Hören

22. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr B

Auf die Frage, was für ein gutes Leben wohl das Wichtigste wäre, würden uns die unterschiedlichsten Antworten einfallen. Unzählige Ratgeber mit Anweisungen, dieses zu tun oder jenes zu vermeiden, wollen zu einem besseren Leben anleiten.

Auch der Prophet Mose nimmt zu dieser Frage Stellung.
Dem Volk Israel sagt er: „Hört und ihr werdet leben“ (Dtn 4,1).
Damit macht er den Menschen damals, aber auch uns heute klar: Vor allem Tun muss das Hören kommen.

Wer auf das hört, was Gott uns sagt, der wird zu einem guten, erfüllten und letztlich ewigen Leben finden. Denn dazu will Gottes Weisung Hilfe und Weg sein.

Allerdings scheint es im Lärm und der Hektik unseres Alltags ausgesprochen schwierig, wirklich zur Ruhe zu kommen, einfach mal nichts zu sagen oder zu machen. Mit irgendetwas sind wir fast immer beschäftigt.
Doch erst wenn wir zur Ruhe kommen, können vielleicht auch wir Gottes Stimme vernehmen.

Ich meine, wir müssen dieses Hören wieder neu lernen.
Dazu wünsche ich uns offene Ohren und vor allem ein offenes Herz.

Denn Gott will uns weder bevormunden noch Befehle erteilen.
Vielmehr ist die Aufforderung zum Hören eine Einladung zum Leben.
Und diese Einladung gilt mir ganz persönlich.
Nehme ich sie an?



Ich wünsche Ihnen und Ihren Familie Gottes Segen!



Ihr Pfarrer Markus Böhme

Pfarrer der Pfarrei Hl. Familie in Zwickau

 



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