Festhalten

2. Fastensonntag - Lesejahr C

Wir sind es gewohnt, alles, was uns lieb und wichtig ist, festzuhalten. Kleinkinder klammern sich manchmal fest an ihre Eltern, Menschen, die sich lieben, halten sich hin und wieder innig umschlungen, und natürlich werden Portemonnaie, Autoschlüssel und Handy festgehalten, damit sie nicht verloren gehen oder gar gestohlen werden.

Ebenso halten wir Erlebnisse fest. Deshalb wird bei jedem möglichen Anlass der Fotoapparat oder das Handy gezückt, um eine bleibende Erinnerung zu schaffen.

Allerdings zeigt die Realität, dass wir solche schönen Augenblicke, selbst, wenn wir Fotos oder Videos davon machen, nicht festhalten können. Das Leben geht weiter und bald schon hat uns der oft so graue Alltag wieder fest im Griff. 
Ja, in dieser Welt ist alles nur vorläufig.

Der Apostel Paulus erklärt, dass es dennoch einen wunderbaren Ausblick gibt:
„Unsere Heimat ist im Himmel.“, schreibt er an die Gemeinde in Philippi. Dort, bei Gott, werden auch unsere tiefsten Sehnsüchte Erfüllung finden.

Wer darum weiß und daran glaubt, der muss nicht hier und heute alles krampfhaft festhalten wollen. Und der wird mit Sicherheit gelassener leben. 
Probieren wir es aus, in diesen Wochen der Vorbereitung auf das Osterfest, wie auch unser ganzes Leben lang!

Ja, Gott will uns eine ewige Heimat schenken, die nicht auf dieser Erde ist, sondern im Himmel. Das sollten wir im Bewusstsein, vor allem aber im Herzen festhalten.

Ich wünsche allen eine gesegnete Zeit!

Ihr Dekan Markus Böhme aus Zwickau



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