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Bistum Dresden Meissen
Gespräch im großen Stuhlkreis. © Matthias Demmich
29. Mai 2026

Wohin die Kraft des Heiligen Geistes ruft

Gemeindereferentinnen und -referenten hielten jährlichen Begegnungs- und Besinnungstag am 27. Mai in Dresden

Dresden. Für die Priester und Diakone ist es seit langem üblich, dass der Bischof diese am Montag der Karwoche in Verbindung mit der Ölweih-Messe zu einem Besinnungstag einlädt (dies sacerdotalis). „Warum gibt’s das eigentlich nicht auch für unsere Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten?“, so fragte Bischof Timmerevers vor einigen Jahren einmal die Verantwortlichen in der Personalabteilung. Aus diesem Impuls heraus entstand die nun mittlerweile 7-jährige Tradition (unterbrochen durch Corona) des Begegnungs- und Besinnungstages der Berufsgruppe der Gemeindereferentinnen und -referenten mit dem Bischof. Meist am Mittwoch nach Pfingsten stattfindend, halten sich viele Kolleginnen und Kollegen, ob im aktiven Dienst, in der Ausbildung oder im (Un-)Ruhestand gern diesen Tag frei.

So fand am Mittwoch, 27. Mai 2026, erneut dieser wertvolle Tag statt, der von den Regionalleitenden der Berufsgruppe gemeinsam mit Ordinariatsrat Bertram Wolf als zuständigem Personalverantwortlichem vorbereitet wurde.

Veränderungsprozesse als geistlicher Weg

Als erster Programmpunkt stand die gemeinsame Eucharistiefeier mit Bischof Timmerevers in der Hauskapelle des Propst-Beier-Hauses in Dresden auf dem Programm. Fester Bestandteil dieser Liturgie ist seit einigen Jahren die Erneuerung des Versprechens, welche die Seelsorgerinnen und Seelsorger bei ihrer Sendung in den pastoralen Dienst vor dem Bischof und dem Volk Gottes gegeben haben.

Die rasanten und teilweise dramatischen Umbrüche in unserem Bistum haben auch in der Berufsgruppe der Gemeindereferenten Spuren hinterlassen. Diese konnten auch in geschütztem Rahmen mit dem Bischof und weiteren Vertretern der Bistumsleitung in den Blick genommen werden. Um dies auch als gemeinsamen Weg im Heiligen Geist zu gestalten, führten der Chemnitzer Propst Benno Schäffel und Dr. Ulrike Lynn, Projektreferentin für die Kulturhauptstadt Chemnitz 2025, in die SEO-Methodik ein. SEO steht für Spritualität-Entwicklung-Organisation und ist in Frankreich entstanden aus dem Geist der Exerzitien des Heiligen Ignatius von Loyola. Die Methodik soll dabei helfen, aus dieser Spiritualität heraus Entwicklungs-, Veränderungs- und Entscheidungsprozesse in Gruppen oder Organisationen als geistlichen Weg zu gestalten. Wichtig ist hierbei das bewusste Hören auf das Wort und den Willen Gottes sowie die Unterscheidung der Geister. So war es in zwei Runden gut möglich, sowohl persönlich als auch im kleinteiligen Austausch als gemeinsam Glaubende und Verkündende auf die Realität, mit der Gott uns umarmt zu blicken. Die Gruppe setzte sich damit auseinander und fragte, wohin die Geistkraft in diesen konkreten Situationen ruft und lockt.

Weiterführende Informationen aus den Hauptabteilungen Personal sowie Pastoral & Verkündigung gehörten ebenso zum Tag wie Zeit zur persönlichen Begegnung und zur Stärkung.

Für die anwesenden Gemeindereferentinnen und -referenten war es wieder ein wertvoller Tag der Gemeinschaft, der geistigen und leiblichen Stärkung und auch der (neuen) Vergewisserung der Berufung, die Gott uns in Taufe und kirchlicher Sendung geschenkt hat.


Text/Fotos: Gemeindereferent Matthias Demmich

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