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Bistum Dresden Meissen
Die katholische Kirche Zum Hl. Kreuz in Auerbach/V. © Raymund Stoppok
22. Juni 2020

Neugründung der katholischen Pfarrei Sankt Christophorus Auerbach

durch Bischof Heinrich Timmerevers am 28. Juni

Auerbach/Vogtland. Bischof Heinrich Timmerevers wird in einem Gottesdienst am Sonntag, 28. Juni, um 10 Uhr in der Kirche zum Heiligen Kreuz (Rempesgrüner Weg 9, Auerbach) die neue Pfarrei St. Christophorus Auerbach errichten. Nach einem längeren Erkundungsprozess werden damit die bisherigen Pfarreien Zum Heiligen Kreuz Auerbach, Heilige Familie Falkenstein und Sankt Marien Reichenbach aufgelöst. Zu der neuen Pfarrei, die sich über eine Fläche von 549 km2 erstreckt, gehören dann aktuell 2.588 Katholiken.

Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen gelten für die Feierlichkeiten zur Pfarreigründung strenge Vorschriften. Die gewählten Gremien der drei früheren Pfarreien haben sich dafür entschieden, den Festgottesdienst mit Bischof Heinrich unter den gegenwärtigen Auflagen zu feiern, auch wenn daran nur wenige Vertreter aller Altersgruppen der bisherigen Pfarreien teilnehmen dürfen. Auch von den ursprünglich geladenen Gästen aus Ökumene und Politik können aus dem gleichen Grund nur drei Repräsentanten stellvertretend anwesend sein: Pfarrerin Dr. Nikola Schmutzler aus Auerbach für die Ökumene; Oberbürgermeister Raphael Kürzinger aus Reichenbach für die Kommunen; Landrat Rolf Keil für den Vogtlandkreis. Ebenso musste der im Anschluss an die Heilige Messe geplante Festakt in der Schlossarena abgesagt werden.

Bischof Heinrich gründet damit nach Plauen eine zweite katholische Großpfarrei im Vogtland. Deren leitender Pfarrer wird Ralph Kochinka, seit 2017 Pfarrer von Auerbach und Falkenstein. Zum pastoralen Team gehören auch Pfarrer Josef Reichl in Reichenbach sowie Gemeindereferentin Regina Mahler und Diakon Christoph Braun. Zusätzlich übernehmen die beiden Ruhestandspfarrer Ferdinand Kohl in Klingenthal und Joachim Scholz in Netzschkau punktuell Dienste.

In dem Festgottesdienst am 28. Juni wird Bischof Heinrich das neue Siegel und die neuen Kirchenbücher (Tauf-, Firm-, Trau- und Sterberegister) an Pfarrer Kochinka übergeben. Die Finanzen der neuen Pfarrei sollen dann ebenso im zentralen Pfarrbüro in Auerbach verwaltet wie die Kirchenbücher geführt und Post bearbeitet werden. Darüber hinaus wird es auch in Falkenstein und Reichenbach weiterhin Bürozeiten geben.

„Ich wünsche mir, dass der begonnene Weg des Kennenlernens gut weitergeht“, so Pfarrer Kochinka. „Ein Wortpaar, das vor zwei Jahren beim Dekanatstag in Auerbach Thema war, kann uns auf unserem weiteren Weg begleiten: zusammenwachsen und zusammen wachsen. Wenn es gelingt, die gewachsenen Aktivitäten vor Ort weiter zu gestalten und zu entfalten, dabei aber nicht den Blick für die Gesamtpfarrei zu verlieren, können wir kreativ neue Formen gemeinschaftsfördernder Aktivitäten finden. Wenn sich jede und jeder mit den eigenen Gaben und Fähigkeiten einbringt, kann das uns alle nur bereichern“, betont der Pfarrer der neuen Großpfarrei. Und er erklärt, warum sich die Pfarrgemeinderäte für den heiligen Christophorus als neuen Pfarrpatron entschieden: „Der heilige Christophorus half Menschen, einen Fluss zu überqueren, und könnte Bindeglied für unsere unterschiedlichen Gemeindeteile sein. Er ist eine lebendige Brücke, die uns – wie einst Christophorus das Jesuskind – durch die Fluten trägt. Und da wir in unserer Pfarrei die weltgrößte Ziegelbrücke haben und weite Entfernungen überbrücken müssen, fiel letztendlich die Wahl auf den Patron der Autofahrer.“

RK / meu