Einheit & Einigkeit

7. Sonntag der Osterzeit - Lesejahr C

„Einer für alle, alle für einen“ – Dieser berühmte Schlachtruf der Musketiere ist wahrscheinlich vielen bekannt. Weil sie sich einig waren und aufeinander verlassen konnten, war es ihnen möglich, viele Schwierigkeiten und Herausforderungen zu meistern.

Wenn Jesus betet: „Alle sollen eins sein.“ (Joh 17,21), ist ihm klar: Nur, wenn Menschen wirklich zusammenstehen, können sie Großartiges erreichen. Daran muss sich letztlich auch unsere Glaubwürdigkeit als Nachfolger Jesu messen lassen.

Dass wir davon allerdings noch weit entfernt sind, zeigt die Uneinigkeit in vielen Bereichen, angefangen in der Familie bis hinein in die Gesellschaft.

Wie aber kann eine solche von Jesus geforderte Einheit gelingen? 
Wir sollten damit beginnen, mehr aufeinander zu hören und miteinander statt übereinander zu reden. Und wo einer den anderen trotz unterschiedlicher Meinungen gelten lässt, wo wir Besserwisserei, Kompromisslosigkeit und Egoismus keine Chance geben, wo Ausgrenzung nicht unwidersprochen bleibt, wo wir – wie Jesus – um die Einheit beten, dieses Gebet ernst nehmen und einander in Liebe begegnen, da kann Einigkeit und Einheit in der Vielfalt wachsen und immer stärker werden.

Im Sinne Jesu wäre es gut, wenn auch wir Christen uns das Motto der Musketiere zu eigen machen würden: „Einer für alle, alle für einen!“

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien Gottes Segen!


Ihr Dekan Markus Böhme aus Zwickau



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