Jugendliche als Multiplikatoren…?

Bericht von der Gruppenleiter-Schulung im Winfriedhaus 23.-25. Mai

Gruppenbild

Dresden, 27.05.2014:  …Schlema, Flöha, Markkleeberg, Augustusburg, Kirschau, Dresden, Hainichen, Bobritzsch-Hilbersdorf, Leipzig, Freiberg, Weinböhla, Frankenstein, Coswig, Freital, Sohland… alles Orte, an denen in unserem Bistum junge Menschen leben. Sie gehen hier zur Schule, absolvieren eine Ausbildung und sind aktiv in Gemeinden, Gruppen und Projekten. Und aus allen diesen Orten waren am vergangenen Wochenende Jugendliche im Winfriedhaus Schmiedeberg. Im Rahmen des 2. Moduls der diesjährigen Gruppenleiterschulung erhielten sie umfangreiche Einheiten zur 1. Hilfe und weiteren medizinischen Themen rund um Freizeiten und Fahrten. Sie übten sich in pädagogischen Methoden, bereiteten Gebetseinheiten vor und bekamen thematische Impulse für Gruppenstunden. Viele der Einheiten am Wochenende wurden spielerisch eröffnet, die jungen Ehrenamtler lernten so vielfältige Varianten kennen, das „Spielen“ ganz neu zu entdecken und einzusetzen. In kleinen Workshop-Runden erarbeiteten sich die Teilnehmenden rhythmische Übungen für „Junge und Junggebliebene“, frischten rechtliche Grundlagen auf, lernten „Land Art“ oder das gemeinsame Kochen als kreative Gestaltungsmethoden kennen. Ebenso stand der Austausch untereinander im Fokus. Jugendseelsorger Pfarrer Kochinka dazu: „Wenn Jugendliche aus fast allen Regionen des Bistums hier zusammenkommen und sich dazu austauschen, was in den Gruppen vor Ort gut gelingt oder ‚…wo eben die Säge klemmt’, wird deutlich wodurch ihre Erwartungen und Möglichkeiten an Grenzen stoßen. Um hier unsere Zukunft zu gestalten, müssen der Jugend Horizonte eröffnet werden um deren Frische und Ressourcen uns allen erlebbar nahe zu bringen.“

Für diejenigen, die mit dieser Schulung ihr 2. Modul absolvierten, wird es nun möglich, die bundeseinheitliche Jugendleitercard (JuLEiCa) zu beantragen. Diese weist Ihnen bis zu 3 Jahre diese erworbenen Fähigkeiten nach, berechtigt zu verschiedensten Aktionen und Vergünstigungen. Am wichtigsten ist jedoch für die jungen Menschen die Legitimation ihrer Kompetenzen. Sie fühlen sich gestärkt in Jugendgruppen, auf Freizeiten und den RKW´s als Helfer, Begleiter und Teamer leitend tätig zu werden und Verantwortung zu übernehmen.

Erste-Hilfe-Praxis

Erste-Hilfe-Theorie
Von der Straße ins Seminar: Rettungsassistent und Fachreferent Heiko Knick vom Malteser Hilfsdienst bei der authentischen Vermittlung lebensrettender Sofortmaßnahmen.

Die zunehmende Nachfrage seitens der Gruppen und Gemeinden in unserem Bistum bestärkt die AKD (Arbeitsgemeinschaft katholischer Kinder- und Jugendorganisationen im Bistum Dresden-Meißen) in Kooperation mit der Diözesanjugendseelsorge diese Multiplikatorenbildungen noch besser an Bedarfe anzupassen. Die Resonanz in den Verbänden und Orten kirchlichen Lebens fordert eine konzeptionelle Anpassung dieser Gruppenleiterschulungen nahezu heraus. Erste Schritte wurden 2014 bereits gegangen, eine spezielle regionale Anbindung im Dekanat Chemnitz erreichte über 20 junge Ehrenamtliche, andere Regionen sind für kommende Jahre im Blick. Ebenso ist eine inhaltliche Gestaltung passend zur jeweiligen Zielgruppe sinnvoll. Kindergruppenbegleiter fragen eben anderes KnowHow nach als engagierte Helferkreismitglieder, städtisch wohnende Jugendgruppen haben andere Bedarfe als die Landjugend.

Alle Bildungsveranstaltungen haben nicht den Anspruch möglichst viele Ehrenamtler auszubilden, sondern eben spezialisierte Angebote zu erarbeiten, die Engagierten dienen, sich in ihren Regionen mit unterschiedlichen Altersgruppen, Ministranten oder der Jugend auseinanderzusetzen. Regionalität und zeitliche Flexibilität könnten wichtige Bedingungen sein, dass sich Multiplikatoren zum Besuch solcher Veranstaltungen motiviert fühlen. Kooperateure und Pilotprojekte in einzelnen Dekanaten sind bereits angefragt.

Spiele
Konzentration und Gefühl: Spielen will gelernt sein, bei den Gruppenleiterschulungen lässt es sich sogar ausprobieren!

Für Anfragen und inhaltliche Impulse ist das Jugendseelsorge-Team um Bistumsjugendseelsorger Pfr. Ralph Kochinka jederzeit dankbar und über die Webseite www.kathjusa.de zu erreichen.

Text: AS (LAGS)
Fotos: BKS / AS



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