„Wir wollen nichts als Frieden!“

Bischof Reinelt feiert zum 13. Februar Gottesdienst mit Soldaten


Am 62. Jahrestag der Bombardierung Dresdens hat Bischof Reinelt mit Soldaten einen Gottesdienst für den Frieden gefeiert. In seiner Predigt trug er den Soldaten auf, sich für Frieden und den Schutz Benachteiligter einzusetzen.

Dresden, 13.02.2007 (KPI): Am 62. Jahrestag der Bombardierung Dresdens hat Bischof Joachim Reinelt heute Vormittag mit etwa 400 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr einen Gottesdienst für den Frieden in der Dresdner Garnisonkirche gefeiert. „Wir brauchen – leider – noch immer Soldaten; und wir werden sie wahrscheinlich bis ans Ende der Welt brauchen“, sagte der Bischof in seiner Predigt, in der er den Soldaten auftrug, sich für Frieden und den Schutz Benachteiligter einzusetzen. „Die Unausgewogenheit des Menschen braucht Ausgleich, Balance; und dazu ist mitunter Stärke nötig“, so der Dresdner Bischof. Als Wurzeln aktueller Konfliktherde von den Terroranschlägen des 11. September bis zu den jüngsten gewalttätigen Krawallen von Fußballfans in Leipzig nannte er Ungerechtigkeit als den Nährboden, aus dem Fanatismus und Hass erwüchsen.

In seiner Predigt sprach der Bischof auch von seinen eigenen Erlebnissen im Krieg. Als achtjähriger Junge hatte er in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 den Feuerschein der brennenden Stadt Dresden aus etwa 100 Kilometern Entfernung gesehen. Mit seiner Familie war er aus Schlesien gekommen, hatte die Granaten auf Breslau miterleben müssen und durchlitt in Aussig an der Elbe die Bombardierungen der Stadt. „Wir wollen nichts als Frieden“, so schloss Bischof Reinelt seine Predigt wörtlich. Er bezeichnete es auch als ein Verdienst der Bundeswehr, dass die Sehnsucht nach Sicherheit und Frieden derzeit in Europa erfüllt sei wie selten zuvor.

Michael Baudisch




Gottesdienst für den Frieden in der Garnisonkirche/Pfarrkirche St. Martin in Dresden-Neustadt.

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