Georg Seltmann für sein kirchenmusikalisches Lebenswerk mit der Leisentritmedaille geehrt

am 15. Mai in Dresden-Zschachwitz

Dresden, 19. Mai 2016: Für sein kirchenmusikalisches Lebenswerk wurde Georg Seltmann am Pfingstsonntag, dem 15. Mai 2016, in der Pfarrkirche „Heilige Familie“ in Dresden-Zschachwitz mit der Leisentritmedaille des Cäcilienverbandes im Bistum Dresden-Meißen geehrt. Nach 70 Jahren auf der Orgelbank wurde er gleichzeitig, nun 85-jährig, mit großer Dankbarkeit in den kirchenmusikalischen Ruhestand verabschiedet.

Georg Seltmann wurde am 12. Mai 1931 in Meißen geboren, ist verheiratet und hat 4 erwachsene Kinder (nebst Familien); seit 1994 wohnt er in Dresden-Niedersedlitz. Beruflich war er Mathematiker, die Musik hat er als – ihm sehr wichtiges – Hobby und ehrenamtlich betrieben.
Seit 1946 begleitete er an der Orgel Gottesdienste, zunächst in seiner Meißener Heimatgemeinde, nach seinem Umzug nach Dresden-Wachwitz dann in Pillnitz.
Nach einem erneuten Umzug nach Radebeul Anfang der 1970er Jahre spielte er auch dort die Orgel, ab 1994 dann in Dresden-Zschachwitz, vor allem in den Familiengottesdiensten mit eher "beschwingtem" Liedgut z.B. aus dem "Liederwald", ebenso aber auch regelmäßig aller 14 Tage in der Vorabendmesse in Dresden-Laubegast. Legendär waren seine Kanon-Dirigate.

Darüber hinaus war Georg Seltmann in den 1950er und 60er Jahren sehr aktiv in der überregionalen Jugendmusikarbeit tätig. Bei der Eröffnung des Winfriedhauses 1955 leitete er den Chor und die musikalische Gestaltung. Zum 25. Jubiläum 1980 sang dieser selbe Chor dort noch einmal und blieb in dieser Formation bis in die Wendezeit um 1990 erhalten und vielfältig musikalisch tätig (vulgo "Seltmann-Chor" genannt). Zum letzten gesamtdeutschen Katholikentag 1958 in Berlin brachte Seltmann ein ganzes Stadion zum Singen.
Im Winfriedhaus führte er in den 1950er/60er Jahren viele Singefreizeiten für Jugendliche durch, ebenso aber auch vor Ort in vielen Gemeinden unseres Bistums. Bei Jugendwallfahrten in Rosenthal gestaltete er mit diesen Jugendlichen dann oft die musikalische Seite, in vielfältiger Zusammenarbeit mit Dieter Grande. Ebenso war er bei der Dresdner Pastoralsynode 1972-75 musikalisch tätig. Auch beim Kabarett "Die Dekana(h)tlosen" hat er sich am Klavier eingebracht, in langjähriger Zusammenarbeit mit Klaus Milde.

Pfarrer Michael Gehrke



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