Veranstaltungen

Zuletzt aktualisiert: 25. Juni 2020

Seit 25. Juni 2020 stellt das Bistum Dresden-Meißen ein Musterkonzept für Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, das die Rahmenbedingungen für die Arbeit in den Pfarreien und Veranstaltungen im Raum des Bistums ergänzt - auf Grundlage der Verordnungen der Freistaaten Sachsen und Thüringen.

"In vielen Gemeinden hat sich nach einigen Tagen und Wochen des Ausprobierens ein „Modus vivendi" etabliert, der immer wieder der Überprüfung bedarf", betont Bischof Heinrich im Anschreiben zum überarbeiteten Infektionsschutzkonzept am 12. Juni 2020. Er dankt allen, die sich mit großem Engagement einsetzen, dass sich ein guter Weg zwischen schützenden Vorkehrungen und mutigem Weitergehen entwickelt. "Angesichts der sinkenden Neuinfektionen wurde unser lnfektionsschutzkonzept zum Gottesdienst geprüft und Einschränkungen zurückgenommen. Beispielsweise wird bei den liturgischen Diensten ein größerer Gestaltungsspielraum mit einhergehender größerer Verantwortung vor Ort möglich." (Den gesamten Text können Sie in der chronologischen Übersicht unter dem Datum 12. Juni lesen.)

Häufig gestellte Fragen zur aktuellen Situation beantwortet die Rubrik "FAQ" (unten unter dem Datum 27. Mai).

In einer neuen Dienstanweisung, die ab Christi Himmelfahrt (21. Mai 2020) gültig ist, greift Bischof Heinrich Timmerevers die neue Sächsische-Corona-Schutz-Verordnung und die neue Thüringer SARS-CoV-2-Maßnahmefortentwicklungsverordnung (beide vom 12. Mai 2020) auf. Damit dürfen nun auch wieder Veranstaltungen in den Gemeinden sowie Bildungseinrichtungen und -häusern angeboten werden. "Mit diesem Schreiben gebe ich Ihnen die „Rechtliche(n) Rahmenbedingungen für ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept für Veranstaltungen im Raum der Römisch-katholischen Kirche im Freistaat Sachsen“ bekannt, die adäquat auch für den Thüringer Teil unseres Bistums gelten. Grundvoraussetzung dafür, dass gemeindliche Veranstaltungen vor Ort wieder stattfinden können, sind das Vorliegen eines Hygieneschutzkonzeptes in der jeweiligen Pfarrei und die Einhaltung der darin beschriebenen strengen hygienischen Anforderungen", so Bischof Heinrich. (Den gesamten Text und ein Plakat mit den Hygienevorschriften finden Sie in der chronologischen Übersicht unter dem Datum 20. Mai.)

Die Verabschiedung der neuen Corona-Schutz-Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales mit Gültigkeit zum 4. Mai 2020 sieht staatlicherseits größere Lockerungen für den Gottesdienst unter gleichzeitiger Wahrung hoher Infektionsschutzmaßnahmen vor. Am 6. Mai 2020 hat Bischof Heinrich dazu eine neue Dienstanweisung herausgegeben, die zum Sonntag, 10. Mai 2020, in Kraft tritt. Dazu gehören auch ein Infektionsschutzkonzept für öffentliche Gottesdienste, Plakate zur Information der Gläubigen am Eingang der Kirche (unterschiedlich für Sachsen und Thüringen), Anregungen zu Musik und Gesang bei Gottesdiensten während der Corona-Krise, Hinweise zur RKW und zur Kinderwallfahrt sowie ein Brief zur Absage der regionalen Foren des Synodalen Wegs im Bistum. (Die Texte finden Sie unten in de chronologischen Übersicht unter dem Datum 6. Mai.)

Zum Weißen Sonntag (19. April 2020) wendet sich Bischof Heinrich mit einem Hirtenwort an die Gläubigen. Er bittet um Geduld und verweist auf begrenzte Möglichkeiten, ab 20. April 2020 in Sachsen Gottesdienste mit bis zu 15 Gläubigen zu feiern - unter strenger Beachtung der Sicherheitsregeln: "Der Geist der Besonnenheit sagt uns aber, dass Gottesdienste als Versammlungen von vielen auf längere Zeit in einem beschränkten Raum eben nach wie vor eine gefährliche Infektionsquelle darstellen. Deshalb bitte ich Sie herzlich, die für die kommenden 14 Tage von ihren Pfarrern eingerichteten Möglichkeiten wie Begrenzungen der Gottesdienstmitfeier anzunehmen und zu unterstützen. Mir fällt es schwer, es nochmal ins Wort zu heben: Der Gottesdienstbesuch ist genauso wie alle anderen Gänge in der Öffentlichkeit mit einem Risiko verbunden. Hier appelliere ich an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein eines jeden einzelnen, weiterhin das Gebet zu Hause und die Feier der Gottesdienste über Internet, Rundfunk und Fernsehen als angemessene Option zu verstehen. Die Dispens von der Sonntagspflicht besteht weiterhin."

Nähere Hinweise erläutert Bischof Heinrich in einer beigefügten Dienstanweisung.

Auch in Thüringen sind seit 23. April wieder Gottesdienst mit bis zu 30 Teilnehmenden in der Kirche und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel möglich. Die Pfarreien haben dazu die Auflagen des Freistaats Thüringen zu beachten und ein Schutzkonzept zu entwickeln. Im Thüringer Teil des Bistums Dresden-Meißen werden dazu die Anordnungen der bischöflichen Dienstanweisung vom 20. April analog angewandt - jedoch bezogen auf den erweiterten Teilnehmerkreis von 30 beziehungsweise 50 Personen.

"Alle öffentlichen Gottesdienste und Veranstaltungen im Bistum Dresden-Meißen sind bis auf weiteres abgesagt." Das hatte Bischof Heinrich Timmerevers am 14. März 2020 aufgrund der aktuellen Entwicklungen nach sorgfältiger Beratung entschieden.

Bischof Timmerevers: „Der Schutz von Leib und Leben der besonders Gefährdeten erfordert in der Corona-Krise Entscheidungen, die ich nur sehr schweren Herzens und in großer Bedrängnis treffe. Die Ausbreitungsdynamik des Virus macht es kurzfristig notwendig: Es wird ab sofort auf alle öffentlichen Gottesdienste und alle weiteren öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen in den Pfarreien und Institutionen im Bistum Dresden-Meißen bis auf weiteres verzichtet. Die Sonntagspflicht ist damit aufgehoben. Die Kirchenräume sollten nach Möglichkeit für das persönliche Gebet geöffnet bleiben.“

Am 26. März hat Bischof Heinrich in einem Brief aktuelle Fragen zur Feier der Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen, zur Neuterminierung von Erstkommunionfeiern, Firmungen und Pfarreineugründungen sowie weiteren pastoralen Themenfeldern geklärt. Den gesamten Brief können Sie nachlesen - hier klicken.

Am 17. März hat Bischof Timmerevers in einem Schreiben die weitere Ausgestaltung des kirchlichen Lebens in der Phase der Corona-Krise geregelt, unter anderem etwa die Fragen nach dem Bußsakrament, der Krankensalbung, der Feier von Taufen, Trauungen oder Beerdigungen. Die Hinweise sind in der Themenübersicht unten nachlesbar und stehen dort auch als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

Die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen werden nicht in gewohnter Weise zu feiern sein. Die Entscheidung, wie sie begangenen werden können, wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Zur Entscheidung über die Feier der Erstkommunion wie auch anstehender Firmungen wird es weitere Hinweise geben. Neugründungen von Pfarreien werden rechtlich wie terminiert vollzogen, die entsprechenden Feiern werden in Abstimmung mit dem Bischöflichen Sekretariat gegebenenfalls verschoben.

Aufgrund der aktuellen Lage bleibt der Zugang zum Bischöflichen Ordinariat in Dresden für Externe bis auf weiteres geschlossen; externe Besucher werden nicht mehr eingelassen. Angemeldete Veranstaltungen mit externen Teilnehmern sind bis auf weiteres abgesagt.

Bischof Timmerevers: „Ich erbitte für Sie, für alle Kranken und Gefährdeten, für alle in der Krise Engagierten in diesen schweren Tagen den Segen Gottes!“

 

Bischofswort vom 13. März 2020:

13. März: Bischof Heinrich Timmerevers zur Corona-Krise

Aufeinander achten, verantwortungsbewusst handeln

13. März 2020

Liebe Schwestern und Brüder,

die Maßnahmen zur Eindämmung des „Corona-Virus“ überschlagen sich derzeit. Jeder von uns ist von harten Einschnitten betroffen. Veranstaltungen werden abgesagt, Betreuungs-, Bildungs- und Kultureinrichtungen werden geschlossen, Arbeitsabläufe angepasst und vieles mehr. Auch in unserem Bistum!

Alles geschieht, damit die Infektionsrate langsamer ansteigt. Mittlerweile bekommen wir ebenso eine Ahnung, welche langfristigen Folgen diese notwendigen Einschränkungen mit sich bringen werden.

Ich kann gut nachvollziehen, dass Menschen dieser neuen Erfahrung und der großen Ungewissheit über den Verlauf der Pandemie mit ganz unterschiedlichen Gefühlen, wie Sorge und Angst, aber auch mit Gelassenheit begegnen. So verschieden wir Menschen sind, so verschieden werden wir auch Wege durch diese Krisensituationen finden!

Durch die Einschränkungen genauso wie durch das hohe Engagement in der Eindämmung und Bekämpfung des Virus merken wir, wie wichtig Gemeinschaft in den verschiedenen Kontexten unseres Lebens ist: in der Familie, auf der Arbeit, in der Freizeit, in der Gesellschaft, aber auch in der Kirche. Wir wissen, dass wir einander bedürfen und aufeinander verwiesen sind.

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich meinen herzlichen Dank und hohen Respekt gegenüber denjenigen ausdrücken, die in diesen Tagen in den Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen einen wichtigen Dienst für unsere Gesellschaft leisten und sich damit einem hohen Risiko aussetzen. Auch denjenigen, die in Gesellschaft, Politik und Verwaltung schwierige Entscheidungen treffen müssen, möchte ich danken und sie ermutigen, verantwortungsvoll und mit kühlem Kopf die Lage zu beurteilen, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

Ich setze ein hohes Vertrauen in unser Miteinander, das weit über wichtige Regularien und Verhaltensmaßnahmen hinausgeht. Helfen Sie mit, Solidarität und die Liebe zum Nächsten ganz konkret und in dieser Situation neu durchzubuchstabieren. Was geschieht, wenn die Kinder der Nachbarn nicht mehr in den Kindergarten gehen können, aber die Eltern als Ärzte gebraucht werden? Was, wenn die Regale der Supermärkte nicht mehr das reichhaltige Angebot haben? Was, wenn Existenzen auf dem Spiel stehen, weil ganze Wirtschaftszweige über Wochen hinweg lahmgelegt sind? Helfen Sie einander! Die an vielen Stellen geschenkte Zeit könnten wir dafür kreativ nutzen, ohne dabei in Panik zu verfallen. Spenden Sie Trost, wo Einsamkeit um sich greift. Geben Sie Mut, wo Verzweiflung die Köpfe zu bestimmen droht. Helfen Sie, ohne sich selbst und andere zu gefährden. Gott sei Dank haben wir die Chance, auch über Internet und Telefon miteinander in Beziehung zu treten. Auch in der Seelsorge werden wir darauf in den kommenden Wochen zunehmend angewiesen sein. Beieinander zu bleiben, ohne dem anderen direkt zu begegnen, wird uns in den kommenden Wochen eine Herausforderung sein.

Wir haben als Gesellschaft die große Pflicht, auf jene zu achten, die durch Alter und Krankheit besonders gefährdet sind. Wir müssen alles tun, um sie an Leib und Leben zu schützen. Ich appelliere deswegen, die Hygienevorschriften genauso wie die Empfehlungen der Verwaltungen sehr ernst zu nehmen – hier kann jeder mittun!

Für alle Veranstaltungen unserer Diözese gelten selbstverständlich die Richtlinien von Land, Landkreisen und Kommunen, bspw. die Absage von Versammlungen, die über bestimmte Teilnehmerzahlen hinausgehen. Unsere Pfarreien und Institutionen sind dazu verpflichtet, auch die darüberhinausgehenden Empfehlungen umzusetzen und damit unserer hohen Verantwortung gegenüber den Menschen nachzukommen. Bildungsveranstaltungen haben wir bereits ebenso abgesagt wie spirituelle Angebote, bei denen größere Gruppen betroffen sind. In den kommenden Tagen wird dies auch zunehmend die Absage von Gottesdiensten betreffen. Die gottesdienstlichen Versammlungen, die noch stattfinden, können angesichts der gegenwärtigen Lage ein hohes Risiko der Ansteckung bergen. Mir fällt es sehr schwer: Aber ich kann keine Empfehlung aussprechen, sich diesem Risiko auszusetzen. Mir ist bewusst, dass damit das kirchliche Leben im Mark getroffen wird. Gebet und gefeierter Glaube muss deshalb jedoch keineswegs schweigen – einige Anregungen für das Gebet zu Hause werden wir zeitnah veröffentlichen. Voraussichtlich ab dem 4. Fastensonntag und auch an den Osterfeiertagen werden wir Gottesdienstübertragungen aus unserem Bistum im Livestream über unsere Internetseite anbieten. Die sonntägliche Feier des Gottesdienstes ist ein hohes Gut, dem für Ausnahmesituationen auch über Internet, Fernsehen und Rundfunk legitim entsprochen werden kann.

In den kommenden Tagen werden wir weiter über Veränderungen im kirchlichen Bereich informieren.

Liebe Schwestern und Brüder, wir gehen durch schwierige Tage. Vom heiligen Ignatius ist uns ein berühmtes Wort überliefert, das vielleicht in diese Zeit passt: „Handle so, als ob alles von dir, nichts von Gott abhinge. Vertraue so auf Gott, als ob alles von Gott, nichts von dir abhinge.“ Helfen wir einander, beten wir füreinander!

+ Heinrich Timmerevers
Bischof von Dresden-Meißen

 

 

20. Mai: Aktuelle Dienstanweisung und Infektionsschutzkonzept zu Veranstaltungen

Liebe Schwestern und Brüder,

aus den österlichen Lesungstexten der Apostelgeschichte entnehmen wir, welchen Schwierigkeiten und Krisen die junge Kirche ausgesetzt war. Und wir hören auch, wie die ersten Christengemeinden mit diesen Situationen umgegangen sind: Mut und Besonnenheit gleichermaßen waren gefordert, so wie heute auch. Seit Beginn der Coronakrise veranlassen uns rechtliche Neuregelungen immer wieder neu, das kirchliche Leben entsprechend zu ordnen. Nachdem seitdem 4. Mai 2020 unter stark eingeschränkten Bedingungen in unserem Bistum wieder Gottesdienste gefeiert werden können, erlauben es die neue Sächsische-Corona-Schutz-Verordnung und die neue Thüringer SARS-CoV-2-Maßnahmefortentwicklungsverordnung (beide vom 12. Mai 2020), nun auch Veranstaltungen in unseren Gemeinden sowie Bildungseinrichtungen und -häusern wieder anzubieten und offen zu halten.

Mit diesem Schreiben gebe ich Ihnen die „Rechtliche(n) Rahmenbedingungen für ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept für Veranstaltungen im Raum der Römisch-katholischen Kirche im Freistaat Sachsen“ bekannt, die adäquat auch für den Thüringer Teil unseres Bistums gelten. Grundvoraussetzung dafür, dass gemeindliche Veranstaltungen vor Ort wieder stattfinden können, sind das Vorliegen eines Hygieneschutzkonzeptes in der jeweiligen Pfarrei und die Einhaltung der darin beschriebenen strengen hygienischen Anforderungen. Indem Sie sich für Ihre Pfarrei die beigefügten Rahmenbedingungen als Schutzkonzept zu Eigen machen und deren Einhaltung dokumentieren, entsprechen Sie den gesetzlichen Vorgaben der Rechtsverordnung. Die Regelung gilt im Bistum ab Christi Himmelfahrt, sollte jedoch behutsam, schrittweise und verantwortungsvoll umgesetzt werden.

Der Schutz der Gesundheit muss bei allen anstehenden Veranstaltungen unbedingt Beachtung finden. Das ist auch unsere gesellschaftliche Verantwortung als Kirche in dieser schwierigen Zeit. So bitte ich Sie darum, mit Augenmaß und Besonnenheit die Planung von pastoralen und seelsorglichen Aktivitäten anzugehen.

Sie werden beim Lesen des Textes sehr schnell feststellen, dass es sich bei Weitem nicht um die Wiederherstellung eines „Normalzustandes“ handelt, sondern dass auch unsere pastoralen Veranstaltungen und Angebote der Einhaltung zahlreicher Vorgaben bedürfen. Es ist mir bewusst, dass dies mit viel Aufwand und zahlreichen Mühen für die hauptamtlich Mitarbeitenden und die vielen ehrenamtlich Engagierten verbunden sein wird. Daher bitte ich Sie, gut abzuwägen und zu priorisieren, weiche Veranstaltung zu welchem Zeitpunkt sinnvoll platziert werden sollte.

Wir sollten die vergangenen Wochen der leeren Kirchenräume und Gemeindezentren auch als Chance nutzen, innezuhalten und neu zu fragen, wohin Gott uns als Pfarrei und Gemeinde in dieser Situation ruft. Mich inspiriert dazu in diesen Wochen ein bemerkenswerter Aufsatz von Tomas Halik „Christentum in Zeiten der Krankheit“, den ich Ihnen gerne empfehle1. Einfach zum üblichen Programm zurückzukehren ist weder rechtlich möglich noch pastoral empfehlenswert.

Tun wir das, was möglich ist, mit Bedacht und Besonnenheit, aber ebenso mit Freude und Dankbarkeit, dass wir wieder in Seinem Namen zusammenkommen dürfen, wenn auch unter einschränkenden Bedingungen. Dann kann es gelingen, dass wir — obwohl wir räumlich voneinander Abstand halten müssen — dennoch nah beieinander sind und die Nähe zum liebenden Gott erfahren können, der alles heil machen kann. Diese Erfahrungen wünsche ich uns allen!

Bleiben Sie gesund und behütet

Ihr Heinrich Timmerevers
Bischof von Dresden-Meißen

1 Veröffentlicht vom MFThK O2.O4.2O2O‚ abrufbar unter: http://www.theologie-und-kirche.de/halik-theologie-pandemie.pdf.

20. Mai: Stück für Stück kehrt etwas mehr Alltag in die Bischöflichen Schulen zurück

Nach dem Absolvieren des Ersttermins der schriftlichen Abiturprüfungen, dem wiederbeginnenden Unterricht für die Abschluss- und Vorabschlussklassen in der letzten Woche kehren seit Montag, den 18. Mai, alle  Bischöflichen Schulen mit insgesamt fast 2500 Schülerinnen und Schülern schrittweise zum sogenannten „eingeschränkten Regelbetrieb“ zurück.

An den weiterführenden Schulen (drei Gymnasien und eine Oberschule) werden alle Jahrgangsstufen nach sorgsam ausgearbeiteten Plänen in Kleingruppen umschichtig unterrichtet, wobei sich Präsenzzeiten und Phasen des Homeschooling abwechseln. Dabei gilt es, strikte Hygienemaßnahmen allzeit einzuhalten und sich an ungewohnte Wege, „Verkehrsführungen“ und Raumplanungen in der Schule zu gewöhnen, um das Infektionsrisiko so niedrig wie möglich zu halten.

An den Bischöflichen Maria-Montessori-Grundschulen in Bautzen und Leipzig gilt anders als an den weiterführenden Schulen das Prinzip der konstanten Gruppe in ihren gewohnten (altersgemischten) Klassen, was für Eltern, Schüler und Schülerinnen wie Lehrkräfte eine besondere Herausforderung darstellt, da beginnend mit der Ankunft der Kinder, über die Pausengestaltung bis hin zum nachmittäglichen Hortbetrieb eine strikte Trennung von anderen Lerngruppen erfolgen und gewährleistet sein muss.

Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeitende freuen sich darüber, wenigstens einige altvertraute Abläufe und gewohnte Strukturen aufnehmen zu dürfen und sich wieder einmal persönlich begegnen zu dürfen. Dennoch müssen sich alle Beteiligten neue Regeln und Rituale aneignen, die nun den Alltag an der Schule bestimmen, seien es Desinfektionsstationen, eingezeichnete Abstände, das Akzeptieren nicht stattfindender Lieblingsstunden, AGs oder Exkursionen. Die wichtigste Motivation für die Lehrkräfte und Schulleitungen an unseren Bischöflichen Schulen ist es bei all den Widrigkeiten nicht, vermeintlich verpasste Unterrichtsinhalte so schnell wie möglich aufzuholen, sondern vor dem Hintergrund der krisenhaften Situation Schülerinnen und Schüler kommunikativ abzuholen und sie so behutsam wie möglich in ihrem gewohnten schulischen Umfeld aufzufangen.  

27. Mai: FAQ - Häufig gestellte Fragen und die Antworten dazu...

  • Können Taufen und Trauungen wieder stattfinden?

Die Möglichkeit, öffentliche Gottesdienste wieder zu feiern, schließt die Sakramentenspendungen unter Einhaltung der geltenden Hygieneregularien ein. Eine Aufschiebung wird nicht mehr dringend angeraten.

  • Wir haben mehrere Wochen die Kranken unserer Gemeinde nicht vor Ort besucht, sondern telefonisch kontaktiert. Sind wieder Besuche vor Ort möglich?

Die Spendung der Krankenkommunion und Hausbesuche sind durch beauftragte Kommunionhelfer oder letzteres auch durch vom Pfarrer beauftragte Ehrenamtliche möglich. Die entsprechenden Infektionsschutzmaßnahmen (Mindestabstand, Nase-Mund-Bedeckung, Desinfektion etc.) müssen analog zu den Regularien im Gottesdienst sorgfältig angewendet werden.

  • Die Regelungen für die Gottesdienste sind sehr komplex. Gibt es eine einfache „Faustregel“, die man gut anwenden kann?

Die Riten der Liturgie sind so vielfältig, dass nicht für alle Einzelfälle Vorgaben zu machen sind. Kurz gesagt gilt: Wenn 1,5 Meter Abstand zwischen Personen unterschritten werden und gesprochen wird, ist ein Mundschutz zu tragen. Wenn Körperkontakt stattfindet, sind unmittelbar vor- und nachher die Hände zu desinfizieren.

  • Was ist bei der Taufe an Hygiene zu beachten?

Die grundlegenden Regelungen von Abstand und Desinfektion sind auch auf die Taufe zu adaptieren. So sind insbesondere vor und nach Körperkontakt bei den (ausdeutenden) Riten die Hände zu desinfizieren und ein Mundschutz zu tragen.

(wird fortlaufend ergänzt)

12. Juni: Aktuelle Dienstanweisung und Infektionsschutzkonzept für Gottesdienste

"In vielen Gemeinden hat sich nach einigen Tagen und Wochen des Ausprobierens ein „Modus vivendi" etabliert, der immer wieder der Überprüfung bedarf", betont Bischof Heinrich im Anschreiben zum überarbeiteten Infektionsschutzkonzept am 12. Juni 2020. Er dankt allen, die sich mit großem Engagement einsetzen, dass sich ein guter Weg zwischen schützenden Vorkehrungen und mutigem Weitergehen entwickelt. "Angesichts der sinkenden Neuinfektionen wurde unser lnfektionsschutzkonzept zum Gottesdienst geprüft und Einschränkungen zurückgenommen. Beispielsweise wird bei den liturgischen Diensten ein größerer Gestaltungsspielraum mit einhergehender größerer Verantwortung vor Ort möglich."

Anschreiben und Text des überarbeiteten Infektionsschutzkonzeptes vom 12. Juni 2020 Juni 2020

25. Juni: Aktuelles Musterkonzept für Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen

Seit 25. Juni 2020 stellt das Bistum Dresden-Meißen ein Musterkonzept für Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, das die Rahmenbedingungen für die Arbeit in den Pfarreien und Veranstaltungen im Raum des Bistums ergänzt - auf Grundlage der Verordnungen der Freistaaten Sachsen und Thüringen.

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