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Bistum Dresden Meissen

Sichtweisen des Glaubens

Innenansichten des Glaubens

Ihren Ausdruck finden die Sichtweisen des inneren Menschen in Gebeten, Meditationen und kurzen spirituellen Impulsen.

Glaube gewinnt an Dynamik durch (Mit)teilen. Bringen Sie sich mit Ihren Sichtweisen des Glaubens ein! Für eine begrenzte Zeit wird Ihr Beitrag hier zu sehen sein.  

Nutzen Sie meine E-Mailadresse, um Ihre als Gebet, Meditation oder kurzen spirituellen Impuls zum Ausdruck gebrachte Sichtweise des Glaubens einzureichen.

Ebenbild im Entstehen

je einmalig 

das einem Menschen von Gott zugedachte Bild

nicht zu überschauen

dieses Bild

meist zeigen sich nur Bildausschnitte

einige Bildsegmente verweisen über Zeit und Raum hinaus

mehr sehen können

als das Bild auf den ersten Blick beinhaltet

lebenslang die Aufgabe

diesem in mir angelegten Bild zu entsprechen

bleibend die Zuversicht

das Bild als Ganzes und von Gott vollendetes

mit neuen Augen sehen zu können

 

Norbert Mothes

Er hat sich eingeprägt in mein Leben

Geschaffen als Bild des Wesens Gottes

unbegreiflich

und doch grundgelegt in mir:

Bild des Wesens Gottes zu sein

engste Verwandtschaft

mit Gott, dem Schöpfer

abgebildet hat Er sich

in Seinem Geschöpf

ihm darin Halt und Würde gegeben

innigste Beziehung

zwischen Schöpfer und Geschöpf

durch wesenhafte Ähnlichkeit

gibt Tiefe und Sinn

meinem Dasein

nicht zu trennen

Gott und Mensch

Er hat sich eingeprägt 

in mein Leben

wie das Wasserzeichen

auf gutem Papier

nur bei Licht besehen

ist es erkennbar

immer mehr hineinwachsen

in das Bild

das ich bin:

Wesen Gottes!

möge ich doch

immer wesentlicher werden!

für immer hat Bestand

das Wesentliche in mir

grundgelegt ist

das Göttliche in mir

auf Ewigkeit hin

bin ich Wesen Gottes!

so will ich leben 

lieben

wesentlich werden.


 
Christa Pesch

Ebenbild Gottes - glaube ich das?

Glaube ich wirklich, Ebenbild Gottes zu sein,

durch die Taufe geworden zur Königin, Prophetin?

Ich mit meinen Fehlern und Kanten?

Bin ich nicht viel eher Sünderin, Bettlerin,

bin blind und lahm?

Bin ich beides zugleich?

Mich bald einsetzend für sein Reich,

sein Licht verbreitend,

bald nur auf eigenes Recht pochend,

eigene Standpunkte durchsetzend?

Meine Chance will ich nutzen,

Gott in mir wachsen zu lassen,

und ebenso in meinem Mitmenschen

Gottes Spuren erkennen.

 

Irmela Mies-Suermann
In: Pfarrbriefservice.de

Der richtige Blick

Worauf es wirklich ankommt,

ist nicht Jugend und Schönheit,

nicht Besitz und Reichtum,

nicht Titel und Amt,

nicht, was ein Mensch hat,

sondern was er ist,

entscheidet seinen Wert.

Gott sieht auf unser Herz,

er sieht auf uns mit seinem Herzen,

mit seiner Liebe, seinem Verstehen.

So wird der Kleine groß,

der Unansehnliche schön,

der Mensch ein Ebenbild Gottes.

 

Irmela Mies-Suermann

 

 

Ikone des lebendigen Gottes

Das Menschenbild in der jüdisch/christlichen Tradition ist grundlegend davon bestimmt, dass der Mensch als Ebenbild Gottes gedacht, gewollt und geschaffen ist. Aus diesem Verständnis des Menschen ergibt sich, dass Menschen von Gott her und auf ihn hin beziehungsfähig sind. 

Seit es Menschen gibt, gibt es eine gewisse Widerständigkeit gegen das Projekt Gottes. Offensichtlich stellt so Vieles dieses Projekt in Frage. Offensichtlich tendieren wir Menschen immer wieder zu einer Bezogenheit auf uns selbst.
In immer neuen Anläufen versucht Gott uns Menschen, in seine Liebesgeschichte mit uns hineinfinden zu lassen. Aus christlicher Sicht geschah dies auf unüberbietbare Weise durch die Menschwerdung seines Sohnes. Von Jesus Christus können wir als Sohn Gottes sprechen, weil er ganz und gar von Gott her und auf ihn lebte. Sein eigenes Selbstverständnis findet sich in der Anrede Gottes wieder: mein Vater und euer Vater. Die innige Beziehung zwischen Vater und Sohn führte dazu, dass sich Gott durch Jesus aus Nazaret so zeigen konnte, wie er für uns dasein möchte, wie er mit uns unterwegs sein will. Jesus Christus wurde zum Bild, zur Ikone des lebendigen Gottes.

Norbert Mothes

Seele vergiss nicht

Seele, vergiss es nicht:

aus dem Nichts bist du geschaffen

und doch aus des Schöpfers Liebe,

zur Erde kehrst du zurück

und kannst nichts mitnehmen als Liebe.

Seele vergiss nicht,

was dir wichtig ist im Leben

und wem du wichtig geworden bist.

was dein Fundament

und wo deine Talente verbleiben.

Sieh zu, dass Gott dich wiedererkennt.

als sein Ebenbild erschuf er den Menschen –

in milliardenfacher Ausfertigung .

Aber du bist einzigartig,

bist eingeschrieben in Gottes Hand.

Seele, vergiss nicht deine Herkunft, nicht dein Ziel.

 

Irmgard Mies-Suermann

Ruhe finden

Unruhig ist mein Herz, o Gott,

unruhig wegen all der Zwistigkeiten

zwischen mir und anderen Menschen,

den Verletzungen und Enttäuschungen,

dem Sehnen und Hoffen, Wollen und Können

des eigenen Herzen.

Unruhig ist mein Herz, o Gott,

um das tägliche Brot und den Schluck Wein

für alle, die dein Ebenbild sind.

So viele verhungern, verdursten

bei der Wüstenwanderung des Lebens,

versinken in der Sintflut.

Unruhig ist mein Herz, o Gott,

wir können uns nicht gegen alles absichern.

In Schmerz und Leid reift die Seele.

Nur deiner Liebe müssen wir uns versichern,

da sie uns trägt

durch den Tod zur Auferstehung.

 

Irmela Mies-Suermann

Ich bin für Sie da

Norbert Mothes
Pfarrer i.R.
0351 4260755