Menü
Bistum Dresden Meissen

Sichtweisen des Glaubens

Innenansichten des Glaubens

Ihren Ausdruck finden die Sichtweisen des inneren Menschen in Gebeten, Meditationen und kurzen spirituellen Impulsen.

Glaube gewinnt an Dynamik durch (Mit)teilen. Bringen Sie sich mit Ihren Sichtweisen des Glaubens ein! Für eine begrenzte Zeit wird Ihr Beitrag hier zu sehen sein.  

Nutzen Sie meine E-Mailadresse, um Ihre als Gebet, Meditation oder kurzen spirituellen Impuls zum Ausdruck gebrachte Sichtweise des Glaubens einzureichen.

Suchend und fragend unterwegs

Am ehesten sind es wohl die existentiellen Fragen, die uns umtreiben. Antworten können sich uns beim Nachdenken, beim Gebet oder während der Meditation erschließen. Hierbei spüren wir, dass die Antworten nicht nur mit der Kraft des Intellekts herbeizuführen sind, sondern dass tragfähige Antworten uns einfallen, dass sie uns zufallen. Antworten auf unsere Fragen finden wir im Austausch mit Menschen, die uns nahestehen. Wir finden sie in Worten, die uns in einem Lied, in einem Gedicht oder in einem kurzen Text begegnen. Antworten erschließen sich uns auch in Gegebenheiten, die uns widerfahren. Ist Gottes Geist am Wirken, wenn wir so suchend und fragend nach der Mitte und dem tragenden Grund unseres Lebens Ausschau halten? Ganz sicher, denn wir öffnen unseren Verstand und unsere Seele bei diesen Vorgängen für Gott, der bei uns und mit uns sein will. Es muss nicht mehr beim Menschenmöglichen bleiben, sondern die Grenzen zwischen dem Menschlichen und dem Heiligen werden fließend.

Norbert Mothes

Alltagstauglicher Glaube

Am ehesten sind es wohl die existentiellen Fragen, die uns umtreiben. Antworten können sich uns beim Nachdenken, beim Gebet oder während der Meditation erschließen. Hierbei spüren wir, dass die Antworten nicht nur mit der Kraft des Intellekts herbeizuführen sind, sondern dass tragfähige Antworten uns einfallen, dass sie uns zufallen. Antworten auf unsere Fragen finden wir im Austausch mit Menschen, die uns nahestehen. Wir finden sie in Worten, die uns in einem Lied, in einem Gedicht oder in einem kurzen Text begegnen. Antworten erschließen sich uns auch in Gegebenheiten, die uns widerfahren. Ist Gottes Geist am Wirken, wenn wir so suchend und fragend nach der Mitte und dem tragenden Grund unseres Lebens Ausschau halten? Ganz sicher, denn wir öffnen unseren Verstand und unsere Seele bei diesen Vorgängen für Gott, der bei uns und mit uns sein will. Es muss nicht mehr beim Menschenmöglichen bleiben, sondern die Grenzen zwischen dem Menschlichen und dem Heiligen werden fließend.

Norbert Mothes

Nah dran am Geheimnis unseres Lebens

Es wäre ein Missverständnis, davon auszugehen, dass Alltag und Glaube zwei Welten sind, die nebeneinander existieren. Aber es ist schon so: Es fällt uns in der Regel schwer, die Gegebenheiten unseres Alltags mit unserer Glaubenspraxis in Einklang zu bringen. Gibt es so etwas wie eine Nahtstelle zwischen Alltag und Glaube?

Menschliches Tun und Lassen sollte möglichst weitgehend durch eine innere Haltung bestimmt sein. Ihre Formung erhält die innere Haltung durch das Gewissen. Im Gewissen kommt ein Wissen zur Geltung, das sowohl durch Einsichten des Verstandes als auch durch das Ringen des inneren Menschen entsteht. In den vergangenen Jahren wurde das Wort Seele neu salonfähig. Das, was inhaltlich durch das Wort Seele abdeckt werden kann, reicht entschieden weiter als das, was der Begriff Gewissen inhaltlich zu beschreiben vermag. Zu fragen wäre also: Was nährt meine Seele? Wie steht es um das Fundament meines Lebens? Was ist der Quellgrund für mein Tun und Lassen.

Norbert Mothes

Gott erfahren?

Nicht wenige religiöse Menschen meinen über sich selbst, sie hätten noch keine tiefen spirituellen Erfahrungen gemacht. Wenn Leute gefragt werden würden, was sie denn für eine religiöse Erfahrung halten, würde die Bandbreite der Antworten weit gestreut sein. Und die meisten der Angesprochenen würden sich nicht zu denen zählen, von denen sie meinen, dass es sich um geistlich erfahrene Menschen handelt.
So kann es erhellend sein, mögliche Erfahrungen anzuführen, bei denen Menschen nah dran sind am Geheimnis ihres Lebens, am Geheimnis unseres Lebens:

Wo die eine und ganze Hoffnung über alle Einzelhoffnungen hinaus gegeben ist, die alle Aufschwünge, aber auch alle Abstürze noch einmal sanft in schweigender Verheißung umfängt,

wo eine Verantwortung in Freiheit auch dort angenommen und durchgetragen wird, wo sie keinen angebbaren Ausweis an Erfolg und Nutzen mehr hat,

wo ein Mensch seine letzte Freiheit erfährt und annimmt, die ihm keine irdischen Zwänge nehmen können,

wo der Sturz in die Finsternis des Todes noch einmal gelassen angenommen wird als Aufgang unbegreiflicher Verheißung,

in: Karl Lehmann und Albert Raffelt, Karl Rahner Lesebuch

 

Norbert Mothes

Mit der Seele auf Du und Du


Erfahrungen von Gottes Mitsein auf unseren Lebensbahnen sind nicht verfügbar. Sie widerfahren uns in der Mitte unserer selbst. Zu den existentiellen Erfahrungen gehören nicht nur die Erfahrung von Trost, Gelassenheit, Zuversicht, innerer Stimmigkeit ..., sondern auch Erfahrungen von Bewegtheit, Ergriffenheit, Erschütterung ...

Zunehmend suchen Menschen in unserer Zeit Zugang zu einer spirituellen Lebensweise. Dabei erfahren spirituell suchende Menschen, dass es eine Grundvoraussetzung für das spirituelle Leben ist, bei sich zu sein. Im eigenen Inneren erschließt sich ihnen ihr Lebensweg im Hier und Jetzt. Sie versuchen, dem gerecht zu werden, was sie als ihren Lebenssinn erkennen. Gottes Mitsein mit uns Menschen ereignet sich wesentlich im Inneren des Menschen, manche sagen, in seinem Herz oder auch in seiner Seele. Für das Aufeinanderhin und Voneinanderher zwischen dem Lebendigen Gott und uns Menschen steht in der Bibel und im Sprachgebrauch der Christen als Kürzel das Wirken des guten Geistes Gottes.

Norbert Mothes

Seele vergiss nicht

Sie wohnt dem Menschen inne, sie prägt seine Einmaligkeit, jedoch zu greifen ist sie nicht. Wenn sie im Menschen tanzt, fühlt er sich lebendig. Diese Lebendigkeit fühlt sich recht unterschiedlich an. Ihr Tanzen kann in einem Menschen Begeisterung wecken. Ihr Tanz kann ihn pures Glück spüren lassen. Lebendig ist die Seele auch, wenn sie singt. Ganz verschieden hören sich ihre Melodien an. Manchmal eher tragend, manchmal schwungvoll und energiegeladen. Manchmal ist nur ein leiser, fast stiller Klang zu vernehmen. Fast lässt sich dieser Klang überhören. Weil die Seele weder greifbar noch sichtbar ist, gerät sie nicht selten ins Hintertreffen. Es scheint, als wäre sie dann eher der passive Beobachter. Wohl fühlt sie sich nicht in dieser Rolle. Lieber wäre sie auf Du und Du mit dem Menschen, der sie in sich trägt. Dabei möchte sie uns hineinführen mitten in das Leben und das, was es umfängt.


Norbert Mothes

Ich bin für Sie da

Norbert Mothes
Pfarrer i.R.
0351 4260755